Zuletzt 8:0, 3:1, 9:2, 5:0 und 6:0

Bayern, wie oft scheppert's diesmal im HSV-Tor?

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Im letzten HSV-Gastspiel in München fielen acht Tore - alle für den FC Bayern.

München - Im Schnitt sechs Tore fing sich der Hamburger SV in den vergangenen sechs Gastspielen in München ein. Wie oft watscht der FC Bayern diesmal den HSV?

Selten waren die Rollen vor dem Eröffnungsspiel der neuen Bundesliga-Saison klarer verteilt. Der HSV schrumpft vom Dino zum Underdog, wenn er am Freitag Abend beim FC Bayern zu Gast ist (20.30 Uhr, ARD & Sky). Die Münchner peilen die vierte Meisterschaft in Folge an – das hat vorher noch niemand geschafft. „Das ist ein großer Ansporn“, betont Philipp Lahm. Jerome Boateng erklärt, was die Roten sich für das historische Unterfangen vorgenommen haben: „Wir wollen gut in die Saison starten.“ Einen besseren Gegner als die Hamburger könnte der FCB dafür kaum finden, in den vergangenen Jahren schossen sie die Hanseaten geradezu aus der Allianz Arena. 8:0, 3:1, 9:2, 5:0 und 6:0 – wird es diesmal sogar zweistellig?

Hinzu kommt, dass es beim HSV schon vor der Saison drunter und drüber geht – dabei sollte nach dem Last-Minute-Klassenerhalt doch alles besser werden. Alte Zöpfe wurden abgeschnitten, erfahrene Spieler wie van der Vaart und Westermann abgegeben. Doch das Chaos ist geblieben. Und gipfelte am Wochenende, neben dem peinlichen Pokalaus bei Viertligist Jena, in der Rucksackaffäre um Sportchef Peter Knäbel. „Die letzten Tage waren sehr unschön“, musste auch Aufsichtsratschef Didi Beiersdorfer gestehen.

Die Bayern beschäftigen sich trotz der Unruhe beim HSV aber nicht mit einem Schützenfest. „Das Allerwichtigste ist ein Sieg. Wir müssen den Gegner nicht an die Wand spielen, auch wenn das jetzt vielleicht alle erwarten“, dämpft Boateng die Erwartungen. Die Vorkommnisse bei seinem Ex-Klub verfolgt auch der 26-Jährige mit Sorge: „Es passt irgendwie alles zusammen. Schade, was da in Hamburg passiert.“

Morgen droht der nächste Dämpfer, auch wenn Beiersdorfer „eine Reaktion des Teams“ erwartet. Auf die warteten die Fans der Hanseaten in den vergangenen fünf Jahren bei Gastspielen in München jedoch auch vergeblich. 31 Gegentore musste der HSV in diesen Spielen schlucken, besonders Arjen Robben drehte mächtig auf. Acht Treffer gingen auf das Konto des Flügelflitzers, obwohl er in einer der Begegnungen fehlte. Und der Niederländer ist pünktlich zum Saisonstart wieder fit, kehrte nach kleiner Pause am Wochenende gegen Nöttingen wieder zurück auf den Platz. „Ja, ich bin fit“, hatte Robben anschließend mit Blick auf den Ligaauftakt verkündet – klingt fast schon wie eine Drohung für den HSV. Doch der FCB will sich nicht auf die Vergangenheit verlassen. „Es spielt für uns keine Rolle, wie die letzten Ergebnisse waren“, versichert Lahm, macht den Nordlichtern aber wenig Hoffnung auf einen erfolgreichen Saisonstart. „Wenn wir so spielen, wie wir es können, werden wir als Sieger vom Platz gehen – ganz klar“, sagte der Kapitän selbstbewusst. Fragt sich nur, wie hoch der Sieg ausfällt. Für einen Rekord müssten sich die Münchner aber ziemlich strecken. 1978 schlug Gladbach einst Dortmund mit 12:0.

sw

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