Nach dem Pokal-Erfolg ist noch nicht Pause

FCB-Damen haben schwere Auswärtsspiele vor sich

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Trainer Thomas Wörle sorgt dafür, dass die Mannschaft es nirgendwo schleifen lässt.

FC Bayern München (Frauen) - Nach dem hochverdienten Pokal-Sieg in Bremen haben die Bayern-Frauen noch zwei schwere Spiele in Hoffenheim und Potsdam vor sich.

München – Gleich der Morgen nach dem Spiel wurde genutzt: Noch vor dem Abflug aus Bremen ließ Trainer Thomas Wörle die Bayern-Frauen in der Hansestadt auslaufen, ehe am Nachmittag der Rückflug anstand. Den Spielerinnen steckten 120 strapaziöse Minuten in den Knochen, das 3:0 hatten sie erst in der Verlängerung herausgeschossen. Aber es hilft ja nichts, es ist nicht die Zeit, sich zurückzulehnen. Am Sonntag in Hoffenheim und sieben Tage später in Potsdam müssen zwei harte Auswärtsaufgaben bewältigt werden – erst dann kann Weihnachten kommen.

Plätzchen und Christstollen sind bis dahin tabu, man will sich ja Heilig Abend nicht versauen, indem man den Vorsprung von neun Punkten an der Tabellenspitze unnötig minimiert. Wörle ist voll des Lobes über seine Mannschaft, weil „sie jede Partie bei Null beginnt und sich einfach nicht einlullen lässt – aber es wäre vermessen, zu glauben, dass unsere Serie ohne Niederlage nicht irgendwann endet. Und dann wird es interessant, wie die Spielerinnen damit umgehen.“ Seit über eineinhalb Jahren wurden die Münchnerinnen nun bereits nicht mehr geschlagen. Bliebe es so, wäre Weihnachten ein Wahnsinnsfest der Freude.

In Bremen dominierten die Bayern die Partie derart, dass zur Pause eigentlich alles geregelt hätte sein müssen. Aber der Platz war tief, und so ein Pokalspiel fordert seinen Tribut – Wörle war am Ende froh, dass der Aufwand doch noch belohnt wurde. Wieder einmal besorgte Gina Lewandowski den entscheidenden Treffer, ihr 1:0 brach nach 97 Minuten den Bann. „Das war kein Zufall“, sagte Wörle. Es lag zum einen daran, dass die US-Amerikanerin in Bremen eine offensivere Rolle zugeteilt bekommen hatte. Und zum anderen daran, „dass sie eine ist, die immer Verantwortung übernimmt“, so ihr Coach.

„Sie ist immer wachsam, hat einen riesigen Willen – wenn andere schon abschalten, ist sie noch da.“ Vivianne Miedema steuerte die restlichen Tore bei. Über die Niederländerin sagte Wörle, sie habe „in der Saison generell zugelegt. Sie versteckt sich in so einem Spiel wie in Bremen noch zu sehr, wenn der Gegner aggressiv ist. Aber wenn die Räume da sind, ist sie inzwischen viel kaltschnäuziger als früher.“ Bei einer 19-Jährigen müsse man halt einfach mit Schwankungen leben.

Wolfsburg, Sand und Freiburg sind die möglichen Gegner im Halbfinale, das für den 3. April terminiert ist. Wörle ist es egal, wer es wird: „Alles harte Brocken, aber machbar“, so sein selbstbewusster Kommentar. „Am wichtigsten wäre uns ein Heimspiel.“ Vermutlich ist es inzwischen eher so, dass die anderen Bayern als Los fürchten. Eine Mannschaft, die wenige Stunden nach einem harten Pokalspiel im Training wieder schuftet, wirkt jedenfalls nicht so, als würde sie es irgendwo schleifen lassen.

Quelle: fussball-vorort.de

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