Bayern-Star im Interview

Müller über ManU, Schweini und (fehlende) Anerkennung

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Kennen und schätzen sich seit Jahren: Thomas Müller (l.) und Bastian Schweinsteiger.

München - Klare Worte sind Thomas Müllers Sache: Lesenswert sind auch seine neuesten Aussagen zu Transfergerüchten um seine Person, sein Verhältnis zu Bastian Schweinsteiger und die Anerkennung im Klub.

Thomas Müller freut sich auf den Trainingsauftakt beim FC Bayern (hier geht's zum Live-Ticker und Live-Stream). Fast schon ungewohnt war für ihn die lange Pause nach dem Saisonende. "Es war wirklich zu Beginn ein wenig gewöhnungsbedürftig", sagt der 25-Jährige im Interview mit der "Sportbild". Um nicht völlig in ein körperliches Loch zu fallen, hat sich der Nationalspieler mit zwei Sporteinheiten pro Woche im Urlaub fit gehalten.

Nun also der Aufgalopp zur neuen Saison - in der die Konkurrenzsituation im hochkarätig besetzten Bayern-Kader sicher nicht leichter geworden ist. Eine Tatsache, die Sunnyboy Müller kein erhöhtes Stressgefühl hervorruft, so sei eben das Geschäft, ganz speziell beim FC Bayern: "Es kommen jede Saison neue Spieler, die meistens eine sehr gute Qualität haben, und dann geht das Rennen wieder von vorne los."

Müller kann verstehen, dass sich die Verantwortlichen Gedanken machen

Dass sich der Rekordmeister nach potentiellen Nachfolgern für die schon etwas älteren Superstars Arjen Robben und Franck Ribéry bemüht, findet Müller nachvollziehbar. "Außer Ribéry und Robben haben wir eigentlich keine klassischen Flügelspieler. (...) Diese Typen wie Robben oder Ribéry, die im Eins-gegen-Eins ihre Stärken haben, sind für unser Spiel schon wichtig. Deshalb verstehe ich, wenn sich die Verantwortlichen im Klub Gedanken machen."

Sich selbst macht Müller auch Gedanken, vor allem wenn so attraktive Angebote wie das von Manchester United hereinschneien. Es ist ein offenes Geheimnis, dass Ex-Bayern-Coach Louis van Gaal den Offensivmann gerne ins Old Trafford locken würde. "Wenn eine Anfrage kommt, beschäftigt man sich automatisch damit. Eine Anfrage eines großen Klubs ist eine Ehre und eine Honorierung, dass die eigene Leistung gut ist", bleibt Müller im Ungefähren, stellt aber klar: "Aber ich fühle mich beim FC Bayern wohl, und mein Vertrag läuft bis 2019. Mehr gibt es zu diesen Spekulationen nicht zu sagen."

Müller würde sich freuen, noch lange mit Schweinsteiger zusammen zu spielen

Der Bayer räumt allerdings ein, dass er es als Spieler aus der eigenen Jugend schwerer habe als ein eingekaufter Superstar. "Was die Anerkennung intern im Klub betrifft, ist es vielleicht schwerer, aus der eigenen Jugend zu kommen. Wenn dich ein Klub kauft, wirst du von den Verantwortlichen umworben. Es wird ein anderes Vertrauen in dich gesetzt, sonst hätte man sich nicht für einen kostspieligen Transfer entschieden. Wenn du aber schon im Klub bist, geht der Verein davon aus, dass du da auch bleibst."

Spielerfrauen des FC Bayern: Jetzt gibt's noch eine Lisa

Müller spielt seit dem Jahr 2000 an der Säbener Straße, noch zwei Jahre mehr hat Bastian Schweinsteiger auf dem Bayern-Buckel. Klar, dass sich die beiden bestens kennen und verstehen. Gefragt nach einem möglichen Wechsel Schweinsteigers, hofft Müller auf einen Verbleib seines langjährigen Teamkollegen. "Basti wird gemeinsam mit dem FC Bayern eine gute Entscheidung treffen, wie es weitergeht. Mich wird da keine der beiden Parteien nach meiner Meinung fragen. Ich würde mich jedoch freuen, wenn er noch möglichst lange an meiner Seite spielt."

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