Reue für bösen Kommentar

FCB-Fan legt sich mit dem BVB-Netradio an

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Wie immer lieferten sich der BVB und die Bayern ein hartes Match.

München - Bayern gegen den BVB - das verspricht nicht nur heiße Duelle auf dem Rasen. Abseits des Spiels legte sich am Samstag ein Bayern-Fan mit Reportern des BVB-Netradios an. Doch die keilten zurück.

Während Duellen zwischen dem FC Bayern und Borussia Dortmund geht es traditionell zur Sache. Nicht nur auf dem Rasen, wo sich am Samstagabend die Spieler von Jürgen Klopp und Pep Guardiola eine faszinierende Partie lieferten, sondern auch auf der Tribüne. Dort, auf der Pressetribüne der Allianz Arena, sahen sich nämlich ein Anhänger der Roten und zwei Reporter des BVB-Netradios miteinander konfrontiert.

Der vereinseigene Radiosender ist bekannt für seine emotionalen Kommentatoren. Legendär geworden ist unter anderem Norbert Dickel für seine Begleitung des Champions-League-Matches gegen den FC Malaga. Dort schafften die Schwarz-Gelben im April 2013 buchstäblich in letzter Minute den Einzug ins Halbfinale der Königsklasse - und Dickel so wie den Rest des Stadions hielt nichts mehr auf den Sitzen. Zum Ende dieser Saison war übrigens das dramatische Finale von Wembley, bei dem die Bayern den BVB mit 2:1 besiegten.

Das selbe Ergebnis hatte auch der Kracher am Samstagabend. Dementsprechend wenig euphorisch kommentierte das vom BVB nach München entsandte Reporterduo von den letzten Sekunden des Spiels. Während einer der beiden Kommentatoren das Spiel für die Zuschauer schon mit resignierten Worten beendet("Der FC Bayern München gewinnt durch Tore von Lewandowski und einem irregulären Foulelfmeter von Arjen Robben"), hört man als Zuschauer plötzlich einen Bayern-Fan lautstark im Hintergrund jubeln und gröhlen.

Die emotionsgeladene Reaktion des Co-Kommentators in Richtung seines Kollegen: "Hau dem Vogel da eine auf den Schädel." Und der Vorredner gibt ähnlich emotionalisiert zurück: "Nein ich schlage ihn nicht, du musst mal sehen wie der aussieht. Der ist schon gestraft genug, so wie der aussieht. Nein, nein. Wenn man da draufhaut sieht der noch besser aus." Harte Worte, die einem im Eifer des Gefechts als Fan vielleicht mal herausrutschen könnten, aber nicht sollten.

Gegenüber unserer Onlineredaktion zeigte der Reporter des BVB-Netradios am Montag entsprechend Reue für seine Aussagen, erklärte aber auch die Situation. Schon während des vorherigen Spielverlaufes habe es Kommunikation zwischen den beiden Dortmund-Reportern und dem Fan gegeben. Sei es durch Blicke und Gesten wie "Daumen hoch von unserer Seite beim Führungstor durch Marco Reus", oder "feixend von seiner Seite beim Ausgleich durch Robert Lewandowski".

Sportlich fair und vereint in der Liebe zum Fußball also und "von beiden Seiten absolut nicht böse, sondern ironisch gemeint". Doch mit zunehmender Spieldauer wurde der Bayern-Fan dann offenbar etwas übermütig. Er brüllte teilweise auch direkt in das Außenmikrofon des BVB-Netradios, was eigentlich die Stimmung im Stadion transportieren soll. Auch beim Siegtreffer durch Arjen Robben und auch beim Schlusspfiff, wie im Video zu hören.

Der Netreporter der Dortmunder erklärte unserer Onlineredaktion, dass die Aussagen von ihm und seinem Kollegen "ganz bestimmt nicht ernst, sondern ironisch gemeint waren" und bedauerte die Reaktionen. Er sprach auch eine direkte Einladung an den übermütigen Bayern-Fan aus: "Ich würde ihn gerne zum Rückspiel nach Dortmund einladen. Er kann dann neben mir sitzend das Spiel verfolgen."

Eine starke Geste des Dortmunders.

bix

Aufruf an unsere Leser: Kennen Sie den betreffenden Bayern-Fan vielleicht oder waren Sie selber der Fan? Melden Sie sich bei uns unter onlineredaktion@tz.de oder auf unserer Facebook-Seite FC Bayern News. Wir stellen gerne den Kontakt zum BVB-Netradio her damit Sie die Einladung einlösen können.

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