Watzke springt Bayern-Boss bei

Nach UEFA-Reform: "Besteht die Liga nur noch aus Rummenigge?"

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Karl-Heinz Rummenigge sieht sich als Vorsitzender der ECA scharfer Kritik ausgesetzt.

München - Karl-Heinz Rummenigge muss als Vorsitzender der ECA aufgrund der jüngsten UEFA-Reform Kritik aus der Liga einstecken. BVB-Boss Hans-Joachim Watzke springt ihm nun bei.

Die European Club Association (ECA) mit ihrem Vorsitzenden Karl-Heinz Rummenigge hat jüngst eine Reform der Champions League verkündet. Die vier Topnationen des UEFA-Nationenrankings werden von der Saison 2018/19 an für zumindest drei Jahre jeweils vier Teams für die Gruppenphase stellen.

Damit einher geht die Veränderung der Geldverteilung. Die Gesamtsumme der Ausschüttungen soll zwar erhöht werden, allerdings wird sich der Anteil der ohnehin schon erfolgreichen Klubs deutlich erhöhen.

"Besteht die Liga nur noch aus Rummenigge?"

"Ich begrüße die UEFA-Entscheidung. Sie reflektiert eine seriöse und faire Lösung für den europäischen Club-Fußball. Ich bin besonders erfreut über den Fakt, dass die europäische Fußball-Gemeinschaft vereint bleibt und nach vorne schreitet“, sagte Bayern Münchens Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge zu der Reform.

Die Bundesliga aber reagiert gespalten. Fredi Bobic bringt es auf den Punkt: "Die Kuh wird immer dicker," sagt er im Kicker. Und der Mainzer Präsident Harald Strutz formuliert seine Kritik sogar noch deutlicher und wirft die Frage auf: "Besteht die Liga nur noch aus Rummenigge?"

Infantino: "Ich sehe die Reform positiv"

Von der FIFA kommt derweil Unterstützung: "Ich sehe die Reform positiv, denn im Großen und Ganzen ist es wichtig, gemeinsam Lösungen zu finden, um den Wettbewerb besser zu machen" so FIFA-Präsident Gianni Infantino.

Und auch BVB-Boss Hans-Joachim Watzke springt Rummenigge nun bei. Es gebe zwar zunehmend eine Tendenz hin zu den großen Klubs, aber das ließe sich im Zeitalter der Globalisierung auch nicht mehr ins Gegenteil verkehren, so Watzke. "Der UEFA und der ECA ist ein Kompromiss gelungen, der - angesichts der schwierigen Ausgangslage einer möglicherweise drohenden Superliga - eine noch gravierendere Umverteilung verhindert hat", erklärt Watzke.

Watzke: "Bin überzeugt, Rummenigge hat das Mögliche getan"

Laut Watzke müsse man akzeptieren, dass sich die Schere im Fußball in den kommenden Jahren nicht schließen, sondern weiter auseinanderklaffen werde. Er sei aber "überzeugt, dass Karl-Heinz Rummenigge das Mögliche getan hat, um diesen Kompromiss herzustellen. Ich glaube, dass dieser nachhaltig und tragfähig sein wird."

Mit dieser Meinung steht er in der Liga aber eher alleine da. Fritz Keller, Präsident des SC Freiburg meint: "Die Schere geht immer weiter auseinander. Da sollen die Großen doch ihre eigene Liga gründen..."

Baumann: "Der Solidaritätsgedanke wird umso wichtiger"

Und Frank Baumann, Geschäftsführer bei Werder Bremen, befürchtet ebenfalls ein Auseinanderklaffen der Bundesliga, fordert aber: "Der Solidaritätsgedanke, der bislang immer vorhanden war, wird nun umso wichtiger." 

Einen Vorteil für die Liga bringt die Reform aber dennoch: Die Bundesliga liegt derzeit in der sogenannten Fünfjahreswertung hinter Spanien und vor England und Italien sicher auf Rang zwei. Damit kann die Liga relativ sicher ab 2018/19 mit vier sicheren Starten in der CL-Gruppenphase antreten.

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sdm

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Kommentare

Klaus Zwinger
(0)(0)

Ist doch wahrlich nicht Neues, dass immer die profitieren wollen, die keine Beitrag geleistet haben.
Freiburg und Mainz. Es gibt halt nur 5 oder 6 große Vereine in Deutschland. Wie auch in anderen Ländern.
Populistischer Käse, hier die Frage, besteht die Liga nur aus Rummenigge? Und eine Spuperliga wollte sowieso kein Mensch,
da ist ein Kompromiss der bessere Weg.

simply red
(0)(0)

Das die Bundesliga in der Fünfjahreswertung hinter Spanien und vor England und Italien liegt, kann nur eine Momentaufnahme sein. Das kann sich wieder ändern, und dann werden die übrigen Bundesligaspitzenclubs wieder darüber jammern, das der Bundesliga nicht noch mehr
CL-Plätze zur Verfügung stehen können. Das die führenden Wirtschaftsunternehmen immer mehr verlangen, ist nun mal das Prinzip dieser Wirtschaftsweise. Je mehr Kapital zur Verfügung steht, desto mehr Möglichkeiten entstehen, dieses Kapital (im wachsenden Ausmaß) erfolgreich zu reinvestieren. Und dadurch potentielle Wettbewerber aus dem Markt zu werfen. Nur im Fußball wird unglaublich Wind drum gemacht, weil Profifußball einen sehr hohen Unterhaltungswert für die Zuschauer generiert.

Bernd EinhoffAntwort
(3)(0)

Das sehe ich sehr ähnlich. Soweit ich verstanden habe, besteht die BL aus 18 Vereinen, die sich zwischen Platz 1 und 18 positionieren können. Vielleicht sollte man mal Freiburg, Frankfurt oder ähnliches in die CL schicken?
Es war nie verboten, sich wie Bayern München anno 1965 zu positionieren. Es gibt IMMER ein oben und ein unten. Auch in der Fussball - Bundesliga. Wussten die das nicht?
Ich beschwere mich ja auch nicht, das es Millionäre gibt und ich bin keiner...