Am Samstag spielen sie gegeneinander

Werder-Profi Yatabare: So half mir Benatia

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Sind dicke Freunde: Medhi Benatia und Sambou Yatabare.

Bremen - Sambou Yatabare ist ein guter Freund von Medhi Benatia. Als der Werder-Profi seinen Vater verlor, war der Spieler des FC Bayern zur Stelle.

Am Samstagabend sind sie Gegner – ansonsten aber dicke Freunde: Medhi Benatia und Sambou Yatabare. Der Winterneuzugang von Werder Bremen verlor vor Kurzem seinen Vater, getröstet hat ihn der Innenverteidiger des FC Bayern. „Medhi ist ein guter Freund von mir“, verrät Yatabare. „Er hat mich sofort angerufen und versucht, mich zu trösten. Er war neben mir, als ich ihn brauchte.“

Es ist ein besonderes Verhältnis, keine dieser unzähligen losen Fußball-Freundschaften, die vor den Spielen zum Vorschein kommen. Yatabares drei Jahre älterer Bruder Mustapha und Benatia haben einst gemeinsam in Frankreich für Clermont Foot gespielt. Mustapha steht inzwischen bei HSC Montpellier unter Vertrag. „Wir treffen uns alle regelmäßig in Paris“, sagt Sambou Yatabare und verrät: „Wir sind auch schon zusammen in den Urlaub gefahren.“ Und deshalb war der Trost von Benatia auch ein ganz besonderer für den Werder-Profi.

Seit Dienstag ist Yatabare wieder in Bremen. Eine Woche zuvor war er in seine Heimat nach Mali gereist. „Es war nicht einfach für mich“, erinnert sich der 27-Jährige: „Am schwierigsten war es, mir vorzustellen, meinen Vater nie wieder sehen zu können.“ Außerdem habe es ihn sehr mitgenommen, seine Mutter so traurig zu sehen. Zum Glück hat er eine große Familie. „Wir sind jetzt noch zu zehnt, meine Mutter und neun Kinder. Wir versuchen, gemeinsam aus dieser schwierigen Situation herauszukommen.“ Er kann dabei nur aus der Ferne mithelfen, ein Großteil der Familie lebt in Frankreich und in Mali. Ganz allein ist er in Bremen aber nicht, seine Frau und seine Tochter kommen heute.

Und natürlich ist da auch noch seine Mannschaft. „Sie hat supertoll reagiert. Es wird immer nachgefragt, wie es mir geht, ob jemand etwas für mich machen kann“, schwärmt der Mittelfeldspieler: „Ich möchte der Mannschaft, dem Club und den Trainern danken, wie sehr sie mir in dieser schwierigen Zeit helfen.“

So lange laufen die Verträge der Bayern-Stars

Deshalb spricht er auch gerne über den nächsten Gegner – die Über-Bayern. „Es wird schwieriger sein als bei anderen Spielen“, sagt er zwar vor der Partie am Samstag in der Allianz-Arena, betont aber zugleich: „Wir gehen dorthin, um wenigstens einen Punkt zu holen.“ Indirekt hat er das auch schon seinem Kumpel Benatia angedeutet. Der Bayern-Profi habe ihn gefragt, ob er nach dem Spiel noch einen Tag in München bleibt. „Ich habe ihm geantwortet, dass er nach dem Spiel erst einmal überrascht sein wird …“, berichtet Yatabare und grinst. Als Sieger wäre er als Gast bestimmt nicht mehr ganz so willkommen.

kni, sw

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