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Magath verhinderte Odonkor-Wechsel zu Bayern

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Von: Gregory Straub

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David Odonkor. © dpa

Bielefeld - David Odonkor war einer der Helden des Sommermärchens bei der WM 2006. Danach wäre er beinahe beim FC Bayern gelandet, doch Felix Magath wollte den damaligen Dortmunder nicht.

Seine Einwechslung im zweiten Gruppenspiel bei der WM 2006 in Deutschland gegen Polen, sein Sprint über die rechte Seite in der 90. Minute, die Flanke auf Oliver Neuville - Tor! Deutschland im Achtelfinale, das Sommermärchen nahm seinen Lauf.

David Odonkor wurde durch diese Szene berühmt, auch Jahre später erinnert sich der Fußball-Fan noch an diese eine Szene. Für Odonkor, der ansonsten bei der WM keine besondere Rolle mehr spielen sollte, stand nach dem Turnier dennoch eine goldene Zukunft bevor. Sogar der FC Bayern interessierte sich für den damaligen Dortmunder, erzählte Odonkor jetzt der "Sport Bild". "Mein Berater hat sich damals mit Uli Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge getroffen", so der heute 29-Jährige. Doch aus einem Wechsel wurde nichts. "Felix Magath (damals Trainer der Bayern, d. Red.) war gegen einen Wechsel."

So hieß es für den Flügelflitzer nach der WM Betis statt Bayern! Der spanische Erstligist Betis Sevilla verpflichtete Odonkor für 6,5 Millionen Euro, und die Karriere Odonkors sollte zusehends an Fahrt verlieren. Nach fünf Jahren in Andalusien, in denen er auf Grund zahlreicher Verletzungen nur auf 51 Einsätze kam, spielte Odonkor noch für Alemannia Aachen und den FC Hoverla-Zakarpattya Uschhorod in der Ukraine. Vor wenigen Wochen dann das frühe Karriereende - das Knie wollte nicht mehr mitmachen!

Heute ist Odonkor Co-Trainer beim Regionalligisten SC Verl. Wer weiß, ob vieles vielleicht anders gekommen wäre, wenn Felix Magath nicht sein Veto eingelegt hätte - vielleicht hätte David Odonkor auch beim FC Bayern das eine oder andere Märchen mitgeschrieben.

wi

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