Offenbar Mega-Gehälter möglich

Verträge von Müller und Neuer: Ein Agent packt aus

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Manuel Neuer (l.) und Thomas Müller haben noch langjährige Verträge beim FC Bayern.

München - Die Premier League kauft die Bundesliga kaputt! Solche Horrorszenarien kursieren bei den deutschen Fans momentan. Noch ist der FC Bayern davon nicht betroffen - aber ein Agent glaubt, nicht mehr lange.

Noch bis 2019 laufen die Verträge von Thomas Müller und Manuel Neuer. Der Keeper wird dann 33 Jahre alt sein, Müller 30. Will der FC Bayern mit seinen beiden Leistungs- und Sympathieträgern verlängern, wird er wohl an die Schmerzgrenze gehen müssen. Erst recht seit dem die Premier League neue Milliarden aus dem TV-Vertrag scheffelt. Ein Agent packt in der "Sport Bild" aus und verrät: "Der FC Bayern wird bluten müssen, wenn Spieler wie Müller oder Neue einen neuen Kontrakt unterzeichnen", sagt er. "Ich halte es für durchaus realistisch, dass diese absoluten Topstars dann eben 20 statt zehn oder zwölf Millionen pro Jahr verdienen."

Das würde das Gehaltsgefüge innerhalb der Mannschaft komplett zerstören. Bislang verdienen die großen Stützten in München in etwa den gleichen Betrag. Vermutlich konnten oder wollten die Bayern-Bosse beim Poker um Kevin De Bruyne (wechselte vom VfL Wolfsburg zu Manchester City; Anm. d. Red.) nicht mitmachen. Der Belgier war einer der potenziellen Kandidaten an der Isar in der vergangenen Transferperiode, entschied sich aber letzten Endes doch für die Millionen von der Insel.

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Wird da irgendwann auch der Ur-Bayer Thomas Müller schwach? "Ich wundere mich, dass ein Wechsel von Müller nach England von vielen als völlig unrealistisch abgetan wurde", schreibt der Agent. "Sie können sicher sein: Wenn Manchester so intensiv um einen Spieler wirbt, dann hat dieser auch vorher signalisiert, dass er sich den Transfer vorstellen kann."

Also lief da anscheinend im Sommer doch schon etwas hinter den Kulissen. Vermutlich hat deshalb Karl-Heinz Rummenigge Ende Juli dem ganzen Hick-Hack endgültig den Riegel vorgeschoben und erklärt: "Thomas ist unverkäuflich!" Das Kaufobjekt selbst erklärte zwar, er fühle sich wohl, sprach aber kein Treuebekenntnis aus: "Man weiß ja nie, was passiert", sagte der 26-Jährige auf der Chinareise im tz-Interview.

Damit so ein Kontakt überhaupt zustande kommt, dafür telefonieren die Spielerberater oftmals so lange bis die Akkus leer sind. Dafür gibt es aber ein stattliches Schmerzensgeld: "In der Regel geht es um zehn Prozent des Brutto-Jahresgehaltes", verrät er. "Transferiere ich also einen Spieler, der einen Fünfjahresvertrag unterschreibt und eine Million pro Saison kassiert, ist die Unterschrift für mich 500.000 Euro wert." Allerdings seien Komplizen oder ganze Agenturen beteiligt, die den Netto-Gewinn deutlich schmälern.

Thomas Müller von A bis Z

ms

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