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FCB-Coach wünscht sich mehr Respekt

Guardiola genervt: "Keiner glaubt mir"

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Will die Richtung vorgeben – bekommt aber Gegenwind: Guardiola fühlt sich unfair behandelt.

München - Pep Guardiola reagiert zunehmend gereizt auf den Pressekonferenzen. Der FCB-Coach wünscht sich mehr Respekt für seine Arbeit und meidet Fragen zu seinem neuen Klub.

Dieses zweimalige in die Hände Klatschen war eigentlich schon Vorwarnung genug. Als Pep Guardiola am Freitag im Scheinwerferlicht des Presseraums an der Säbener Straße Platz genommen hatte, merkte man ihm schnell an, dass er im Angriffsmodus war. Klatsch – Klatsch – jetzt geht es los. Wer hat die erste Frage an den Bayern-Coach? Wer fragt etwas, das der Trainer nicht beantworten will? Und wer etwas, das ihn womöglich sogar auf die Palme bringt?

Pep Guardiola und die Medien, das war und ist kein einfaches Kapitel. Beide Seiten werfen der jeweils anderen in regelmäßigen Abständen vor, die Unwahrheit zu sagen. Und am Freitag ist es dann eben eskaliert. Da saß also ein Trainer auf dem Podium, der eigentlich so gerne über das an diesem Samstag anstehende Bundesliga-Topspiel gegen Bayer Leverkusen (18.30 Uhr) geredet hätte, und sprach sich den Frust von der Seele. „Ich bin hier, weil ich hier sein muss“, sagte er in den vollbesetzten Raum und machte kein Geheimnis daraus, dass Pressekonferenzen nicht zum beliebtesten Aufgabengebiet seines Trainerberufes gehören: „Ich verstehe nicht, warum ich das mache. Die Leute glauben eh nicht, was wir Trainer sagen.“

Guardiola: "Für unseren Beruf gibt es keinen Respekt mehr"

Der konkrete Vorwurf: Guardiola kann machen, was er will – die Medien schreiben, was sie wollen. „Für unseren Beruf gibt es keinen Respekt mehr“, erklärte Guardiola und ergänzte in Bezug auf seine Person: „Ich weiß nicht, warum die Leute mir nicht glauben.“ Beispiele aus dem Auditorium ließen freilich nicht lange auf sich warten – als Parade-Exempel wurde eine Geschichte über Franck Ribery aus dem Fundus gekramt. Über den Franzosen hatte der Trainer vor dem Spiel in Gladbach gesagt, dass er die Reise auf keinen Fall mitantreten werde. Zwei Stunden später saß Ribery im Bus. Guardiolas Kommentar am Freitag: „War das so? Das tut mir leid.“

Wer nun mit wem seine Spielchen spielt, ist Ansichtssache. Nicht zu übersehen aber ist, dass das Verhältnis des Trainers zum Umfeld des FC Bayern immer angespannter wird. Aus zwei Presserunden (eine für die schreibenden, eine für die elektronischen Medien) ist seit Freitag wieder eine große geworden. Der Wirbel um den Maulwurf, Gerüchte um Arturo Vidal, Gebohre über seine eigene Zukunft – das ging zu weit.

Fragen zu seinem Engagement bei Manchester City – immerhin war es der erste Auftritt seit dem Bekanntwerden seiner Verpflichtung – wies Guardiola daher von sich. Er wisse zwar, dass die Situation, in der ein Trainer Bayern verlässt („normalerweise verlässt Bayern einen Trainer“) neu sei, man könne ihm aber vertrauen. Er sei „fokussiert bis zum letzten Tag“, denn er halte es „wie Frauen. Ich kann beide Sachen kontrollieren.“ Sprich: Sowohl den gewünschten Erfolg beim FC Bayern als auch die Kaderplanung bei ManCity. Genaues zum neuen Arbeitgeber gebe es von seiner Seite erst „im Juni oder Juli“.

Kimmich gegen Kießling: "Das wäre ein Problem"

Acht Spiele stehen in den kommenden vier Wochen für den FC Bayern an – man war gewillt, die brodelnde Stimmung vor der „sehr wichtigen Woche“ (Guardiola) mit den Auswärtsspielen in Leverkusen, Bochum und Augsburg etwas runterzukühlen. Matthias Sammer hatte sich schon unter der Woche vor den Trainer gestellt. Der aber stellte klar: „Ich kann mich selbst verteidigen.“ Er kenne die Situation vom FC Barcelona, den er 2012 auch auf eigenen Wunsch hin verlassen hatte. Sein Fokus liegt auf dem Team, dem Training, derzeit konkret auf dem Spiel gegen „eine der besten Mannschaften in Deutschland“. Den Leverkusener Sturm um Stefan Kießling und Chicharito mit seiner Notabwehr um Joshua Kimmich entgegenzutreten (Neuzugang Serdar Tasci fehlt weiter verletzt), lässt aber selbst Guardiola bange werden: „Zu viele Flanken Kimmich gegen Kießling – das wäre ein Problem.“

Personell hat sich wenig verändert. Auch Arjen Robben soll, obwohl er das Training am Donnerstag abgebrochen hatte, auflaufen. Außerdem habe Arturo Vidal „sehr gut trainiert. Er ist bereit“, versicherte Guardiola. Apropos – da gab es doch noch Gerüchte um Eskapaden im Trainingslager. Guardiola: „Sie können sich informieren, dass es in Katar gar keinen Alkohol gibt.“ Keine gute Aussage, um Glaubwürdigkeit zu beweisen. Denn das ist nur die halbe Wahrheit.

Hanna Schmalenbach und Katja von Falkenhausen

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