Das war kein Zufall!

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Tim Borowski entwickelt sich bei den Bayern immer mehr zum Goalgetter.

München/Florenz - Wieder im Rückstand und wieder nicht verloren. Die Bayern zeigen Nehmerqualitäten der besonderen Art.

Ob gegen Hamburg, Wolfsburg, Lyon oder am Mittwoch beim 1:1 in Florenz. Jedesmal führte der Gegner, nie verloren die Bayern. Für die Nerven nicht das Beste, für die Moral Gold wert. Fragt sich nur, woher diese Tugend. Eine Erklärung: die Fitness!

„Die Bundesliga lief schon, da waren wir noch in der Vorbereitung. Wir haben intensiv trainiert und jetzt merken die Jungs, dass sich die Arbeit auszahlt“, sagt Jürgen Klinsmann. „Wir haben hervorragende Leute bei uns im Stab, die individuell mit den Jungs arbeiten. Selbst ältere Spieler kommen zu uns. Mark van Bommel hat gesagt: Ich habe mich selten so frisch und fit gefühlt. Es ist kein Zufall, dass wir die letzten Spiele ohne Probleme gedreht haben.“

Die Bayern mögen vielleicht nicht immer den ansehnlichsten Fußball spielen. Doch obwohl seit Wochen und Monaten Altintop, Toni, Lahm, Sagnol und zu Beginn der Saison Ribéry und Demichelis ausfielen, kauft ihnen immer seltener einer den Schneid ab.

Klinsmann erfreut: „Wir wollen die Alternativen auf der Bank, da kommt Qualität nach, damit auch andere mal Pausen bekommen. Wir warten auf Willy, Hamit und Philipp. Da ist viel Bewegung bei uns. Um gegen die Großen bestehen zu können, brauchen wir so eine Bank.“

Zu Beginn stolperten die Bayern immer wieder, gaben eine unglückliche Figur ab. Doch der neue „Wir-geben-nicht-auf-Trend“ beeindruckt die Bosse. „Die Mannschaft ist in einer sehr guten körperlichen Verfassung, sonst könnte sie nicht in jedem Spiel so viel Gas geben. Das ist sicherlich auch ein Verdienst des Trainers“, unterstreicht Manager Hoeneß. „Mit dem Ergebnis bin ich sehr zufrieden, von der zweiten Halbzeit bin ich total begeistert, die war überragend. Nach dem Rückstand hat sich die Mannschaft unglaublich gesteigert und hat in der zweiten Hälfte gespielt wie aus einem Guss“, schwärmt Hoeneß weiter.

Immer wieder diese zweite Hälfte, in denen sich die Klinsmänner aufbäumen, zusammenreißen, zurückkommen. „Unsere Mannschaft hat in der zweiten Halbzeit wieder mal super gespielt und sich das Ergebnis mehr als verdient. Das ist ein Zeichen, dass die Mannschaft körperlich topfit ist. Wir spielen alle drei Tage, und geben in der zweiten Halbzeit Vollgas. Das ist ein gutes Zeichen, wenn die Mannschaft dazu im Stande ist“, fasst Karl-Heinz Rummenigge das Auftreten zusammen. Der deutsche Meister hat sich mit dem Punkt in Florenz so gut wie fürs Achtelfinale qualifiziert. Ein Zähler gegen Bukarest und man ist durch. Die Vorfreude darauf wird noch nicht gen Himmel geschrien, aber es kribbelt.

Jürgen Klinsmann denkt vielleicht an Juve, Chelsea oder Barcelona, wenn er sagt: „Wenn es in die K.o.-Runde geht, sind das Highlights und mit der richtigen Einstellung sind wir sehr konkurrenzfähig.“ Für manchen mag das wie eine Drohung klingen.

Quelle: tz

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