Müller macht dem Nachwuchs Mut!

FCB-Kapitän Müller und NLZ-Chef Sauer machen dem Nachwuchs Mut

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Kleiner Thomas:  Müller durchlief sämtliche Jugend-Abteilungen des FCB. Er hat es auch ohne modernen Campus zum Profi geschafft und wünscht sich baldmöglichst ein neues Bayern-Eigengewächs

Acht Jahre ist es schon her, dass ein gewisser David Alaba sein Profi-Debüt für den FC Bayern feierte. Der Österreicher hat mittlerweile 200 Bundesligaspiele absolviert.

München - Somit ist er das letzte Bayern-Eigengewächs, das sich bei den Profis etabliert hat – mit gerade einmal 25 Jahren. „Es ist schon eine Zeit lang her, dass ich den Sprung zu den Profis geschafft habe. Das Ziel von Bayern München ist es, dass in Zukunft immer wieder junge Spieler hoch kommen. Der Verein ist aber auf einem sehr guten Weg und mit dem neuen Campus sind die besten Voraussetzungen geschaffen“, sagt Alaba der tz.

Parade-Bayer und Vorzeige-Eigengewächs Thomas Müller sieht das ähnlich, wie er der tz verrät: „Die Bedingungen da draußen sind super. Ich denke, dass die Jungs alles haben, um sich gut zu entwickeln. Der Rest ist nicht planbar. Jeder im Verein will ja, dass Spieler nach oben kommen. Aber darüber entscheidet im Endeffekt auch Timing, der richtige Zeitpunkt und ein bisschen Glück.“ Müller macht dem Nachwuchs Mut!

Am Wochenende findet der Campus statt

Wie weit der Bayern-Nachwuchs auch im internationalen Vergleich schon ist, wird sich in den kommenden Tagen zeigen. Denn: Am Wochenende findet erstmals der Campus-Cup an der Ingolstädter Straße statt. Neben den roten Lokalmatadoren nehmen daran auch die U-16-Nachwuchsmannschaften des VfB Suttgart, Red Bull Salzburg und Manchester United teil.

Das noch größere Schmankerl gibt’s aber am kommenden Mittwoch ab 18 Uhr. Zum Achtelfinale der Youth-League gastiert niemand geringeres als der königliche Nachwuchs von Real Madrid am Campus, der Eintritt ist übrigens frei. Das freut einen ganz besonders: Jochen Sauer.

„Es geht darum, unsere Jungs individuell noch besser zu entwickeln, auf ein anderes Niveau zu heben“

Der Leiter des Nachwuchsleistungszentrum erhofft sich gerade durch solche K.o.-Duelle mit internationalen Top-Klubs einen Entwicklungsschub seiner Schützlinge. Sauer erklärt im Gespräch mit der tz: „Das ist für uns alle eine Riesen-Geschichte. Es geht darum, unsere Jungs individuell noch besser zu entwickeln, auf ein anderes Niveau zu heben. Dafür sind solche Spiele entscheidend und wichtig. Die Gruppenphase ist auch hart, da geht es um jeden Punkt, aber jetzt geht es in den K.o.-Duellen darum: Bleibst du drin oder nicht?“

Lesen Sie auch: Bayerns Luxuskader: Wer muss auf die Tribüne?

Mindestens genau so entscheidend sind für den Campus-Boss aber die Aspekte, die nicht direkt etwas mit dem Sportlichen zu tun haben. „Die Jungs kommen zum ersten Mal in eine Situation, dass sie ein bisschen Druck verkraften müssen, dass mediales Interesse da ist und hoffentlich viele Zuschauer da sind. Das sind genau die Themen, die irgendwann noch viel stärker hinzu kommen, wenn du Profi werden und bei Bayern spielen willst. Das müssen Spieler mit fußballerischem Talent auch alles wegstecken können“, sagt Sauer. Deswegen will der FC Bayern international so viele Spiele wie möglich bestreiten und Runde für Runde weiter kommen.

Das wäre natürlich auch ganz im Sinne der Bosse aus der Profi-Abteilung. Bei der Campus-Eröffnung im Sommer kündigten Präsident Uli Hoeneß und Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge bereits an, dass das neue NLZ die Münchner Antwort auf den Transfer-Wahnsinn im internationalen Fußball ist. Wenn alles nach Plan läuft, ist es also bloß eine Frage der Zeit, wann wieder Eigengewächse in der Profi-Mannschaft zu finden sind.

Manuel Bonke

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