Pogba, Khedira, Chiellini & Co.

Diese Juve-Stars könnten auch beim FC Bayern spielen

München - Der Kader des FC Bayern strotzt nur so vor Superstars. Trotz der zahlreichen Verletzten ist auch die Ersatzbank meist prominent besetzt. Doch auch CL-Gegner Juve hat einige Stars zu bieten. Welche davon könnten theoretisch den FCB verstärken?

Achtelfinale der Champions League - und doch klingt die Begegnung bereits wie ein Halb- oder sogar ein Finale. Juventus Turin, der italienische Rekordmeister und Tabellenführer, trifft auf den FC Bayern, seines Zeichens eindeutiger Branchenprimus in der Bundesliga.

Superstars wohin man schaut

Vor allem der Kader des FC Bayern strotzt nur so vor Superstars, Weltmeistern und Champions-League-Siegern. Nach Spielern wie Manuel Neuer, Jerome Boateng, Philipp Lahm, Arjen Robben oder Robert Lewandowski würde sich wohl jeder Fußballtrainer der Welt die Finger lecken. Sind alle Mann fit, hat Trainer Pep Guardiola die Qual der Wahl. Da kann es auch mal vorkommen, dass ein Weltstar wie Mario Götze nur auf der Bank oder gar der Tribüne sitzt.

Doch auch Juventus Turin hat ein Potpourri an klangvollen Namen des Weltfußballs zu bieten. Wir haben den Kader der "Alten Dame" mal etwas genauer unter die Lupe genommen und überlegt, welche Juve-Profis auch seinen Platz beim FC Bayern finden würden. Es geht bei der Analyse ausdrücklich nicht darum, wie wahrscheinlich ein Transfer wäre, sondern welche Qualitäten der Juve-Star vorweisen kann, mit denen er auch dem superstark besetzten Kader des FC Bayern weiterhelfen könnte.

Gianluigi Buffon

Gianluigi Buffon.

Der ewige "Gigi" Buffon hat inzwischen stolze 38 Jahre auf dem Buckel, wirft sich aber immer noch furchtlos und gekonnt in jeden gegnerischen Schuss und überzeugt mit seinen manchmal überirdisch anmutenden Reflexen. Auch die Liste seiner Erfolge kann sich sehen lassen - sein größter Triumph war sicherlich der Gewinn des WM-Titels 2006 in Deutschland. Kleiner Haken: Im Tor des FC Bayern steht mit Manuel Neuer der aktuelle Welttorhüter! Buffon hätte also beim FC Bayern keinen Stammplatz, wäre aber ein erstklassiger Back-Up.

Giorgio Chiellini

Giorgio Chiellini.

Die Stürmer dieser Welt erzittern beim bloßen Klang seines Namens - und spätestens beim direkten Duell auf dem Rasen musste schon so mancher Weltklasse-Angreifer Grenzerfahrungen machen. Chiellini ist ein höchst unangenehmer Gegenspieler, der im Zweikampf bis an die Grenze des erlaubten (und manchmal auch darüber) geht. Der Spruch ist zwar längst überholt, doch als Abwehrspieler alter Schule würde der 31-Jährige seinen Gegner auch bis zur Toilette begleiten. Ein Verteidiger, der höchsten taktischen Ansprüchen genügt und den jeder Coach gerne in seiner Mannschaft hätte. Bei Bayern würde er mit Jerome Boateng gemeinsam ein schier unüberwindliches Bollwerk stellen.

Leonardo Bonucci

Leonardo Bonucci.

Die traditionell gute italienische Defensivschule hat auch Bonucci durchlaufen. Auf dem Platz ist der 28-Jährige eine Spur eleganter als Chiellini, aber genauso gnadenlos. Der Mann macht keine Gefangenen. Beispiel gefällig? 2012 lauerte ein Räuber Bonucci vor einem Autohaus auf. Er bedrohte den Nationalspieler mit einer Schusswaffe und verlangte die Uhr des Verteidigers. Bonucci ließ sich davon nicht einschüchtern, streckte den maskierten Mann mit einem Faustschlag nieder. Er ist Stammspieler bei Juve und würde auch im Trikot des FC Bayern regelmäßig zum Einsatz kommen.

Italienische Medien: "Jetzt hat Guardiola Angst"

Sami Khedira

Sami Khedira.

Weltmeister, Champions-League-Sieger, Deutscher Meister, Spanischer Meister - wo Khedira ist, ist Erfolg. Damit erfüllt der 28-jährige Sechser schon mal mindestens eine Grundvoraussetzung für eine Anstellung beim deutschen Rekordmeister. Einzig seine Verletzungsanfälligkeit führen seine Kritiker ins Feld. Doch Khedira hat mehrfach beweisen, dass er auch nach schweren Verletzungen wieder zu alter Form findet. Bei Real Madrid war er unter Carlo Ancelotti Stammspieler, bei Juve wendete sich das Blatt nach schwachem Saisonstart erst, nachdem Khedira dort regelmäßig im defensiven Mittelfeld zum Einsatz kam. Die Serie von 15 Siegen in Folge in der Serie A ist auch Khediras Verdienst. Der deutsche Nationalspieler wurde in der Vergangenheit bereits mehrfach mit den Bayern in Verbindung gebracht und wäre sicherlich auch in München immer ein Mittelfeldkandidat für die Startelf.

Paul Pogba

Paul Pogba.

Die Spielerberater sind sich einig: Wenn Pogba einmal Juventus Turin verlassen sollte, ist der nächste große Transfer mit einem Volumen von mindestens 100 Millionen Euro fällig. Pogba steht vermutlich auf der Wunschliste aller internationalen Topklubs - angefangen vom FC Barcelona, der seit Jahren um die Dienste des Mittelfeldstrategen buhlt. Trotz seiner gerade mal 22 Lenze ist er DER Führungsspieler bei Juve. Mit seinen 191 Zentimetern Körpergröße bringt er selbstredend eine hohe körperliche Präsenz auf den Platz. Dazu verfügt Pogba aber auch über ein unheimlich gutes Auge für die jeweilige Situation und herausragende technische Fertigkeiten. Dribblings, Übersteiger, Flankenläufe, Fernschüsse, Kopfbälle - es gibt eigentlich nichts, was Pogba nicht kann. Er wäre in jedem Klub der Welt Stammspieler, auch beim FC Bayern.

Juan Cuadrado

Juan Cuadrado.

Am kolumbianischen Flügelspieler waren die Bayern vor einiger Zeit schon einmal höchst interessiert. Der 27-Jährige entschied sich im Februar 2015 aber zu einem Wechsel vom AC Florenz zum FC Chelsea. In der Premier League konnte der filigrane Flügelflitzer, der sowohl offensiv als auch defensiv auf der Außenbahn zu glänzen weiß, aber nicht wie erhofft Fuß fassen. Seit vergangenen Sommer spielt er auf Leihbasis bei Juve. Mit Flügelspielern ist der FC Bayern aktuell zwar sehr gut besetzt, als Alternative für Arjen Robben, Douglas Costa, Franck Ribéry oder Kingsley Coman könnte sich Cuadrado aufgrund seiner Dribblingqualitäten und seines hohen Spieltempos aber durchaus auch im Starensemble von der Isar etablieren.

Paulo Dybala

Paulo Dybala.

Dybala gehört zu den absoluten Aufsteigern der diesjährigen Serie-A-Saison. Der 22-jährige Argentinier mit italienischer Staatsbürgerschaft wechselte erst vergangenen Sommer von US Palermo für 32 Millionen zur "Alten Dame", eroberte sich dort aber schnell einen Stammplatz im Angriff und startete richtig durch. Mit Robert Lewandowski und Thomas Müller hat der FC Bayern bereits zwei nominelle und, viel wichtiger, verletzungsresistente Stürmer. Doch wie Müller ist Dybala relativ variabel und auch als hängende Spitze oder als Rechtsaußen einsetzbar. Als Entlastung für die Offensivkräfte und Option für die Zukunft hätte Dybala wohl einen Platz im Bayern-Kader sicher.

Alvaro Morata

Alvaro Morata.

Einen Stammplatz in der Startelf hätte Morata beim FC Bayern zwar nicht, aber wie Dybala wäre er ein wertvoller und torgefährlicher Back-Up für Lewandowski und/oder Müller. Ancelotti kennt den 23-jährigen Spanier aus der gemeinsamen Zeit bei real Madrid. Dort kam der junge Angreifer aber nicht am magischen Offensivtrio Ronaldo, Bale und Benzema vorbei und flüchtete zu Juve. Dort gelang ihm der Durchbruch. Er ist kein Alleinunterhalter im Sturm, besticht aber durch seinen Einsatz und seine Kopfballstärke.

Rubriklistenbild: © dpa

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