Ex-FCB-Kaderplaner klärt auf

Wegen verpasstem Dembélé-Transfer: Reschke kontert Hoeneß

+
Michael Reschke (r.) äußert sich zu den Gründen, warum Ousmane Dembélé dem FC Bayern durch die Lappen ging.

Der FC Bayern und Shootingstar Ousmane Dembélé: Warum das (bislang) nicht zusammenkam, erklärt Michael Reschke. Vorwürfe von Uli Hoeneß weist der Ex-Kaderplaner des FCB von sich.

München - Der Wechsel von Ousmane Dembélé von Borussia Dortmund zum FC Barcelona war zusammen mit dem Neymar-Deal einer der Aufreger des Transfer-Sommers. Obwohl der FC Bayern bereits seit über einem Jahr am französischen Shootingstar interessiert ist, guckte der deutsche Rekordmeister in die Röhre. Vergangenen Sommer erhielt der BVB den Zuschlag für vergleichsweise günstige 15 Millionen Euro - und kassierte aktuell die Wahnsinnsumme von bis zu 145 Millionen Euro vom FC Barcelona, der Dembélé als Nachfolger des zu Paris St. Permain abgewanderten Neymar holte.

Michael Reschke, der seinen Job als Kaderplaner des FCB kürzlich beendete und neuer Sportvorstand beim VfB Stuttgart wurde, bezieht in einem Sport Bild-Interview zu dem Vorwurf Stellung, der 20-Jährige sei ihm durch die Lappen gegangen. FCB-Präsident Uli Hoeneß hatte kritisiert: „Bei Dembélé müssen wir Dortmund zugestehen, dass sie früher an den richtigen Leuten dran waren.“

Reschke: „Dembélé fühlte sich noch nicht bereit für Bayern oder Barcelona“

Nach Ansicht von Reschke gibt es allerdings nur „exakt drei Personen, die im Fall Dembélé alles beurteilen können: Chefscout Marco Neppe, der uns schon früh auf Dembélé aufmerksam gemacht hat. Anwalt Michael Gerlinger, der bei allen Gesprächen dabei war. Und Karl-Heinz Rummenigge, mit dem ich damals nach Paris geflogen bin, um mit den Verantwortlichen von Stade Rennes eine Lösung zu finden und Dembélé zu holen.“  Wenn einer von diesen drei Personen Vorwürfe in meine Richtung äußern würde, würde ich mir Gedanken machen.“ Ganz explizit nicht beteiligt: der Präsident.  „Uli Hoeneß war bei der Causa Dembélé nicht dabei“, konstatiert Reschke.

Ousmane Dembélé (20) hat beim spanischen Spitzenklub FC Barcelona einen Fünf-Jahres-Vertrag unterschrieben.

Video: Hier verletzt sich Alaba im Österreich-Kick

Und warum ist Ousmane Dembélé nicht schon direkt von Stade Rennes nach Barcelona gewechselt, statt ein Jahr für den BVB aufzulaufen? Reschke klärt auf: „Auch Barça wollte Dembélé, der seit seiner Kindheit Fan dieses Vereins ist, im Sommer 2016 verpflichten. Aber selbst Barcelona war chancenlos. Uns allen war bewusst, dass der Junge eine Granate ist. Wir wollten Dembélé nach München holen und haben alles versucht. Aber: Der Spieler selbst hat erklärt, dass er nur zu Borussia Dortmund möchte. Er fühlte sich noch nicht bereit für den Schritt zu Bayern oder Barcelona, wollte zunächst garantiert spielen und sich entwickeln. Das ist die ganze Wahrheit bei Dembélé.“

pf

Auch interessant

Meistgelesen

Niklas Süle: Uli Hoeneß mit entsetzlicher Prognose nach Kreuzbandriss
Niklas Süle: Uli Hoeneß mit entsetzlicher Prognose nach Kreuzbandriss
Der Kreuzband-Künstler: Zu diesem Doc pilgern Sané, die Bayern-Stars und andere
Der Kreuzband-Künstler: Zu diesem Doc pilgern Sané, die Bayern-Stars und andere
Reizthema Thomas Müller: Kovac geht in Schlagabtausch mit Reporter
Reizthema Thomas Müller: Kovac geht in Schlagabtausch mit Reporter
FCB-Star nach Peinlich-Remis sauer: „Will nicht sagen, das war überheblich, aber ...“
FCB-Star nach Peinlich-Remis sauer: „Will nicht sagen, das war überheblich, aber ...“

Kommentare