Hinrunde abgehakt

Neuer: "Wir fangen wieder bei null an"

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Manuel Neuer fliegt im heißen Katar. Im Sommer will er wieder die volle Titelsammlung abstauben.

Doha - Der FC Bayern schwitzt in Katar. Manuel Neuer hat in seiner Trainingsgruppe einen besonders jungen Nachwuchsspieler. Er wagt aber noch keine Prognose.

14 Jahre ist es her, da war Manuel Neuer 15 Jahre alt. Was er damals so getrieben hat? Der Nationaltorhüter erinnert sich genau. „Da habe ich noch in der B-Jugend trainiert“, sagt Neuer mit einem Grinsen auf den Lippen, da er genau weiß, worauf die Frage abzielt. „Bei den Profis habe ich damals noch nicht mittrainiert“, fügt er mit Blick auf den erst 15-jährigen Jugendkeeper Christan Früchtl an, der mit den Profis des FC Bayern ins Trainingslager nach Doha reisen durfte – und mit seinen 1,90 Metern Körpergröße zumindest in physicher Hinsicht mit dem dreimaligen Welttorhüter auf Augenhöhe ist.

„Er ist anderthalb Köpfe größer als ich in dem Alter“, sagt Neuer über den Bischofsmaiser Torhüter, der vom FC Bayern für die Woche in Katar einen Maulkorb aufgesetzt bekommen hat. Neuer weiter: „Er macht es sehr gut. Er hat eine gute Statur, ist sehr aufmerksam und versucht, sehr viel zu lernen. Unabhängig von seinem Alter versuchen wir, ihn ganz normal miteinzubeziehen. Er ist ein normales Mitglied bei uns im Torwartkreis. Es macht Spaß, mit ihm zu trainieren.“

Neuer über Früchtl: "Dafür ist es viel zu früh"

Früchtl, der sonst in der B-Jugend des Rekordmeisters zugange ist, dürfte das Lob des Weltmeisters mit Genugtuung annehmen. Trotzdem: Eine Garantie, dass der junge Senkrechtstarter Neuer eines Tages tatsächlich im Tor des FC Bayern und der deutschen Nationalmannschaft beerbt, ist das noch lange nicht. Neuer klipp und klar: „Das kann man überhaupt nicht sagen. Er ist ehrgeizig, will lernen und hat viel Talent, aber man kann nicht sagen, was aus Christian wird. Dafür ist es viel zu früh, aber er hat auf jeden Fall gute Voraussetzungen.“

Bayern in Doha: Alaba macht den Schweiger

Gleiches gilt auch für die Bayern, doch auch in diesem Fall heißt das: so gut wie gar nichts! Neuer weiß das, daher zögert er nicht, an vergangenen Winter zu erinnern. „Nach dem ‚besten Trainingslager aller Zeiten‘ hat man gesehen, dass wir dann in Wolfsburg nicht so einen guten Start erwischt haben. Wir fangen bei null an, wir kriegen nichts geschenkt“, so Neuer in waschechter Sammer-Rhetorik.

Neuer: "Jede Nuance zählt"

Ob man sich vielleicht am Triple-Jahr 2013 orientieren könne? Die Nummer eins des Rekordmeisters ist nicht abgeneigt. „Wir waren damals eine eingeschworene Mannschaft. Das hängt damit zusammen, dass jeder merkt, was für ein wichtiger Teil der Mannschaft er ist“, sagt er. „Ich hoffe, dass es jetzt in der Rückrunde keine Probleme geben wird und dass alle Spieler mit an Bord sind, denn dann kann es auch ein schönes Jahr werden.“

Keine Ablenkungspotenziale, so hatte es bereits Sportvorstand Matthias Sammer Ende vergangener Woche gefordert. Neuer stimmt gerne mit ein. „Wir sind Profis, jede Nuance zählt“, so der Torwart, der noch einen Mahner-Satz aus dem Motzki-Wortschatz draufsetzt: „Wir müssen dafür leben!“ Der Sportvorstand wird stolz auf ihn sein...

Alle Informationen zum Trainingslager des FC Bayern finden Sie in unserem Live-Ticker.

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