Deutliche Aussagen des FCB-Präsidenten

Hoeneß über 1860-Auszug: „Die Blaskapelle ist im Anmarsch“

Uli Hoeneß hat sich am Rande der Präsentation des neuen Performance-Partners des FC Bayern erneut zum Auszug des TSV 1860 aus der Allianz Arena geäußert. Zudem bestätigte er, dass ein Spieler den Klub verlassen wird - wenn die Ablöse stimmt.

München - Die Bayern schwitzen seit drei Tagen mit einem Rumpf-Kader für die neue Saison. Nun hat sich auch FCB-Präsident Uli Hoeneß am Rande der Präsentation von Siemens als neuen Performance-Partner (die Unterstützung soll sich auf fünf Millionen Euro belaufen) zu Wort gemeldet – mit gewohnt deutlichen Aussagen! So plant der Patron die neue Bayern-Saison.

Auszug der Löwen aus Arena fix: Dass der TSV 1860 München nach dem Abstieg in die Regionalliga künftig im Grünwalder Stadion und nicht mehr in der Allianz Arena spielen will, ist hinlänglich bekannt. Die Bayern werden dem Stadt-Rivalen keine Steine in den Weg legen. „Ich bin jetzt nicht ganz genau informiert, dass macht Jan-Christian Dreesen bei uns. Ich gehe aber davon aus, dass 1860 in der nächsten Saison im Grünwalder Stadion spielen wird. Wir haben ja immer gesagt, dass wir dann die Blaskapelle bestellen – und die ist schon im Anmarsch!“

Weitere Transfers nicht ausgeschlossen: Trainer Carlo Ancelotti hatte am Samstag gesagt, dass der Verein bereit sei, noch ein oder zwei Neuzugänge zu verpflichten – wenn sich gute Möglichkeiten ergeben. Wenn nicht, sei der Kader auch stark. Auch Hoeneß schließt weitere Transfers nicht aus: „Wenn Carlo Ancelotti das so gesagt hat, hat er sicherlich recht. Aber der Kader ist auch jetzt schon gut genug. Beide Optionen sind möglich.“

In diesem Zusammenhang schließt der Präsident Verpflichtung von Arsenal-Angreifer Alexis Sanchez aus. Die Sache sei laut Hoeneß im Moment nicht sehr heiß. Gehälter von über 20 Millionen Euro, die bei Sanchez kolportiert werden, seien für den FCB quasi nicht darstellbar.

Mehr Geduld mit Talenten: Mit Correntin Tolisso, Serge Gnabry und Niklas Süle haben die Münchner drei Talente für die Zukunft verpflichtet. Nun fordert Hoeneß, mehr Geduld bei jungen Spielern. Das beste Beispiel sei Joshua Kimmich. „Ich bin sehr glücklich, dass Carlo Ancelotti dem Karl-Heinz Rummenigge und mir nach der Saison gesagt hat, dass er fest vor hat, den Joshua jetzt fest auf der rechten Verteidiger-Position zu integrieren. Mit diesem Selbstvertrauen ist er offensichtlich auch in den Confed Cup gegangen und das Ergebnis hat man gesehen“, so Hoeneß.

Vor allem auf 41-Millionen-Mann Tolisso ist der 65-Jährige sehr gespannt und zuversichtlich: „Ich habe mich sehr genau über den Herrn Tolisso erkundigt und da habe ich auch gute Informationen bekommen. Ich neige auch dazu, mal etwas zu probieren und nicht immer die etablierten Namen zu kaufen, die bis zu 80 Millionen kosten und möglicherweise auch schon 28 Jahre alt sind.“

Rasta-Flop Renato Sanches hält Hoeneß (noch) die Stange: „Ich plädiere ehrlich gesagt dafür, dass ein Jahr noch zu probieren. Er hat letztes Jahr die EM hinter sich gehabt, konnte sich nicht gut vorbereiten und war auch ziemlich lange verletzt.“

Douglas Costa kann gehen: Anders als der junge Sanches, hat der Brasilianer keinen guten Stand mehr beim Präsidenten. „Wenn ein Verein kommt, der die Summen bezahlt, die Karl-Heinz Rummenigge aufgerufen hat, dann wird er weg gehen. Wir haben viel Geld für ihn bezahlt, deswegen wollen wir auch jetzt mehr haben.

Unterstützung für Kingsley Coman: Weil er seine Ex-Partnerin tätlich angegriffen haben soll, hat der 21-Jährige in Frankreich Ärger mit der Polizei. Der FCB unterstützt seinen Spieler. „Ich weiß, dass sich die Leute im Klub sehr um Coman kümmern und der Junge wird auch in diesem Fall nicht im Regen stehen gelassen“, kündigt Hoeneß an.

Meisterschaft reicht: Im ersten Jahr nach dem Umbruch reicht dem FCB-Patron die Meisterschaft: „Wir sind vor einem Umbruch, und den kann man nur machen, wenn man die Mannschaft nicht zu sehr unter Druck setzt. Wenn wir Meister werden, wäre ich schon sehr zufrieden.“

Manuel Bonke

Rubriklistenbild: © dpa

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