Falls Ulreich wechselt

Neuer-Back-Up? Das sind zehn mögliche Kandidaten

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Manuel Neuer könnte zur neuen Saison eine neue Nummer zwei hinter sich haben.

München - Tom Starke beendet zum Saisonende seine Karriere, Sven Ulreich spielt mit Wechselgedanken. Wer könnte dann hinter Manuel Neuer auf der Bayern-Bank sitzen? Wir durchleuchten einige Kandidaten.

Zur kommenden Saison könnte der FC Bayern ein Torwart-Problem bekommen. Natürlich steht nicht die Nummer 1 zur Debatte – Manuel Neuer wird vermutlich noch einige Jahre das Tor der Roten hüten – aber mit dem Karriereende von Tom Starke, der den Bayern wohl als Torwarttrainer erhalten bleiben wird, sowie einem möglichen Abgang von Sven Ulreich braucht der deutsche Rekordmeister ein Back-Up für Manuel Neuer. Langfristig soll der junge Christian Früchtl wohl den Platz des Welttorhüters Neuer übernehmen – der 1,93-Meter-Hühne ist allerdings erst 17 Jahre alt und wird bei den Bayern kaum in der kommenden Saison die Nummer Zwei geben. Somit sucht der Rekordmeister aller Voraussicht nach nach einer Übergangslösung für zwei bis drei Jahre. Wir stellen hier mögliche Kandidaten vor.

Zehn Mögliche Kandidaten

René Adler (Hamburger SV, Vertrag läuft aus): Rene Adler war einst die deutsche Torwart-Hoffnung schlechthin. Dann verletzte sich der heute 32-Jährige schwer, Manuel Neuer nahm seinen Platz zwischen den Pfosten der Nationalmannschaft ein und gab ihn seither auch nicht mehr her. Zuletzt war Adler bereits als Nummer zwei beim FC Bayern im Gespräch. Der HSV-Keeper ließ zuletzt bei Sport1 durchblicken, dass auch wirtschaftliche Gründe seine Entscheidung beeinflussen könnten. Der Hamburger SV will seinen Etat deutlich verkleinern, mit einem Wechsel zum FC Bayern müsste Adler vermutlich keine Gehaltseinbußen hinnehmen. Der 32-Jährige gilt als Musterprofi, hat eine hohe Qualität und würde zusammen mit Manuel Neuer ein unglaublich starkes Duo auf der Torwartposition bilden. Außerdem interessant: Als Sven Ulreich vor zwei Jahren zu den Bayern gewechselt war, hatte Adler dafür Verständnis gezeigt: „Bei Bayern verdient er gut, trainiert mit Weltklassespielern und kann ein paar Titel mitnehmen.“ Das würde auch für Adler gelten. Sollte der HSV indes bei Alexander Schwolow vom SC Freiburg ernst machen, wie zuletzt der kicker berichtete, würde ein Adler-Wechsel zum FC Bayern wahrscheinlicher werden.

Rene Adler

Guillermo Ochoa (FC Granada, Vertrag läuft aus): Bei der WM 2014 hatte der Mexikaner seinen großen Auftritt – Brasiliens Offensive um Neymar brachte der 31-Jährige im torlosen Gruppenspiel schier zur Verzweiflung. Beim FC Malaga konnte er sich anschließend jedoch nicht durchsetzen, weshalb sich Ochoa vor dieser Saison nach Granada ausleihen ließ. Mit dem Klub steuert er zielsicher auf den Abstieg in die Segunda Division zu.

Guillermo Ochoa

Iker Casillas (FC Porto, Vertrag läuft aus): Ein großer Name, ein großer Torwart. Iker Casillas steht derzeit beim FC Porto zwischen den Pfosten. Der 35-Jährige hat allerdings nur noch Vertrag bis Saisonende - die Option auf ein weiteres Jahr ist bislang noch nicht gezogen worden. „San Iker“ spielt nach wie vor auf einem unheimlich hohen Niveau, hat einen riesigen Erfahrungsschatz und könnte Manuel Neuer bei einem etwaigen Ausfall mit recht geringem Qualitätsverlust ersetzen. Ein Casillas als Ersatztorwart wäre eine regelrechte Wucht. Einzig: Will sich der 35 Jährige auf die Bank setzen, oder will er spielen? Titel hat er in seinem Leben zwar schon viele gesammelt, aber warum sollte Casillas weiteren Trophäen abgeneigt sein? Zusätzlich könnte er mit dem wohl besten Torwart der Welt trainieren. Schlechte Aussichten sind das wahrlich nicht.

Iker Casillas

Víctor Valdés (FC Middlesbrough, Vertrag bis 2018): Seit seinem Abgang vom FC Barcelona 2014 ist der Spanier zum Wandervogel mutiert. Nach einem Jahr auf der Bank von Manchester United folgte das Leihgeschäft mit Standard Lüttich. Seit dieser Saison steht der 35-Jährige beim Premier-League-Aufsteiger zwischen den Pfosten. Allerdings ist sein Arbeitgeber höchst abstiegsgefährdet.

Victor Valdés

Sergio Romero (Manchester United, Vertrag bis 2018): Der Argentinier steht beim englischen Rekordmeister deutlich im Schatten von David de Gea. Ihm bleiben nur Einsätze in der Europa League oder den beiden nationalen Pokal-Wettbewerben. Selbst im Falle eines Abgangs seines von Real Madrid umworbenen Kollegen scheint Teammanager José Mourinho dem 30-Jährigen nicht sonderlich viel zuzutrauen. Angeblich fahnden die „Red Devils“ nach einer neuen Nummer eins.

Sergio Romero

Diego Benaglio (VfL Wolfsburg, Vertrag bis 2019): Der 33-Jährige Schweizer war lange Zeit ein sicherer Rückhalt beim VfL Wolfsburg. Jüngst hat der Ex-Nationalspieler seinen Platz zwischen den Pfosten aber an Koen Casteels verloren. Wölfe-Trainer Andries Jonker hatte diesen zur neuen Nummer 1 befördert. Ob Benaglio jedoch seinen Bankplatz beim VfL gegen einen Bankplatz beim FC Bayern tauschen wollen würde, scheint fraglich zu sein. Gut für die Bayern: Benaglio ist erfahren, ein sicherer Rückhalt und kennt die Bundesliga.

Diego Benaglio

Maarten Stekelenburg (FC Everton, Vertrag bis 2019): Der Niederländer spielt beim FC Everton, dem Stadtrivalen des FC Liverpool, derzeit nur die zweite Geige. Stekelenburg ist ebenfalls erfahren und blickt auf eine Karriere bei Top-Teams wie Ajax Amsterdam oder dem AS Rom zurück - für die niederländische Nationalmannschaft absolvierte er 58 Partien. 

Maarten Stekelenburg

Steve Mandanda (Crystal Palace, Vertrag bis 2019): Der französische Nationalkeeper – in der Equipe Tricolore die Nummer zwei hinter Hugo Lloris – verließ erst im vergangenen Sommer Olympique Marseille nach acht Jahren. Bei den „Eagles“ eroberte der 32-Jährige schnell den Stammplatz, muss aber seit Mitte November wegen einer Knieverletzung pausieren. Allerdings soll auch der FC Liverpool ein Auge auf den Vize-Europameister geworfen haben.

Steve Mandanda

Samir Handanovic (Inter Mailand, Vertrag bis 2019): Seit fünf Jahren spielt der ehemalige Nationaltorhüter Sloweniens bei den „Nerazzurri“. Nun gibt es aber Spekulationen, Inter würde Keylor Navas von Real Madrid holen wollen, sollten die „Königlichen“ David de Gea oder Thibaut Courtois als neue Nummer eins verpflichten. Bei Manchester United und dem FC Liverpool soll der 32-Jährige bereits gehandelt werden.

Samir Handanovic

Ron-Robert Zieler (Leicester City, Vertrag bis 2020): Als Ron-Robert Zieler nach dem Abstieg von Hannover 96 im Sommer 2016 zum amtierenden Meister Leicester City wechselte, hatte er sich den Ausflug in die englische Premier League mit Sicherheit anders vorgestellt. Der Weltmeister absolvierte lediglich neun Liga-Spiele und hat den Kampf um den Stammplatz gegen Kasper Schmeichel verloren. Die Qualität von Zieler ist unbestritten, jedoch scheint der 28-Jährige sich bei Leicester durchsetzen zu wollen. Es sei nicht der richtige Zeitpunkt über die Zukunft nachzudenken, so Zieler. Ob der Zeitpunkt bei einem etwaigen Bayern-Angebot dann der richtige wäre, scheint eher unwahrscheinlich zu sein. Andererseits: Wer hätte im Jahr 2014 mit dem Wechsel von Pepe Reina zu den Bayern gewechselt?

Ron-Robert Zieler

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mg/sdm

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