tz-Experten-Kolumne

Jetzt ist der FC Bayern wach und giftig!

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Franz „Bulle“ Roth, Europapokalheld des FCB

München - Die Pleite gegen den KSC hat den FC Bayern wachgerüttelt, denkt Franz "Bulle" Roth. In seiner Experten-Kolumne schreibt der Europapokalheld, worauf es für den FC Bayern nun ankommt.

Na und? Dann haben die Bayern eben gegen Karlsruhe verloren, zu dieser Zeit ist so eine Pleite völlig normal! Wie alle anderen steckt auch der FC Bayern noch in der Vorbereitung auf die Rückrunde, die Spieler sind müde – da kommt so ein kleiner Stolperer eben mal vor. Fest steht aber auch: Er wird die Bayern wachgerüttelt und ein wenig giftig gemacht haben. Gut möglich also, dass der HSV am Freitag das ein oder andere Tor von den Bayern einfängt. 

Ob der Rest der Saison aber genauso erfolgreich wird wie 2013 unter Jupp Heynckes, hängt von anderen Faktoren ab. Zuallererst müssen die Bayern zusehen, dass sie die Rückserie im Gegensatz zu den vergangenen Jahren mit so wenig Verletzten wie möglich überstehen. Sind alle oder zumindest der Großteil der Spieler fit, können dem FCB national wie auch international nur ganz wenige Mannschaften ernsthaft Paroli bieten. 

Und seien wir ehrlich: Die Meisterschaft ist den Münchnern mit acht Punkten Vorsprung zu 99 Prozent sicher, der Pokal, auf den es ankommt, ist eben auch in diesem Jahr die Champions League. Hier eine Vorhersage zu treffen, ist allerdings schwierig. In der Königsklasse kommt es wie bei keinem anderen Wettbewerb auf verschiedenste Kleinigkeiten an. Tagesform, Glück, Verletzte – hier reicht schon ein schlechter Tag, und du bist weg vom Fenster. Juventus Turin ist da schon der erste Brocken, der den Bayern an einem guten Tag sehr gefährlich werden kann. 

Ich bleibe aber dabei: Sind die Schwergewichte fit, wird es für die Gegner ganz schwer. Costa, Coman, Ribéry, Robben – das sind die Spieler, die die gegnerischen Mannschaften über die Außenbahnen aufreißen und damit ungeheuer wertvoll sind für den FCB.

Ein Blick auf 2014 und 2015 reicht aber, um zu wissen, auf was es jetzt ankommt: Acht Punkte Vorsprung in der Meisterschaft sorgen natürlich dafür, dass der Druck nicht mehr der allergrößte ist. Den gilt es hochzuhalten, notfalls auch im Training.­

Franz "Bulle" Roth

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