Nach Schlappe beim BVB

Wintertransfers? Bayern-Bosse sind sich nicht ganz einig

Einigkeit sieht anders aus: Karl-Heinz Rummenigge (1.v.l.), Hasan Salihamidzic (Mitte) und Uli Hoeneß.
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Einigkeit sieht anders aus: Karl-Heinz Rummenigge (1.v.l.), Hasan Salihamidzic (M.) und Uli Hoeneß.

Muss der FC Bayern im Winter auf dem Transfermarkt aktiv werden? Nach der Schlappe beim BVB sind sich in dieser Frage nicht einmal die Bayern-Bosse einig.

München - Die 62. Spielminute im Spitzenspiel zwischen Borussia Dortmund und dem FC Bayern München (3:2) stand sinnbildlich dafür, was den Münchnern im Vergleich zum BVB derzeit fehlt. Nach einem bösen Stockfehler musste Mats Hummels ins Sprintduell mit Jadon Sancho. Hoffnungslos für den deutschen Nationalspieler. Das ungleiche Duell sah so aus, als würde man mit einem Fiat versuchen, einen Porsche einzuholen. 

Und der BVB hat in diesen Tagen nicht nur einen Porsche in seiner Garage, der FC Bayern zu seinem Leidwesen aber auch nicht nur einen Fiat. Einigen Spielern geht mittlerweile das Tempo ab, insbesondere in der zweiten Halbzeit wurde das nur allzu deutlich. Braucht es also neues Personal an der Säbener Straße? In dieser so wichtigen Frage sind sich die Bayern-Bosse alles andere als einig. 

Hasan Salihamidzic möchte den Markt im Winter genauestens sondieren, Uli Hoeneß möchte davon nichts hören und Karl-Heinz Rummenigge weiß selbst noch nicht, was er will. 

FC Bayern: Uli Hoeneß schließt Transfers aus, Hasan Salihamidzic widerspricht 

Mögliche Tätigkeiten auf dem Transfermarkt im Januar schließt Hoeneß gänzlich aus. Gegenüber Sky sagte er am Sonntag: „Nein, wir werden sicherlich keine Aktivitäten am Transfermarkt machen.“ Erst im kommenden Sommer solle die große Shopping-Tour des FC Bayern beginnen. Also keine neuen Spieler im Winter, oder doch? Die beiden anderen Herren sind sich in dieser Frage nicht so sicher wie Hoeneß. 

Sportdirektor Salihamidzic deutete im kicker sogar an, dass der FCB eben doch aktiv werden könnte. „Wir haben unsere Augen immer offen und schauen, wo auf den einzelnen Positionen Verbesserungen möglich sind“, betonte er. Mehr noch, wenn man die Möglichkeit habe und es auch für sinnvoll halte, werde man sich das überlegen, verriet „Brazzo“. 

Das klang bei seinem Vorgesetzten Hoeneß aber noch etwas anders. Bleibt also noch die Meinung von Rummenigge. Der Vorstandsvorsitzende konnte und wollte sich kurz nach dem Schlusspfiff am Samstag aber noch nicht festlegen. Die Frage, ob der FC Bayern im Winter neue Spieler in die Allianz Arena lotsen wird, konnte Rummenigge „nicht seriös beantworten“. 

FC Bayern: Uneinigkeit in der Chef-Etage

Dass sich die Vereinsführung in einer so elementaren Frage nicht einig ist, lässt tief blicken. Schon im Sommer hatte sich offenbar Uli Hoeneß damit durchgesetzt, nach Leon Goretzka keinen weiteren Neuzugang zu verpflichten. Bei dieser Haltung ist er bis heute geblieben, frei nach dem Motto: Wer im Winter Transfers tätigen muss, hat im vorherigen Sommer einen schlechten Job gemacht. 

Nun bleibt zunächst abzuwarten, wie die Münchner die restlichen Spiele bis zur Winterpause gestalten. Sollte der Rückstand auf den BVB weiter anwachsen und sich möglicherweise noch der eine oder andere Leistungsträger verletzen, könnte auch bei Hoeneß ein Umdenken stattfinden. 

Währenddessen hat Hasan Salihamidzic eine Auseinandersetzung zwischen Franck Ribéry und TV-Experte Guillou bestätigt. Auch in der Kabine soll es nach der Pleite beim BVB ordentlich geknallt haben

Zudem hat nun Uli Hoeneß die Bayern-Profis öffentlich angezählt.

Video: Hat Bayern-Star Ribéry einen TV-Experten geschlagen?

nc

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