Nach dem Terror von Paris und Hannover

FCB verschärft Kontrollen - Fans verzichten auf Pyro

+
Der FC Bayern wird seine Sicherheitskontrollen an der Allianz Arena verschärfen.

München - Der FC Bayern wird nach den Anschlägen von Paris und der Terrorwarnung in Hannover bei seinen Heimspielen auf die neue Sicherheitslage reagieren.

In Abstimmung mit der Polizei wird es in der Allianz Arena zusätzliche und veränderte Sicherheitsvorkehrungen geben. "Wir stehen in engem Kontakt mit DFL und DFB und den für die Sicherheit zuständigen Behörden. Ich kann bestätigen, dass es künftig intensivere und umfassende Personenkontrollen geben wird", erklärte Jan-Christian Dreesen, der als stellvertretender Vorstandsvorsitzender des deutschen Fußball-Rekordmeisters für das Thema Sicherheit zuständig ist. Viele Fans fragten sich nach den Vorkommnissen: Wie sicher ist die Allianz Arena?

"Zu weiteren Details möchte ich mich mit Rücksicht auf das mit den Behörden abgestimmte Sicherheitskonzept nicht äußern. Unsere Fans und alle Zuschauer bitten wir um Verständnis dafür, dass es am Einlass zu Verzögerungen kommen kann", erklärte Dreesen. Der FC Bayern folgt mit seiner Reaktion auch den Empfehlungen von Polizei und Innenministerium. Der Club steht seit den Anschlägen von Paris in einem ständigen Austausch mit den für Sicherheit in der Allianz Arena zuständigen Behörden. Die Vorfälle der vergangenen Tage hätten "auch den FC Bayern München nachdrücklich beschäftigt", hieß es in der Mitteilung vom Donnerstagmorgen.

Club Nr. 12: "Bei uns sind alle äußerst sensibilisiert"

Doch auch das anstehende Liga-Spiel der Bayern auf Schalke am Samstag Abend (18.30 Uhr) steht im Fokus. Auf eines können sich die Roten aber verlassen: Die mitreisenden Fans des Rekordmeisters werden auf Pyrotechnik und Böller verzichten. "Wir stehen dem unkontrollierten Abbrennen generell sehr kritisch gegenüber. In der Südkurve in München ist das tabu", erklärte Wolfgang Martin, Sprecher der Fan-Vereinigung Club Nr. 12 der Welt. "Gerade in diesen Tagen ist es generell noch weniger angebracht. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Bayern-Fan am Wochenende einen Knallkörper zündet. Damit riskiert er einen Spielabbruch und würde seinem eigenen Verein schaden. Ich denke, bei uns sind alle nach den Geschehnissen der vergangenen Tage äußerst sensibilisiert."

Das nächste Heimspiel der Münchner steht am Dienstag in der Champions League gegen Olympiakos Piräus an. In der Bundesliga ist am 28. November Hertha BSC zu Gast.

fw/dpa

Auch interessant

Mehr zum Thema:

Meistgelesen

Analyse: Darum bröckelt der Mythos Thomas Müller
Analyse: Darum bröckelt der Mythos Thomas Müller
Exklusiv: So steht Griezmann wirklich zu einem Wechsel
Exklusiv: So steht Griezmann wirklich zu einem Wechsel
Chancentod Lewandowski? Der Pole verballert die meisten Großchancen 
Chancentod Lewandowski? Der Pole verballert die meisten Großchancen 
Ticker: Bayern-U19 verliert dramatisches Elferschießen
Ticker: Bayern-U19 verliert dramatisches Elferschießen

Kommentare