Wörns, Gerland und Kainz loben Arbeit von Klose

„Davon können wir uns jetzt nichts kaufen“: Miro Klose nach U17-Halbfinal-Aus herb enttäuscht

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Miroslav Klose ist sehr enttäuscht nach dem Halbfinal-Aus gegen den 1.FC Köln

Auch im Rückspiel gegen den 1. FC Köln stellen sich Bayerns B-Junioren selbst ein Bein. Klose, Wörns, Gerland und Kainz mit gemischten Gefühlen nach dem bitteren Halbfinal-Aus. 

Köln - Es war ein schmerzhaftes Aus im Halbfinale um die bundesdeutsche Meisterschaft für die B-Junioren des FC Bayern München. Nach dem knappen 0:1 im heimischen Campus-Stadion kam die Mannschaft um Miroslav Klose im Rückspiel in Köln zwar mit 0:4 unter die Räder, aber in beiden Partien war eine rote Karte der Knackpunkt. Dabei konnten die Bayern-Youngster sogar noch mit einer relativ breiten Brust in die entscheidende Partie gehen, schließlich schafften sie es vor heimischem Publikum noch eine Stunde lang in Unterzahl unbeschadet zu bleiben, „hielten“ das 0:1 bis zum Schluss und damit vor der alles entscheidenden Begegnung alles offen

Wieder zu zehnt auf dem Platz, reichten dann die Körner in Köln nicht mehr. Roman Reichelt musste nach nicht einmal zwanzig Minuten wegen einer Notbremse vom Feld. Dann traf Marvin Obuz kurz vor der Halbzeit mitten ins bayerische Herz. Nach der Pause brachen die Dämme und der FC schenkte den Münchenern noch weitere drei Tore ein. Damit ist die Chance auf das ganz große Finale dahin. 

„Der entscheidende Faktor“: Bayern hadern mit Halbfinale in Unterzahl

An der Entscheidung des Referees hat keiner der Verantwortlichen etwas auszusetzen, dass man sich in beiden Spielen selbst schwächte, sorgt aber natürlich für Frust. Kapitän Manuel Kainz gibt auf der vereinseigenen Website Einblick in seine Stimmung: „Wir sind natürlich sehr enttäuscht! Die rote Karte hat das Spiel in eine andere Richtung gelenkt. In den ersten zwanzig Minuten waren wir sehr gut drin und haben das Spiel bestimmt. Auch in Unterzahl haben wir es bis zu Halbzeit gut gemacht, der Gegentreffer war dann aber leider der Knackpunkt.“ Und auch Jochen Sauer, Leiter des Nachwuchsleistungszentrums, hadert mit den Folgen des Platzverweises. „Es ist natürlich bitter, im Halbfinale auszuscheiden“, klagt er, „die erneute frühe rote Karte war leider der entscheidende Faktor.“

Tatsächlich traf der Feldverweis die Bayern im Rückspiel besonders heftig. „Nach so einer intensiven und langen Saison ist es mit einem Mann weniger einfach sehr hart“, erläutert Klose. Darüber hinaus steckte seinen Youngstern auch noch das Hinspiel in den Knochen: „Über beide Spiele gesehen waren wir mehr als ein Spiel in Unterzahl und dann noch mit einer solch jungen Mannschaft. Dafür haben es die Jungs sehr gut gemacht.“

„Einfache Fehler im Spielaufbau“: Wörns mit leiser Kritik am FC Bayern

Sogar ein Neutraler gesteht dem FC Bayern fehlendes Spielglück zu. DFB-U18-Coach Christian Wörns ließ sich das Finale nicht entgehen und tröstet Klose. „Die Bayern hatten natürlich Pech mit der roten Karte“, aber der ehemalige Dortmunder übt auch etwas Kritik, „danach haben sie einfache Fehler im Spielaufbau gemacht und wurden ausgekontert.“ 

Die Enttäuschung steht den Bayern dennoch ins Gesicht geschrieben: „Wir sind gut ins Spiel gekommen, bekommen dann aber früh die rote Karte“, ärgert sich auch Hermann Gerland, für den das aber noch nicht das Ende war: „Der frühe Gegentreffer nach der Halbzeit war dann entscheidend. Am Ende haben wir uns aufgegeben und 0:4 verloren. Schade, dass es nicht gereicht hat, man hat gesehen, dass mehr möglich ist.“

Auch Trainernovize Klose gibt gegenüber fcbayern.com zu: „Die Enttäuschung ist groß.“ Und das, obwohl der Rekordmeister sich selbst, ungewohnter Weise, nicht zum Favoritenkreis zählen wollte. Schon der umkämpfte Meistertitel in der Südstaffel gegen den großen Konkurrenten aus Hoffenheim galt beim FC Bayern als klarer Erfolg. „Es mit diesem jungen Team in die Endrunde zu schaffen, hat vor der Saison keiner erwarten können. Die Jungs haben sich super entwickelt und werden aus diesen Niederlagen lernen können“, lobt NLZ-Chef Sauer seine B-Jugendlichen und das Trainerteam um Klose.

„Davon können wir uns jetzt nichts kaufen“: Klose auch trotz viel Lob enttäuscht

Christian Wörns stößt in dasselbe Horn wie Jochen Sauer. „Man darf nie vergessen, dass Bayern mit sechs 2003er-Jahrgängen gespielt hat. Ein Jahr ist in der U17 schon ein großer Unterschied“, attestiert er dem Weltmeister ebenfalls eine gute Trainerleistung, „das Ergebnis ist das eine, aber auch die Ausbildung ist bei der U17 sehr wichtig. Da ist Miro auf einem sehr guten Weg.“ Warme Worte für den Bayern-Coach, die ihn allerdings nicht vom bitteren Ausscheiden ablenken können: „Wir haben mehr erreicht als erwartet, aber davon können wir uns jetzt nichts kaufen. Es wäre mehr drin gewesen“, trauert Klose dem verpassten Finale nach. 

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