FCB-Star spricht über Anfangszeit

Gestörtes Verhältnis zwischen Müller und Lewandowski? „Ein bisschen sein Ding gemacht“

Thomas MUELLER (MÜLLER,Bayern Muenchen),Robert LEWANDOWSKI (Bayern Muenchen), lehnen an der Bande.
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Thomas Müller (l.) und Robert Lewandowski bilden beim FC Bayern ein kongeniales Duo.

Thomas Müller und Robert Lewandowski sind beim FC Bayern ein kongeniales Duo. Das war allerdings nicht immer so, wie das FCB-Urgestein nun in einem Interview verrät.

München - Man kann sich die Offensive des FC Bayern* ohne Thomas Müller* und Robert Lewandowski fast gar nicht mehr vorstellen. 63 Treffer erzielten die beiden gemeinsam in der vergangene Spielzeit wettbewerbsübergreifend. Auf dem Platz verstehen sie sich inzwischen fast blind, wie man am vergangenen Bundesliga-Spieltag gegen Hertha BSC gesehen hat.

Müller schwärmt über das Zusammenspiel mit dem Polen. „Als Spieler mit dem Ball am Fuß kann man sich in den Gedankengang des anderen während der Freilaufbewegung hineinversetzen, weiß genau, wo man ihn selbst gerne hinbekommen wollen würde“, so der 31-Jährige im Interview mit der Sport Bild: „Wir sind beide reaktive Spieler, das passt einfach. Das ist immer mehr zu einem Miteinander geworden.“

FC Bayern: Thomas Müller über Anfangszeit mit Lewandowski - „Ein bisschen sein Ding gemacht“

Denn anfangs war das nicht immer so! Müller verrät, dass das Verhältnis zwischen den beiden Offensivstars anfangs nicht das allerbeste war. 2014 kam Lewy von Borussia Dortmund zum Rekordmeister und benötigte noch Zeit. „In den Anfangsjahren bei Bayern standen wir gemeinsam auf dem Platz, aber jeder hat ein bisschen sein Ding gemacht“ so Müller. Allerdings sei das „ganz normal“. Eine Entwicklung brauche Zeit und vor allem eins: „Gemeinsame Erlebnisse“, erklärt der Ur-Bayer.

Diese hatten Müller und Lewandowski* 2020, als sie unter Trainer Hansi Flick das Triple holten. Für Müller war es bereits der zweite Triple-Gewinn, denn schon 2013 gewann er die Deutsche Meisterschaft, den DFB-Pokal und die Champions League. Für Lewy war der CL-Sieg im vergangene Sommer der erste Triumph in der Königsklasse.

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Wie lange die beiden noch als kongeniales Duo für den FC Bayern auflaufen werden, steht noch in den Sternen - und das, obwohl beide Verträge noch bis 2023 laufen. Während Lewandowski immer wieder mit einem Wechsel in Verbindung gebracht wird*, macht sich Müller noch keine Gedanken über seine langfristige Zukunft.

Er wolle „step by step“ sehen, wie es für ihn weitergehe. „Ich habe beim FC Bayern noch bis 2023 Vertrag. Ich bin mir schon bewusst, dass die Uhr nicht stehen bleibt“, so Müller: „Es zählt für mich, dass ich für meine Mannschaften wichtig bin. Mein Fokus liegt darauf, Leistung zu bringen. Ich würde nicht ausschließen, dass ich 2024 noch professionell Fußball spiele.“

Eins steht aber sicher fest: Irgendwann wird es eine Offensive beim FC Bayern ohne Müller und Lewandowski geben. Auch wenn es aktuell noch nicht vorstellbar ist. (smk) *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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