PSG im Wettbieten um Wolfsburger dabei

Irrer Poker um de Bruyne: Bayern bot Rode und Dante an

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Alle scheinen sich um die Dienste von Kevin de Bruyne zu reißen - für Wolfsburg ist er wohl nicht zu halten.

München - Eigentlich schien der Transfer von Kevin de Bruyne zu Manchester City schon besiegelt. Doch die Zukunft des Wolfsburgers ist weiter ungeklärt. Auch Bayern scheint die Hoffnung nicht aufzugeben - und PSG kopiert den Plan den Münchner.

Es wird immer verrückter: Kurz vor dem Ende der Transferperiode (dauert noch bis 31. August) ist die Zukunft von Kevin de Bruyne vom VfL Wolfsburg weiter ungeklärt. Die europäischen Topklubs geben im Werben um den 24-Jährigen Belgier nicht nach. Die Frage scheint nicht mehr, OB der torgefährliche Flügelstürmer noch in Wolfsburg bleibt, sondern nur noch WIE LANGE NOCH?

Kevin de Bruyne: Manchester City oder Manchester United?

Denn nachdem am Dienstag bereits der Wechsel de Bruynes zu Manchester City von einem belgischen Journalisten als so gut wie sicher verkündet wurde, scheint einen Tag später nun doch nichts mehr sicher. Zwei neue Interessenten sind auf den Plan getreten und buhlen um die Gunst von Deutschlands aktuellem "Fußballer des Jahres".

Zum einen wird Manchester United offenbar etwas zappelig kurz vor der Schließung des Transferfensters: Der Klub von Ex-Bayern-Coach Louis van Gaal sucht händeringend nach Verstärkungen in der Offensive und ist dabei bereit, die Geldschatulle kräftig zu plündern. Wie die Wolfsburger Nachrichten und Sport1 erfahren haben wollen, wollen die "Red Devils" nach der Absage von Bayerns Thomas Müller und Barcelonas Pedro (der stattdessen zum FC Chelsea gewechselt ist) de Bruyne unbedingt ins Old Trafford locken. 75 Millionen Euro Ablöse sollen dabei dem VfL den Abgang seines Topstars versüßen. Hinzu sollen die Niedersachsen außerdem noch das belgische Kronjuwel Adnan Januzaj als Ersatz bekommen. Der 20-Jährige gilt als riesiges Offensivtalent.

FC Bayern bietet 50 Millonen plus Dante oder Rode

Zum anderen hat laut Informationen der "Bild" ein weiterer finanzkräftiger Topklub seinen Hut in den Ring geworfen. Katar-Scheich Nasser Al-Khelaifi will als Präsident des Hauptstadtklubs bis zu 80 Millionen Euro als Ablöse springen lassen. Außerdem machen die Franzosen Wolfsburg den Deal mit der "Bayern-Variante" schmackhaft. Bereits Anfang der Woche war über einen Wechsel de Bruynes an die Säbener Straße spekuliert worden (was die Bayern umgehend, aber nur halbherzig dementierten), allerdings erst im Sommer 2016, um VfL-Sportchef Klaus Allofs Zeit für die Suche nach einem geeigneten Nachfolger zu geben. PSG bietet Wolfsburg nun laut "Bild" das gleiche Geschäft an: De Bruyne wechselt nach Paris, bleibt aber bis zum Ende der Saison 2015/16 noch beim VfL. Der Unterschied zum Bayern-Angebot: Die irrwitzigen 80 Millionen Euro Ablöse hätten die Münchner sicher nicht nach Wolfsburg überwiesen.

Die "Sportbild" berichtet in ihrer aktuellen Ausgabe, dass der FC Bayern 50 Millionen Euro für de Bruyne geboten habe - für einen Wechsel im Sommer 2016. Und als zusätzliches Zuckerl sollten entweder Dante oder Sebastian Rode nach Wolfsburg wechseln. Angeblich weilte Bayerns Technischer Direktor Michael Reschke, der gute Beziehungen zu de Bruyne-Berater Patrick de Koster pflegt, vergangenen Samstag im Kölner Hyatt-Hotel.

Bleibt Kevin de Bruyne doch beim VfL Wolfsburg?

Doch offenbar hat der aktuelle DFB-Pokalsieger die Hoffnung noch nicht aufgegeben, de Bruyne zu halten. Angeblich, so "Bild" hat der VW-Klub seinem Vorzeigespieler einen kräftige Gehaltserhöhung angeboten: 11,5 Millionen Euro pro annum, gegenüber bislang fünf Millionen Jahressalär. Damit wäre de Bruyne einer der Topverdiener der Bundesliga. In England, vor allem bei Manchester City, soll der belgische Nationalspieler allerdings noch mehr, nämlich bis zu 20 Millionen Euro pro Jahr einstreichen können.

Intern drängen die VfL-Verantwortlichen auf eine Entscheidung vor dem Heimspiel am Freitagabend gegen Schalke 04. Das Dauerthema scheint den Spieler und die gesamte Mannschaft zu belasten. Beim 1:1 am vergangenen Wochenende im Auswärtsspiel beim 1. FC Köln lieferte de Bruyne eines seiner schwächsten Leistungen im VfL-Trikot ab. Auch der belgische Nationaltrainer Marc Wilmots sieht eine Verbindung zwischen dem Wechselwirbel und den zuletzt enttäuschenden Auftritten. „So eine Situation macht sich auch im Kopf eines Spielers bemerkbar“, sagte Wilmots in verschiedenen belgischen Medien: „Kevins Situation ist ärgerlich, aber okay. Ich hoffe, dass diese Saga so bald wie möglich zu Ende ist und dass er mit seiner Wahl zufrieden sein. Das Wichtigste ist, dass er seinem Herzen folgt.“

Klar ist bislang nur: Am Dienstag trainierte de Bruyne noch ganz normal mit seinen VfL-Teamkollegen. Trainer Dieter Hecking sagte zur Transferposse nur: "Es ist derselbe Stand wie von gestern, vorgestern und vor drei Wochen."

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