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Beinahe-Transfer: Wie Hoeneß Tuchels Wechsel zum FC Bayern verhinderte

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Von: Felix Durach

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Thomas Tuchel steht bei einem Spiel des FC Chelsea London in der Premier League an der Seitenlinie.
Chelsea-Trainer Thomas Tuchel wäre 2018 um ein Haar beim FC Bayern gelandet. © John Walton/imago-images

Thomas Tuchel zählt aktuell sicherlich zu den besten Trainern der Welt. 2018 wäre der 58-Jährige beinahe beim FC Bayern gelandet.

München - In der vergangenen Saison der Champions League fand die Trainerkarriere von Thomas Tuchel ihren vorzeitigen Höhepunkt. Der 48-Jährige, der erst im Januar 2021 bei FC Chelsea angeheuert hatte, gewann mit den Blues die Königsklasse und folgte somit als dritter deutscher Trainer in drei Jahren auf die Gewinner der Vorjahre Hansi Flick und Jürgen Klopp.

Thomas Tuchel: CL-Sieger wäre 2018 um ein Haar in München gelandet

Ein Jahr zuvor scheiterte Tuchel, damals noch als Trainer von Paris Saint-Germain, noch im Finale an Flicks Tripple-Bayern, doch wie nun bekannt wurde, wäre der jetzige Chelsea-Coach um ein Haar selbst an der Seitenlinie des deutschen Rekordmeisters gelandet. Wie Bayern-Reporter Christian Falk von der Bild-Zeitung in seinem neuen Buch berichtet, stand der 58-Jährige 2018 kurz vor einem Wechsel an die Säbener Straße.

Tuchel war nach seinem BVB-Aus im Sommer 2017 auf der Suche nach einer neuen Herausforderung und der FC Bayern stand wieder einmal unter der Führung von Jupp Heynckes. Der Tripple-Sieger von 2013 war den Bayern zur Hilfe geeilt, nachdem man sich nach einer deutlichen 0:3-Niederlage gegen PSG in der Gruppenphase der Champions League von Carlo Ancelotti getrennt hatte. Da Heynckes deutlich gemacht hatte, nur als Feuerwehrmann aushelfen und zum Ende der Saison in den wohlverdienten Ruhestand zurückkehren zu wollen, waren die Münchner also auf der Suche nach einem neuen Trainer.

FC Bayern: Tuchel nach Ancelotti-Aus Wunschkandidat - doch Hoeneß schritt ein

Karl-Heinz Rummenigge, der zu dieser Zeit noch Vorstandsvorsitzender bei den Bayern war, hatte sich bereits nach dem Ancelotti-Aus für eine Verpflichtung von Tuchel ausgesprochen und auch Sportdirektor Hasan Salihamidžić zeigte im Frühjahr 2018 starkes Interesse an dem Ex-BVB-Trainer. Die Pläne gingen den Berichten zu Folge so weit, dass Tuchel im Februar 2018 nach Grünwald gekommen war, um sich im Geheimen mit Salihamidžić zu treffen.

Nach dem Treffen soll auch der Sportdirektor der Bayern überzeugt von Tuchel gewesen sein. Dass eine Verpflichtung schlussendlich doch scheiterte, lag wohl vor allem an dem Einfluss des damaligen Präsidenten Uli Hoeneß. Der hoffte zu diesem Zeitpunkt noch darauf, Heynckes vom Weitermachen bei den Bayern zu überzeugen. Als Hoeneß feststellen musste, dass Heynckes seinen Hof samt Hund Cando der Säbener Straße vorzog, war es für eine Verpflichtung von Tuchel bereits zu spät.

FC Bayern: Beinahe-Transfer von Thomas Tuchel - Wiedersehen im CL-Finale

Tuchel ging zu PSG und bei den Münchnern folgte Niko Kovac auf Don Jupp. Der Kroate konnte zwar in seiner ersten Saison bei den Bayern das Double aus Meisterschaft und DFB-Pokal holen, wurde jedoch nach einer desaströsen 1:5-Niederlage gegen Frankfurt im darauffolgenden November entlassen. Es übernahm Kovacs Co-Trainer Hansi Flick, der nicht einmal ein Jahr später den CL-Titel mit den Bayern holen sollte – ausgerechnet gegen Thomas Tuchel. (fd)

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