Reicht der aktuelle Kader aus?

Was reißen die Bayern diese Saison? Sieben Experten reden Klartext

FC Bayern München - Meisterfeier
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Was reißt der FC Bayern diese Saison? 

Starke Konkurrenz, dünner Kader - dem FC Bayern steht keine leichte Saison bevor. Für die tz machen sieben Experten, darunter Lothar Matthäus und Wolff Fuss, eine klare Ansage.  

München - Endlich wieder Bundesliga! Der FC Bayern strebt unter Trainer Niko Kovac seine achte Meisterschaft in Folge an. Doch reicht der aktuelle Kader dafür aus? Ist Niko Kovac der richtige Trainer? Und wer ist diese Saison der größte Konkurrent im Kampf um die Schale? Fragen über Fragen – die tz hat sieben Experten um Klartext gebeten. Hier lesen Sie das Ergebnis.

Welche ­Erwartungen haben Sie diese ­Saison an Bayern-Trainer Niko Kovac und sein Team?

Alexis Menuge (43), Sportjournalist und Buchautor: Niko Kovac steht in meinen Augen trotz des Doubles nach wie vor unter Druck. Der Gradmesser ist nämlich die Champions League. Ich bin sehr gespannt, wie er sich taktisch weiterentwickelt und ob man endlich seine Handschrift sieht. Er ist noch jung, er kann noch lernen. Aber diese Saison muss er in der Champions League liefern – das Viertelfinale muss das Mindestziel für den FC Bayern sein. Ich hoffe, dass wir nach dieser Saison sagen können: Es gibt ein klares Kovac-System, so wie es bei Louis van Gaal oder Pep Guardiola war. Das kann ich bisher noch nicht erkennen.

Lothar Matthäus (58), Sky-Experte und Rekord-Nationalspieler: Weiterentwicklung ist immer gut – auch bei Niko Kovac und dem FC Bayern. Er hat sich in seinem ersten Jahr auf alle Fälle weiterentwickelt und das Double geholt. Gerade in der Rückrunde war es zwischen Mannschaft und Trainer ein Miteinander, ein Schritt aufeinander zu. 

Hansi Gehrlein (52), Fanclub-Vorsitzender „13 Höslwanger“: Generell finde ich, dass Niko Kovac gut als Trainer zum FC Bayern passt. Seine Art kommt gut an und ich würde mir wünschen, dass er erfolgreich an seiner Idee vom Fußball weiter arbeiten kann. Dass man als Trainer des besten und größten Fußballklubs Deutschlands stets unter kritischer Beobachtung steht, finde ich völlig normal. Manchmal braucht man auch etwas Glück und das wünsche ich ihm, wenn er schwierige Entscheidungen treffen muss.

Justin Kraft (26), Blogger und Buchautor: Ich würde diese Frage etwas auf das gesamte Trainerteam dehnen: Mit der Hinzunahme von Assistent Hansi Flick erwarte ich mir ein besseres Verständnis für die taktischen Probleme im Mittelfeldzentrum, im Aufbauspiel und im letzten Drittel. Die Vorbereitung hat dahingehend ein paar positive Aspekte gezeigt, aber der Weg ist weit. Nur mit individueller Klasse wird Niko Kovac und seinem Trainerteam das Double nicht noch mal gelingen.

Wolff-Christoph Fuss (43), Sky-Kommentator: Dass er an sein erfolgreiches erstes Jahr anknüpft. Niko Kovac hat mit dem Double alles gewonnen, was man realistischerweise von ihm erwarten konnte. Und ich habe daher größten Respekt davor, mit welcher Gelassenheit und Souveränität er dann in der Rückrunde durchmarschiert ist. Niko Kovac hat nachgewiesen, dass er unter Druck funktioniert – und das ist eine der Kernkompetenzen eines Bayern-Trainers.

Constantin Eckner (29), Taktik-Experte bei spielverlagerung.de: Ich erhoffe mir, dass Niko Kovac während der Saison auch mal zwischen seinen beiden Systemen (4-2-3-1 und 4-3-3) wechselt und nicht nur eine Formation durchzieht. Dann kann er seine Spieler auch gleich in neuen Rollen ausprobieren. Warum nicht einfach mal Renato Sanches auf der Zehner-Position oder als Rechtsaußen spielen lassen? Oder Joshua Kimmich im Mittelfeld? Daran muss sich Kovac in dieser Saison messen lassen, weil sein Kader ja auch bekanntlich – Stand jetzt – nicht der größte ist und nicht jede Position doppelt besetzt ist. Für Kovac wird es auf alle Fälle eine richtungsweisende Spielzeit.

Alexander Fischer (33), Pressesprecher Club Nr. 12: Ich hoffe, dass Kovac nach den Abgängen von Hummels, Ribéry und Robben schnell eine Struktur ins Team bekommt. Die zweite Baustelle: Wir hatten in der letzten Saison zu oft wenig Ideen im Spiel nach vorne.

Ist der ­aktuelle Bayern-Kader nach der Sané-Verletzung stark genug für drei Wettbewerbe?

Alexis Menuge (43), Sportjournalist und Buchautor: Mit Perisic braucht der FCB bis zum 2. September noch vier neue Spieler. Erst dann ist der Kader bereit für drei Wettbewerbe, ansonsten wird es richtig schwer. Im internationalen Vergleich sehe ich - Stand heute - Barça, Juve, ManCity und Liverpool vorne. Dann kommt Bayern auf einem Level mit Paris, Tottenham und Real. Ich hätte auch noch einen Innenverteidiger geholt, weil Boateng das Niveau von 2014 nicht mehr erreicht.

Lothar Matthäus (58), Sky-Experte und Rekord-Nationalspieler: Ich bin da bei Manuel Neuer, Robert Lewandowski und Niko Kovac: Bayern braucht noch zwei Spieler, die ihnen sofort weiterhelfen. Darum finde ich den Perisic-Transfer auch sehr sinnvoll. Alphonso Davies und Fiete Arp sind noch nicht so weit, auch wenn sie Potenzial für die Zukunft haben.

Hansi Gehrlein (52), Fanclub-Vorsitzender „13 Höslwanger“: Der FCB hat in den vergangenen Jahren bewiesen, dass er immer einen sehr starken Kader hat. Die eine oder andere Ergänzung wird noch kommen und dann werden wir in allen drei Wettbewerben auch wieder eine wichtige Rolle spielen. In der Bundesliga sowieso und auch international mache ich mir da keine großen Sorgen. Obwohl man der jungen Truppe da auch ein bisschen Zeit geben muss, um sich zu entwickeln. Der Umbruch ist in vollem Gange und da kann es auch mal den einen oder anderen Durchhänger geben. Das wäre völlig normal.

Justin Kraft (26), Blogger und Buchautor: Aktuell nicht! Bayern braucht mindestens einen Flügelspieler auf dem Niveau von Coman oder Gnabry. Darüber hinaus brauchen sie einen kreativeren Spieler im Zentrum. Thiago ist im Normalfall ein herausragender Sechser, ein weiterer tiefer Spielmacher könnte es Thiago erlauben, auf die Acht zu rücken.

Wolff-Christoph Fuss (43), Sky-Kommentator: Für die Bundesliga ist der momentane Kader auf alle Fälle gut genug, vorausgesetzt, der FC Bayern bleibt von vielen Verletzungen verschont. Die erste Elf ist auch im internationalen Vergleich sehr stark und meiner Meinung nach gehören die Münchner darum immer noch zu den Top-Acht-Teams in Europa. Dann wird es aber eng, darum wäre es schon gut, wenn sich der FCB auf der einen oder anderen Position noch verstärkt. Marc Roca wäre aus meiner Sicht ein sehr interessanter Spieler, der gut nach München passen würde.

Constantin Eckner (29), Taktik-Experte bei spielverlagerung.de: Im Moment sucht der Verein in einer öffentlichen Versuchsanordnung nach einer neuen Transferphilosophie. Die Preise für die absoluten Giganten will oder kann man nicht bezahlen. Und akzeptieren, dass es wie beim BVB eher Rohdiamanten sind, die vielleicht etwas Zeit und Fantasie brauchen, wollen die Bayern auch nicht. Aber sie werden trotz dieser Zwickmühle schon noch zwei, drei Verstärkungen holen, um den Kader breit genug aufzustellen.

Übrigens bleibt das Bundesliga-Transferfenster dieses Jahr länger offen als üblich - aufgrund dieser besonderen Konstellation.

Alexander Fischer (33), Pressesprecher Club Nr. 12: Aktuell ist er aus meiner Sicht zu klein. Gerade auf den Außen sind wir noch recht dünn besetzt, rechnet man die Verletzungsanfälligkeit von Coman mit ein. Beim Supercup gegen Dortmund saßen am Ende noch die Torhüter Hoffmann und Ulreich sowie Arp, Singh und Johansson auf der Bank. Das wäre in der entscheidenden Saisonphase riskant. Auf der anderen Seite wäre es eine Chance für die jungen Spieler, wie einst unter Louis van Gaal die ersten großen Schritte zu machen. Damit würde man aber das Risiko eingehen, mal nicht Meister zu werden.

Hand aufs Herz: Was reißt der FC Bayern in dieser Saison vor allem im Hinblick auf das Abschneiden in der Königsklasse?

Alexis Menuge (43), Sportjournalist und Buchautor: Ich glaube, dass der FC Bayern zum achten Mal in Folge Deutscher Meister wird. Im DFB-Pokal werden die Münchner nach dem Titelgewinn in der letzten Saison jetzt das Halbfinale erreichen. In der Champions League kommt der FCB dieses Jahr bis ins Viertelfinale. Mit Blick auf den Meisterschaftskampf in der Bundesliga schwärmen viele von Borussia Dortmund. Ich sehe die aber noch nicht so weit, weil sich im Laufe der Saison sicher wieder zwei, drei wichtige Spieler verletzen werden.

Lothar Matthäus (58), Sky-Experte und Rekord-Nationalspieler: Die Meisterschaft wird auch in dieser Saison nur über den FC Bayern gehen, da bin ich mir sicher. Im DFB-Pokal braucht man hingegen das nötige Glück - ein schweres Los und parallel eine schwache Tagesform und schon kann es ganz schnell vorbei sein. Und wenn wir den Blick auf die Königsklasse richten: Es sind meiner Meinung nach heuer insgesamt acht Mannschaften, die in der Champions League um den Sieg mitmischen wollen und werden - und Bayern ist eine davon.

Hansi Gehrlein (52), Fanclub-Vorsitzender „13 Höslwanger“: Die Deutsche Meisterschaft geht nur über den FC Bayern! Im Pokal braucht man ein bisschen Losglück, aber da ist man auch immer Favorit. Die Champions League ist hingegen schlecht planbar. Wenn mal die ganz großen Mannschaften kommen, kann man schnell mal ausscheiden. Da ist das Eis sehr dünn und man braucht immer eine sehr gute Tagesform. Ich würde sagen: Hauptsache die Gruppenspiele gut überstehen und dann abwarten, was im Achtel- oder Viertelfinale kommt. Da muss man einfach von Spiel zu Spiel schauen.

Justin Kraft (26), Blogger und Buchautor: Das ist wie immer schwer zu beurteilen. Um das Double zu wiederholen, braucht es wie gesagt eine klare Steigerung in der Konstanz der Leistungen, aber auch in der Spitze der Leistungen. Die Konkurrenz ist stärker geworden und schon die Meisterschaft wird in dieser Spielzeit eine große Herausforderung. Trotzdem muss es der Anspruch sein, mindestens die Bundesliga zu gewinnen. Die beiden Pokale sind der Bonus. Dort entscheiden zu viele Kleinigkeiten, als dass es möglich wäre, eine Vorhersage zu treffen.

Wolff-Christoph Fuss (43), Sky-Kommentator: National werden die Bayern auch in dieser Spielzeit wieder um die beiden Titel in Bundesliga und DFB-Pokal mitspielen. Und die Champions League mit Europas Neureichen bleibt weiterhin eine Wundertüte, in der wirklich alles passieren kann. Zum ganz engen Favoritenkreis, wie noch vor drei, vier Jahren, gehört der deutsche Rekordmeister für mich aber nicht mehr. Da sehe ich den FC Barcelona, Juventus Turin und dann eigentlich alle englischen Klubs vorne. Etwas dahinter kommen Paris Saint-Germain und die Bayern.

Constantin Eckner (29), Taktik-Experte bei spielverlagerung.de: Wenn alles gut läuft, traue ich den Bayern dieses Jahr das Halbfinale in der Champions League zu. Dafür braucht es aber auch das hinlänglich bekannte Losglück. Und die Münchner müssen sich dann vor allem im Frühling in Top-Form präsentieren - das war vergangene Saison nicht der Fall. Die Meisterschaft geht nur über Bayern.

Alexander Fischer (33), Pressesprecher Club Nr. 12: In Meisterschaft und Pokal sehe ich nur einen Konkurrenten: Borussia Dortmund. Ich halte beide Titel für möglich, es könnte noch schwerer werden als im Vorjahr. In der CL überstehen wir die Vorrunde, dann hängt dann viel von Auslosung und Tagesform ab.

Welche Klubs ­werden in der ­Bundesliga die ­härtesten Münchner Konkurrenten?

Alexis Menuge (43), Sportjournalist und Buchautor: Neben dem BVB sind Leverkusen und Leipzig gut bestückt, aber auch die werden mit der CL-Belastung Probleme haben. Die Bundesliga wird für den FC Bayern einfach genug bleiben. Ich glaube, dass auch Gladbach in der Hinrunde eine gute Rolle spielt, es wie zuletzt aber in der Rückrunde schwerer hat.

Lothar Matthäus (58), Sky-Experte und Rekord-Nationalspieler: Für Sky bin ich als Experte am Samstag beim Topspiel zwischen Gladbach und Schalke ohnehin im Westen von Fußball-Deutschland. Dort ist mit Borussia Dortmund der größte Titelkonkurrent der Bayern ja gleich ums Eck. Der BVB hat sich gut verstärkt. Gleiches gilt für RB Leipzig.

Hansi Gehrlein (52), Fanclub-Vorsitzender „13 Höslwanger“: Dortmund, Leverkusen und RB Leipzig mit Julian Nagelsmann. Außerdem bin ich mir sicher, dass es wieder eine oder zwei Überraschungen unter den Top-Teams geben wird. Ich glaube, es könnte in dieser Spielzeit wieder eine sehr spannende Saison werden.

Justin Kraft (26), Blogger und Buchautor: Das wird natürlich vor allem Borussia Dortmund sein. Die Meisterschaft wurde schon in der vergangenen Saison erst am letzten Spieltag entschieden und der BVB ist eher stärker geworden. Sie haben ihre Ansprüche auch selbst offensiver formuliert. Bayern muss sich ordentlich strecken, um diesen Erfolg zu wiederholen. Zumal auch Mannschaften wie Leverkusen, Gladbach oder Leipzig nicht zu unterschätzen sind. Unter dem Radar haben diese Klubs gute Karten auf eine Überraschung.

Wolff-Christoph Fuss (43), Sky-Kommentator: Ein anderer Tipp als Dortmund wäre doch recht exotisch. Ich glaube, dass sich der BVB und die Bayern wieder ein Kopf-an-Kopf-Rennen bis zum Schluss liefern werden - mit unklarem Ausgang. Die Dortmunder haben klug eingekauft, der Kader ist sehr breit aufgestellt. Außerdem bin ich gespannt auf Leipzig. Julian Nagelsmann hat einen sehr klaren Plan - und ein richtig gutes Team.

Constantin Eckner (29), Taktik-Experte bei spielverlagerung.de: Dortmund hat im Vergleich zu Bayern zwar nicht die bessere erste Elf, aber einen stärkeren Kader. Darum sind sie erneut FCB-Jäger Nummer eins. RB Leipzig hat keine Leistungsträger abgegeben und aufgerüstet. Trainer Julian Nagelsmann könnte zum Titelfaktor werden.

Alexander Fischer (33), Pressesprecher Club Nr. 12: Wie schon geschrieben: Dortmund. Die Teams dahinter - Leverkusen und Leipzig - werden eine Zeit lang mithalten, dann aber abreißen lassen müssen. Spannend wird sicher sein, ob Nagelsmann es schafft, dass seine Mannschaft nicht so offen steht wie Hoffenheim letzte Saison teilweise. Und ob Bosz noch eine gute Saison hinlegen kann. Mit Brandt hat Leverkusen einen extrem guten Mann verloren, Havertz aber bleibt. Er ist für mich einer der künftigen Top-Spieler der Liga. Ich hätte ihm den nächsten Schritt - gerne auch beim FCB - zugetraut.

Uli Hoeneß legt sein Präsidenten-Amt wohl nieder - können Sie sich einen FCB ohne ihn vorstellen?

Alexis Menuge (43), Sportjournalist und Buchautor: Auf jeden Fall! Ich war schon überrascht, dass er nach dem Gefängnis zurückgekommen ist. Uli Hoeneß hat seine Nachfolge schon geregelt - mit Herbert Hainer. Er wird im Hintergrund weiter dabei sein. Sich komplett von Bayern trennen, das kann er nicht. Die Zukunft wird zeigen, ob es für ihn der richtige Zeitpunkt war, aufzuhören.

Lothar Matthäus (58), Sky-Experte und Rekord-Nationalspieler: Ich kann mir den FC Bayern so vorstellen, wie er in den nächsten Jahren aufgestellt sein wird. Und da gehört Uli Hoeneß, wie es aktuell aussieht, ja noch dazu.

Hansi Gehrlein (52), Fanclub-Vorsitzender „13 Höslwanger“: Bayern ohne Uli Hoeneß kann ich mir im Moment nicht vorstellen. Ich wünsche ihm, dass er eine gute Entscheidung trifft. Für mich bleibt er immer das Herz und Gesicht des FCB.

Justin Kraft (26), Blogger und Buchautor: Ja! Er hat den FC Bayern geprägt wie kein anderer und der heutige Erfolg ist ihm zu verdanken. Aber es ist einfach an der Zeit für einen Generationenwechsel. Und den wünsche ich mir schon länger. Das wird ein sehr interessanter und spannender Übergang in eine neue Zeitrechnung. Obwohl Hoeneß eine der wichtigsten Persönlichkeiten in der Geschichte des FCB ist, ist er aber nicht größer als der Klub. Der wird auch ohne ihn (erfolgreich) weiterexistieren.

Wolff-Christoph Fuss (43), Sky-Kommentator: Es gibt keinen zweiten Klub, der so von einer Person geprägt wurde wie Bayern von Uli Hoeneß. Maximal Manchester United von Sir Alex Ferguson. Bayern ohne Hoeneß, das ist fast wie die katholische Kirche ohne Papst. Ich glaube nicht, dass sein möglicher Abgang auf einen Schlag alle aktuellen FCB-Probleme lösen würde.

Constantin Eckner (29), Taktik-Experte bei spielverlagerung.de: Als Uli Hoeneß seine Haftstrafe absaß, gab es in gewisser Weise bereits einen FCB ohne ihn. Auch in dieser Zeit hat der Klub funktioniert. Aber klar ist es schwer, sich Bayern und die gesamte Bundesliga ohne Hoeneß vorzustellen. Ich finde er war in letzter Zeit ohnehin nicht so präsent wie früher.

Alexander Fischer (33), Pressesprecher Club Nr. 12: Ja, das kann ich. Und ich würde es auch für gut halten. Uli Hoeneß hat ernorme Verdienste um den FC Bayern. Er hat den Klub seit 1979 entscheidend geprägt und - mit seinen Mitstreitern - viel dafür getan, dass der Verein enorme Erfolge feiern konnte. Trotzdem wäre es nun an der Zeit, zu gehen. Nicht erst die letzte JHV hat gezeigt, dass er eben auch bei den eigenen Fans nicht mehr unumstritten ist und sein - nennen wir es offensives - Auftreten teils aus der Zeit gefallen wirkt.

Uli Hoeneß hofft, dass der Fußball künftig von Global-Player-Firmen profitieren könnte. Außerdem spricht er über die mögliche Transfersumme von Leroy Sané.

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