Wirbel um Sponsor Katar

FC Bayern: Wann platzt Scheichs der Kragen?

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Mia san Katar? Die Bewohner des Emirats dürften nicht amused sein (Archivfoto).

Der FC Bayern hat eine lukrative Beziehung zu Katar. Der Wüstenstaat ist ein großer Sponsor geworden. Belasten Rafinha und Ribery nun diese umstrittene Partnerschaft?

München - Erst stand Rafinha wegen seinem Scheich-Kostüm an Halloween inklusive Bombenattrappe in der Kritik, nun sorgt Franck Ribéry wegen einer handfesten Auseinandersetzung mit einem TV-Experten für Unruhe. Was beide Fälle gemeinsam haben? Die Aktionen dürften vor allem in Bayerns Sponsor-Land Katar für Kopfschütteln sorgen.

Was hat Katar mit Halloween beim FC Bayern zu tun?  

Denn: Im Wüstenstaat ist Rafinhas Kostüm Alltagskleidung und hat nichts mit Kostümierung zu tun – von der Bombenattrappe mal ganz abgesehen. Und: TV-Experte Patrick Guillou arbeitet ausgerechnet für den französischen Ableger des katarischen Mutterkonzerns beIN Sports – und der wurde 2014 von niemand Geringerem als Nasser Al-Khelaifi gegründet.

Der mächtige Geschäftsmann und Präsident von Paris Saint-Germain ist die rechte Hand von Emir Tamim bin Hamad Al Thani und hat einen klaren Auftrag: Katar zur Fußball-Macht zu verhelfen. Da ist ein eigener TV-Sender kein schlechtes Mittel, um die Botschaften des Wüstenstaates publik zu machen.

Fährt der FC Bayern wieder ins Trainingslager nach Katar?

Fakt ist: Das Wintertrainingslager findet auch Anfang Januar 2019 wieder in Katar statt. Die staatliche Fluglinie Qatar Airways ist seit Juli 2018 offizieller Airline-Partner des Rekordmeisters und zum Platin-Sponsor für Lufthansa aufgestiegen. Das Flug-unternehmen wirbt auf seiner Homepage mit dem Slogan „FC Bayern München und Qatar Airways: Ein Dream-Team zum Abheben“.

Aktionen wie die von Rafinha und Ribéry lassen beide Partner nur bedingt als Dream-Team aussehen: Wann platzt den Scheichs der Kragen?

Mittlerweile hat beIN Sports France den Vorfall zwischen Ribéry und Experte Guillou offiziell bestätigt und spricht von beleidigenden Äußerungen und einem körperlichen Angriff: „beIN Sports hat sich während des Wochenendes mit Bayern München unterhalten und hofft, diesen Streit so bald wie möglich lösen zu können“, lässt der Sender mitteilen und schießt eine klare Warnung hinterher: „Der Sender verurteilt jegliche Art von Gewalt und begrüßt die Haltung von Patrick bei diesem bedauernswerten Zwischenfall.“ 

Kein Wunder, dass laut Bild Uli Hoeneß das Schlichtungsgespräch zwischen Ribéry und seinem Landsmann Guillou zur Chefsache erklärt hat und beim Treffern mit dabei sein möchte.

bok

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