Gewinner und Verlierer von Doha

tz-Check: Welcher FCB-Star ist schon startbereit?

Doha - Sieben Tage war der FC Bayern im Trainingslager in Doha. Die Profis haben viel geschwitzt. Die tz checkt die Gewinner und Verlierer von Katar.

Sieben Tage Trainingslager in Doha sind vorbei – die tz hat genau hingesehen: Das sind die ­Gewinner und Verlierer:

Gewinner

Christian Früchtl: „In dem Alter habe ich noch in der B-Jugend gespielt“, so Manuel Neuer über das erst 15-jährige Torwarttalent, das sich in der Wüste menschlich wie sportlich beweisen konnte. „Seine Voraussetzungen sind der Wahnsinn. Mit 15 Jahren schon so ein Körper. Dazu tolle Fähigkeiten und Talent. Er bringt sehr viele Anlagen mit. Sein Gesamtpaket ist spannend“, schwärmt Sportvorstand Matthias Sammer. Früchtls Gesangskünste eher weniger, wie seine Interpretation von Ein Stern beim Mannschaftsabend bewies.

David Alaba: Verletzung überwunden und ein dickes Lob von Guardiola – so schaut ein erfolgreiches Trainingslager aus. „Alaba ist zurück, das ist das Wichtigste“, so der Bayern-Trainer.

Manuel Neuer: Auch dieses Jahr wurde er zum Welttorwart gewählt, „eine große Ehre“ sei das für ihn. An Stillstand denkt der Weltmeister aber noch lange nicht. Am freien Samstag legte Neuer gemeinsam mit Torwarttrainer Toni Tapalovic eine Extraeinheit ein. „Jede Nuance zählt“, so der Keeper.

Thomas Müller: Er ist nicht mehr nur das Gesicht des FCB, sondern auch sein Sprachrohr. Seine Vertragsverlängerung bis 2021 sei „ein kleines Zeichen, dass man vom FC Bayern nicht weggeht, auch wenn in England viel geboten wird. Das war ein Statement von mir und vom Verein.“ Matthias Sammer sagt über ihn: „In der Rolle, die er eingenommen hat neben Philipp und Manuel, ist er zu einem ganz, ganz wichtigen Faktor geworden.“

Verlierer

Mario Götze: Nicht nur, dass er aller Voraussicht nach bis Februar ausfällt – auch mit seinen Aussagen sorgte der WM-Held für Unruhe bei den Fans. Nachdem Gerüchte aufgekommen waren, wonach Liverpool-Trainer Jürgen Klopp an seinem Ex-Schützling interessiert sei, sagte Götze zu seiner Zukunft, im Sommer sei grundsätzlich „alles offen“. Sein Vertrag endet 2017, vielleicht kommt er bei Neu-Coach Ancelotti wieder mehr dran. Wenn er bleibt…

Arjen Robben : Nach muskulären Probleme hat der rasende Holländer in der Winterpause an der Fitness gearbeitet, um in Katar wieder voll einsteigen zu können – und dann sucht ihn eine hartnäckige Erkältung heim! Vier Tage musste Robben im Hotel verbringen, erst an Tag fünf war er über den Berg und konnte wieder mitmischen. Sein ehrliches Fazit: „Das ist natürlich doof.“

Sebastian Rode: Der Rowdy des Trainingslagers – deswegen durfte er sich ein paar Takte von Müller anhören. Am Tag vor dem Rückflug erwischte er dann Rafinha, den er wohl etwas härter traf. „Wenn Rode kommt, dann macht es wuuusch“, sagte Guardiola, gab beim Brasilianer aber Entwarnung: „Es ist nur ein Schlag.“ Ob Rode viel Einsatzzeit in der Rückrunde bekommen wird?

Medhi Benatia: Der 28-Millionen-Innenverteidiger konnte nach seiner x-ten Muskelverletzung nur im Kraftraum arbeiten, während seine Konkurrenten Vollgas gaben, auch der lange verletzte Badstuber. Ob Benatia in Doha den Grundstein für eine verletzungsfreie Rückrunde legen konnte, bleibt abzuwarten. Seit August 2014 hat der Marokkaner lediglich 26 von 60 möglichen Spielen absolviert.

Rubriklistenbild: © dpa

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