Die Tour im Rückblick

FCB in den USA: Acht Tage, 19.103 km und ein Gewinner…

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Gianluca Gaudino und David Alaba im Spiel gegen Chivas Guadalajara.

München - Der US-Trip des FC Bayern ist zu Ende. Die Stars sind zurück in München. Trainer Pep Guardiola zeigt sich zufrieden, die Weltmeister sind müde und ein Youngster lacht. Ein Rückblick:

Acht Tage in den Staaten sind vorbei und man kann zweifelsohne sagen, dass der FC Bayern einen bleibenden Eindruck hinterlassen hat. So gut wie halb Portland läuft mittlerweile in roten Trikots durch die Avenues und Streets der Stadt, die meisten können sogar Schweinsteiger aussprechen, ohne sich dabei die Zunge zu verknoten. Was vor nicht allzu langer Zeit undenkbar gewesen wäre, ist heute pure Realität: Der FCB ist angekommen im Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Die Büroeröffnung mitten im Big Apple, die Testkicks gegen Chivas Guadalajara und die MLS-Allstars sowie die zahlreichen Marketingtermine haben dazu geführt, dass der handelsübliche Ami mit dem Begriff Munich mittlerweile mehr verbindet als nur das Oktoberfest. Ebenfalls wichtig: Das Pep-Team fand optimale Bedingungen vor und konnte sich abseits des ganzen Medien-Wahnsinns auch (in Anbetracht der Umstände) optimal auf die neue Saison vorbereiten. „Alle Ziele wurden erreicht“, sagte Bayerns Marketingvorstand Jörg Wacker. Kann man wohl so sagen.

Einfach war es allerdings nicht. Bei insgesamt 48 (!) Terminen in acht Tagen blieb Guardiola nicht gerade viel Zeit, um seine Mannschaft pünktlich zum Supercup am kommenden Mittwoch auf Betriebstemperatur zu bringen. Jetlag in den Beinen, WM-Fahrer noch im Urlaub und ein Sponsorentermin nach dem anderen – ganz so schlimm wie erwartet wurde es dann aber doch nicht. Kaum hatte das Pep-Team den hektischen Big Apple hinter sich gelassen, konnten sie auf dem Trainigsgelände der Uni Portland zweimal pro Tag in Ruhe trainieren – wenn nötig natürlich auch unter Ausschluss der Fans. Holger Badstuber jedenfalls war begeistert: „Die Bedingungen sind großartig!“

Schweinsteiger: "Das ist ein bisschen unglücklich gelaufen"

Doch während Green, Ribéry und Lewandowski ein Autogramm nach dem anderen gaben, machte innerhalb des Team jemand ganz anderes auf sich aufmerksam: Gianluca Gaudino! Nach knapp einem Monat Training ist das 17-jährige Juwel bislang der große Gewinner der Vorbereitung. Auch in den USA zeigte er bei jeder Einheit, dass er eines Tages auch in die Fußstapfen eines Bastian Schweinsteigers treten kann. Pep Guardiola jedenfalls traut ihm das zu: „Er ist im Kopf schneller als der Rest“, schwärmte der Spanier über den Sohn von Ex-Profi Maurizio Gaudino.

Alles in allem ein perfekter Trip also – wäre da nicht der Reise-Wahnsinn für die WM-Urlauber gewesen. Lahm, Schweinsteiger & Co. wurden für gerade 15 Minuten Spielzeit gegen die Allstars eingeflogen, um unmittelbar nach dem Spiel mit dem Tross wieder zurück nach München aufzubrechen. „Das ist ein bisschen unglücklich gelaufen“, gab selbst Schweinsteiger zu. Am Ende ging aber alles gut. Die WM-Stars spielten vor ihren US-Fans, verletzten sich dabei nicht und alle waren glücklich. Bye, America! Hello Bundesliga!

J. C. Menzel Lopez

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