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Mané, Ajax-Stars, de Ligt: Matthäus wundert sich, dass der FC Bayern plötzlich so viel Geld hat

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Von: Patrick Freiwah

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Der FC Bayern gibt im Sommer 2022 etliche Millionen Euro an Transfersummen für neue Spieler aus
Der FC Bayern gibt im Sommer 2022 etliche Millionen Euro an Transfersummen für neue Spieler aus. © Jan Huebner/Imago

Zuletzt war beim FC Bayern von weniger Geld die Rede. Neue Spieler lässt sich der Rekordmeister jedoch stolze Summen kosten. Wie passt das zusammen? Lothar Matthäus wundert sich.

München - Aufgrund von Corona gerieten viele Profiklubs dem Vernehmen nach finanziell ins Schwimmen. Sogar der FC Bayern als einer der reichsten Klubs Europas bekundete, dass man sich in diesem Hinblick auf andere Zeiten einstelle. Doch was ist davon übrig geblieben? Für die neue Saison 2022/23 hat der Serienmeister der Bundesliga bereits Mega-Summen investiert - und es könnten noch viele Millionen Euro mehr werden.

Auch TV-Experte und Ex-Nationalspieler Lothar Matthäus ist über die Transferaktivitäten seines Ex-Klubs Bayern München überrascht. „Ich wundere mich, woher plötzlich das viele Geld kommt“, erklärt der deutsche Rekord-Nationalspieler gegenüber der Bild. „Es hieß zuletzt immer, man habe weniger zur Verfügung, auch wegen Corona. Man findet auch deswegen mit Lewandowski keine Einigung über eine Verlängerung. Gnabrys Situation ist ungeklärt. Und dann kommt Mané für bis zu 41 Mio. Euro, soll Laimer kommen für 25, 30 Mio. Euro, soll de Ligt kommen für 60, 70 oder 80 Mio. Euro“, so der 61-Jährige.

FC Bayern: Weniger Investitionen wegen Corona? Von wegen

Dabei hatte die Vereinsführung des FC Bayern immer wieder betont, dass Transfers in dieser Größenordnung vor allem auch wegen der Einbußen durch die Corona-Pandemie kaum mehr finanzierbar seien. Doch diese Bekundungen scheinen längst in Vergessenheit geraten. Kein Wunder, die Einnahmen sprudeln weiter: Ticketpreise könnten steigen, lukrative Sponsoringverträge bleiben bestehen - und Fantrikots werden Jahr für Jahr teurer.

Derweil kritisiert Ex-Profi Paul Breitner das Transfer-Theater um Stürmerstar Robert Lewandowski:

Der nächste Mega-Transfer in München könnte der niederländische Abwehrstar Matthijs de Ligt sein. Der Verteidiger soll bei Juventus Turin seinen Wechselwunsch hinterlegt haben und einen Transfer zum FC Bayern anvisieren. Die finanziellen Rahmenbedingungen (Matthäus: „Super-Transfer, wenn es klappt“) wären üppig: Der 22-Jährige soll in Italien eine Ausstiegsklausel in Höhe von 120 Millionen Euro haben. Juventus zahlte im Sommer 2019 stolze 85,5 Millionen Euro an Ajax Amsterdam und fordert angeblich mindestens 60 Millionen Euro.

FC Bayern im Sommer 2022: München könnte 100-Millionen-Marke knacken

Bisher hat Bayern München bereits die Mittelfeldspieler Sadio Mané und Ryan Gravenberch sowie Außenverteidiger Noussair Mazraoui verpflichtet. Der FCB hat angeblich 32 Millionen Euro als Ablösesumme für Mané (30) an Liverpool gezahlt. Durch Zusatzleistungen könne die Summe im weiteren Verlauf noch auf 41 Millionen steigen. Für den zehn Jahre jüngeren Gravenberch von Ajax Amsterdam war eine Ablöse von 18,5 Millionen Euro fällig, die sich durch Bonuszahlungen noch um 5,5 Millionen Euro erhöhen könne. Noussair Mazraoui (24) wurde dagegen ablösefrei verpflichtet.

Doch das scheint es noch nicht gewesen zu sein: Auch den Leipziger Konrad Laimer wollen die Bayern offenbar holen, die Ablöse könnte sich auf etwa 25 Millionen Euro belaufen. Ob mit oder ohne den RB-Leipzig-Kicker: Sollte der FC Bayern de Ligt aus Turin loseisen, würde man im Sommer 2022 weit über 100 Millionen Euro an Transfersummen ausgeben. (pf/dpa)

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