„Bayern ist wie ein Ferrari-Motor“

Was passiert wenn der FCB wieder nicht siegt? Hitzfeld hat Vermutung

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Ottmar Hitzfeld sieht die Krise beim FC Bayern gelassen.

Ottmar Hitzfeld kennt den FC Bayern wie kaum ein anderer. Doch wie steht er zu der aktuellen Krise beim FCB und was rät er seinem ehemaligen Arbeitgeber?

München - Er hat die Champions League als Trainer sowohl mit Borussia Dortmund als auch mit dem FC Bayern gewonnen und er ist zweimaliger Welt-Trainer des Jahres. Wenn ein externer Experte etwas zu der „Mini-Krise“ der Münchner sagen kann, dann Trainer-Legende Ottmar Hitzfeld. Nach dem 1:1-Remis gegen Ajax Amsterdam in der Champions League am Dienstag ist der FCB seit nun drei Spielen in Folge ohne Sieg. Dennoch steht der Trainer Niko Kovac für Hitzfeld nicht in Frage. 

Ottmar Hitzfeld: „Bayern München ist wie ein Ferrari-Motor“ 

Im Interview mit Sport1 spricht der 69-Jährige davon, dass die Bayern aktuell nicht in einer Krise sind, sondern schlicht eine gewisse Verunsicherung herrsche. Doch wie kommt es dazu? „Bei einer Spitzenmannschaft ist das immer möglich, weil sie ein sensibles Gebilde ist. Bayern München ist wie ein Ferrari-Motor. Da muss jedes Schräubchen passen. Wenn dann irgendwo was fehlt, kann das Große und Ganze nicht funktionieren. Und derzeit sind es eben Kleinigkeiten, die im Spiel der Bayern nicht passen“ , verrät Hitzfeld. 

Schließlich seien auch die Top-Stars nur Menschen mit Gefühlen. „Jeder hat aktuell ein bisschen mit sich selbst zu kämpfen“, meint der ehemalige Bayern-Coach. Durch die Verunsicherung funktioniere dann auch das Passspiel nicht mehr hundertprozentig. „Und wenn das Timing nicht stimmt, kommt auch kein Spielfluss auf. Ich glaube aber nicht, dass es mit der Kreativität zu tun hat. Die Bayern haben ja in den ersten sechs Spielen souverän gezeigt, dass sie das in sich haben“, rechnet Hitzfeld mit einer baldigen Wende. 

Wackelt Kovac bei einer Niederlage gegen Gladbach? 

Dass an der Säbener Straße schon ordentlich Feuer unterm Dach ist, wie zuletzt zu vernehmen war, glaubt Hitzfeld nicht. Nach seiner Ansicht wäre das auch nicht gerechtfertigt. „Niko Kovac wird die richtigen Worte finden. In so einer Situation brauchen die Spieler auch die Unterstützung vom Trainer und keine Kritik. Sie wissen genau, dass sie zurzeit nicht so gut spielen und auf dem Level sind, auf dem man sein könnte. Das sieht man ja auch an der Kritik der Spieler, denn die Bayern haben auch selbstkritische Spieler. Jetzt helfen nur Erfolgserlebnisse in Form von Siegen“, ist sich Hitzfeld sicher. 

Doch was geschieht, wenn der FCB auch am Samstag gegen Gladbach (18.30 Uhr) nicht gewinnt? Wird Kovac wackeln? „Nein, da passiert sicher nichts. Kovac wird nicht in Frage gestellt. Aus meiner Sicht gibt es auch keinen Ansatz von Kritik an ihm. Bayern hat jetzt zwar geschwächelt und auch in Berlin verloren. Das kann aber passieren“, gibt sich der Welt-Trainer gelassen. Eine Gelassenheit, die Niko Kovac aktuell nicht mehr haben dürfte. 

Video: Effenberg rät dem FC Bayern zu Alternativen für diese Stars

Der ehemalige Bayern-Profi Stefan Effenberg findet deutliche Worte. Er rät dem Rekordmeister für gewisse Spieler nach Alternativen zu suchen. Sonst sei es mit der Leichtigkeit im Kampf um die Meisterschaft dahin.

nc

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