Knappen seit sechs Spielen sieglos

Erfolgsrezept: So will Schalke gegen Bayern bestehen

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Der Einsatz von S04-Kapitän Benedikt Höwedes (r.) gegen die Bayern ist wegen eines Mittelhandbruchs noch nicht gesichert.

München - In der vergangenen Saison trotzten die Schalker den übermächtigen Bayern zwei Mal ein Remis ab. Für das Topspiel am kommenden Samstag haben sich die Knappen einen Erfolgsplan zurecht gelegt.

Es gibt nur eine Bundesliga-Mannschaft, die in der vergangenen Saison eine positive Bilanz gegen den FC Bayern vorzuweisen hat: Borussia Mönchengladbach holte aus den direkten Duellen in Hin- und Rückrunde vier Punkte gegen den späteren Meister. Nur einem weiteren Team gelang es, in der Liga zumindest nicht gegen die Münchner zu verlieren: Schalke 04. Die Knappen holten jeweils ein 1:1-Unentschieden.

Am Samstagabend im Bundesliga-Topspiel kommt es zur Neuauflage des Duells - und objektiv betrachtet spricht wenig bis nichts dafür, dass den Schalkern ein auch nur in Ansätzen ähnliches Ergebnis gelingen könnte. Zu schwach waren die Vorstellungen des Revierklubs in der jüngeren Vergangenheit - seit sechs Pflichtspielen warten Trainer André Breitenreiter und seine Mannschaft auf einen Sieg. Zu stark und zu übermächtig präsentierte sich der von der Tabellenspitze grüßende FC Bayern - 13 Punkte trennen beide Teams. Wer bei einem großen Sportwettenanbieter auf einen Heimsieg der Königsblauen setzt, bekommt das 11,5-fache seines Einsatzes wieder heraus.

Bayern-Schreck Höwedes: "Unsere Chance ist das Kollektiv"

Und dennoch geben sich die Schalker optimistisch und werfen nicht schon vor dem Anpfiff die sprichwörtliche Flinte ins Korn. "Unsere Chance ist das Kollektiv. Wir müssen marschieren, die Zweikämpfe annehmen", sagt zum Beispiel Kapitän Benedikt Höwedes, der in der vergangenen Saison beide Schalker Tore gegen den Rekordmeister erzielte und dafür sogar den Spitznamen "Bayern-Schreck" verpasst bekommen hat.

Wie genau sieht denn nun die taktische Marschrichtung aus? Zement anrühren und den Mannschaftsbus vor dem eigenen Tor parken - eine Taktik, mit der Eintracht Frankfurt den Bayern ein torloses Remis und damit einen Zähler abknüpfen konnte? Oder eher das Heil in der Offensive suchen - auf die Gefahr hin, wie zuletzt der VfB Stuttgart bereits zur Pause 0:4 zurückzuliegen und mit wehenden Fahnen unterzugehen?

Weder noch, fordert Schalkes Sportdirektor Horst Heldt: "Nicht zu ungestüm, aber auch kein Beton, das muss unser Weg sein." Also wohl eher eine Kopie des Schlachtplans, den der FC Arsenal im Champions-League-Heimspiel gegen die Bayern anwendete und damit der Mannschaft von Pep Guardiola die erste Niederlage der Saison zufügte.

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