Bayern kann jetzt auch Zweikampf

Nach Porto-Gala: Warum nun das Triple möglich ist

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Jerome Boateng ist zwar Innenverteidiger, kann aber nicht nur Zweikampf: Der Abwehrspieler hat in der Champions League schon drei Treffer erzielt und drei Tore vorbereitet.

München - Mit einer 6:1-Demonstration gegen Porto hat der FC Bayern seine Ansprüche auf den Titel in der Königsklasse eindrucksvoll untermauert. Wir analysieren, warum jetzt das Triple immer realistischer wird.

Es war eine Demonstration: der Stärke, der Qualität, - und vor allem der Aggressivität! Mit 6:1 ballerte der FC Bayern den FC Porto im Viertelfinal-Rückspiel der Champions League aus der Allianz Arena. Dabei war ein Weiterkommen nach der 1:3-Hinspielpleite alles andere als gesichert.

Lahm: Das hinterlässt Eindruck in sämtlichen Ländern

Doch gegen die vergangene Woche noch höchst aggressiven und zweikampfstarken Portugiesen hielten die Spieler von Pep Guardiola dieses Mal entschlossen dagegen, ließen sich auch von einigen harten Grätschen oder gar Fouls nicht beeindrucken und setzten den taktischen Plan ihres Trainers, über die Flügel zu spielen, effizient um.

Das Ergebnis und die Art und Weise, wie es zustande kam, riefen europaweit Respekt hervor - in den Medien (hier geht es zu den Pressestimmen), aber auch bei den Konkurrenten. "Dass wir nach einem Hinspiel mit vielen entscheidenden Fehlern im Rückspiel so agieren gegen den bisher ungeschlagenen FC Porto, beeindruckt jeden Gegner", erklärt FCB-Kapitän Philipp Lahm in der "Bild". Die Gala hinterließ Eindruck, "das haben alle in sämtlichen Ländern registriert", glaubt Lahm.

Bayern kann jetzt auch Zweikampf

Mit der Glanzleistung gegen Porto hat der FC Bayern unter Beweis gestellt: Er kann auch Triple! Den gleichzeitigen Triumph in Meisterschaft, Pokal und Champions League schaffte der deutsche Rekordmeister 2013 zum ersten und bislang einzigen Mal, auch in dieser Saison steht dieses Kunststück als oberstes Ziel. "Bei einem Verein wie dem FC Bayern sind die deutsche Meisterschaft und der Pokalsieg nicht genug. Nur das Triple zählt", weiß Guardiola.

Dabei waren zuletzt einige Zweifel aufgekommen, ob es in der "Königsklasse" zum ganz großen Wurf reicht. Zu oft ließ der FC Bayern in den Duellen gegen starke Konkurrenten erkennen, dass ihm mit resolutem Zweikampfverhalten und klugem Konterspiel beizukommen ist - etwa in Porto oder auch im Achtelfinale beim Hinspiel gegen Schachtjor Donezk.

Weiterer Beleg: In der Bundesliga holte der FCB gegen die Mannschaften, die aktuell die Plätze 2 bis 5 belegen, in sieben Duellen lediglich neun Punkte - ein Schnitt von 1,29 Zählern pro Partie. In den restlichen 22 Bundesligaspielen sackte Bayern stattdessen durchschnittlich satte 2,9 Punkte pro Spiel ein.

Warum, wird beim Blick auf die jeweiligen Zweikampfbilanzen deutlich. Waren die Anteile beim 1:4 zum Rückrundenstart in Wolfsburg mit 50:50 Prozent entegegen der sonstigen Tendenz lediglich ausgeglichen, konnte der FCB etwa bei der Heimniederlage gegen Gladbach nur noch schlappe 42 Prozent der direkten Duelle für sich entscheiden.

Die schwachen Zweikampfwerte waren - neben den drei individuellen Patzern von Alonso, Dante und Boateng - auch im Hinspiel in Porto der Grund, warum die Bayern mit 1:3 untergingen. Nur 41 Prozent der Duelle Mann gegen Mann konnten die Bayern für sich entscheiden, im Rückspiel fiel die Quote dann mit 52:48 Prozent positiv für die Guardiola-Truppe aus. Thomas Müller, einer der Erfolgsgaranten, drückte das nach dem Schlusspfiff folgendermaßen aus: "Wir waren lebendiger vorne."

Bayern-Profis sind dem Druck gewachsen

Die Konzentration auf das Wesentliche schadet den Bayern offenbar nicht - und auch eine gewisse Drucksituation scheint dem Erfolg nicht abträglich, wie Thiago betont: "Wir mögen das, wir sind geboren für solche Spiele und wir sind stolz, sie zu spielen. Druck ist immer gut."

Das Triple ist also jetzt möglich! In der Bundesliga wird nichts mehr anbrennen, wahrscheinlich wird dem FC Bayern bereits am kommenden Woche die Meisterschaft nicht mehr zu nehmen sein. Auch im DFB-Pokal sind die Münchner nur noch zwei Siege von der erfolgreichen Titelverteidigung entfernt, am kommenden Dienstag wartet das brisante Halbfinale gegen Borussia Dortmund.

Und wer die Leistungen der anderen Teams, die sich für das Halbfinale in der Königsklasse qualifiziert haben, beobachtet hat, weiß: Der FC Bayern muss mit einer Leistung wie gegen Porto keinen Gegner fürchten. Oder um es mit den Worten von Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge zu sagen: "Wir sind nicht das Wunschlos der anderen."

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