Flüchtlingsaktion

FCB sorgt mit "Fan-Run"-Aktion für teilweise Kritik

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Am 10. Oktober soll der "Fan-Run" in der Allianz-Arena stattfinden.

München - Der FC Bayern will mit einem "Fan-Run" durch die Allianz Arena Flüchtlinge unterstützen - die Umsetzung sorgt allerdings für Kritik.

Rund 20.000 Läufer sollen am zweiten Oktober-Wochenende für Flüchtlinge durch die Allianz Arena laufen und so "ein Zeichen für Menschlichkeit" setzen, wie der FC Bayern im Internet schreibt. Doch die Charity-Aktion wirft einige Fragen auf, wie Recherchen von "

Spiegel-Online

" und dem FC-Bayern-Blog "

Miasanrot

" aufzeigen. Auch

auf Twitter

äußerten sich Fans dazu.

Wie seriös ist die Veranstaltung?

Was für Irritationen sorgt: Meldet man sich als Teilnehmer bei der Veranstaltung an, kommt man mit mehreren Organisationen in Verbindung, die allesamt untereinander vernetzt sind. Auf der Fanrun-Seite registriert man sich mit einem Formular von "Trackmyrace.com", abgebucht wird die Teilnahmegebühr von 29,90 auf das Konto der Mandigo GmbH. Hinter beiden Namen steckt eine Person: Der Geschäftsführer Ralf Nagel, der gleichzeitig federführend bei der Organisation des "Fan Run" ist.

Nicht unwesentlich beteiligt ist auch die "Bild"-Zeitung. Deren Aktion "#refugeeswelcome - WIR HELFEN" sowie "Ein Herz für Kinder" werden nämlich mit den Spendengeldern unterstützt. Gleichzeitig erhält allerdings auch jeder Teilnehmer einen Gutschein für ein einjähriges Abo von "Bild Plus", dem Premiumangebot der Zeitung, im Wert von fast 60 Euro. Immerhin besserte der Veranstalter hier nach: Ursprünglich war statt des Gutscheins eine Anmeldung bei "Bild Plus" verbindlich. 

Was passiert mit den Spenden?

Auf der Internetseite von "Fan Run" finden sich zudem keine Informationen darüber, wer zu welchen Teilen von dem gespendeten Geld profitiert. Erst auf Nachfrage des Spiegel-Redakteurs äußerte sich der Veranstalter zu der Verteilung der Spendengelder: "Nach Abzug der Eventkosten werden die Einnahmen aus Spenden und Startgeldern vollständig an Flüchtlingsprojekte gegeben". Wie hoch die Eventkosten sind, blieb allerdings unklar. Der FC Bayern selber äußerte sich bislang nicht zu der Veranstaltung.

Insgesamt bringt sich der FC Bayern, der sich auch auf viele andere Weisen für die Flüchtlinge einsetzt, mit der "Fan-Run"-Aktion in eine unangenehme Situation. Denn so gut die Grundidee der Veranstaltung sein mag - die Ausführung sorgt für Fragezeichen bei den Fans.

Anmerkung: Der Autor dieses Artikels ist für den im Text erwähnten Blog "Miasanrot" als Redakteur tätig. 

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