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Jubilar Müller giftet gegen Schiedsrichter: „Wo kommen wir denn da hin?“

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Von: Christoph Klaucke

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Bayern-Anführer Thomas Müller kritisiert Schiedsrichter Daniel Siebert.
Bayern-Anführer Thomas Müller kritisiert Schiedsrichter Daniel Siebert. © Christian Kolbert/Imago

Der FC Bayern wurde in Augsburg kalt erwischt. Thomas Müller hadert mit einer spielentscheidenden Szene - im Mittelpunkt steht der Schiedsrichter.

München/Augsburg - Thomas Müller machte am Freitagabend in Augsburg sein 600. Spiel für den FC Bayern. Der Ur-Bayer feierte somit ein Jubiläum, nur die Torwart-Legenden Oliver Kahn mit 632 Spielen und Sepp Maier mit 661 kommen auf mehr Einsätze. Zum Feiern war Müller nach der 1:2-Niederlage gegen den FCA aber selbstverständlich nicht zumute. Ganz im Gegenteil: Nach dem „bitteren Rückschlag“ ließ der Leitwolf seinem Frust freien Lauf und nahm den Schiedsrichter ins Visier.

FC Bayern: Thomas Müller attackiert Schiedsrichter

„Wir haben vielleicht ein bisschen Pech mit dem Schiedsrichter“, sagte Müller am DAZN-Mikrofon. Der Bayern-Profi meinte ein vermeintliches Foulspiel an Serge Gnabry vor dem ersten Gegentor. Das Schiedsrichter-Gespann um Daniel Siebert entschied in dieser Szene auf Vorteil und machte so den Augsburger Konter erst möglich.

„Zuerst kommt er ins Straucheln, dadurch gibt‘s dann auch den Zweikampf. Einen Vorteil sehe ich da nicht wirklich. Im ersten Moment kann ich den Schiri verstehen, er will den Vorteil geben. Aber durch diesen Rempler ist es absolut keine Vorteil-Situation“, analysierte Müller.

Gnabry wurde zuerst vom Augsburger Daniel Caligiuri regelwidrig von hinten aus dem Gleichgewicht gebracht und im Anschluss von Abwehrmann Jeffrey Gouweleeuw fair vom Ball getrennt. „Das haben wir auch schon auf dem Feld besprochen, aber der Schiedsrichter wollte bei seiner Meinung bleiben“, ärgerte sich Müller, der die Entscheidung nicht nachvollziehen konnte. Insgesamt habe es dem Bayern-Spiel aber an Griffigkeit gefehlt.

Dann sagt der Schiedsrichter: ‚Ja, dann muss er sich fallen lassen‘, aber wo kommen wir denn da hin.

Thomas Müller über Schiedsrichter Daniel Siebert

FC Bayern: Thomas Müller poltert gegen Schiri

Dann kann sich Müller gar nicht mehr beruhigen und kommt so richtig in Fahrt. „Aber das ist ja kein Vorteil, wenn der Serge da noch versucht, weiter zu machen. Dann sagt der Schiedsrichter: ‚Ja, dann muss er sich fallen lassen‘, aber wo kommen wir denn da hin“, polterte der 32-Jährige. „Man sieht ganz klar, dass er ins Straucheln kommt. Natürlich versucht er es dann noch, einen Vorteil habe ich aber keinen gesehen.“

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FC Bayern: Nagelsmann widerspricht Müllers Schiri-Schelte

Müller will eigentlich nachlegen, als er sich selbst ein wenig zügeln muss. „Naja egal, ist wurscht. Es geht ja heute nicht um den Schiedsrichter, auch wenn er heute in dieser Szene keine gute Figur gemacht hat“, erklärte Müller.

Julian Nagelsmann nahm den Schiedsrichter hingegen aus der Schusslinie. „Es ist kein klares Foul, ehrlich gesagt. Bei einer großzügigen Auslegung völlig okay“, stellte der Bayern-Trainer klar. Dafür ging er mit seiner Hintermannschaft hart ins Gericht. (ck)

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