Bayern-Star spricht über seine Zukunft

Ribéry: "Deutscher werden? Warum nicht?"

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Franck Ribéry liebäugelt mit der deutschen Staatsbürgerschaft.

München - Franck Ribéry spricht in einem Interview über sein verändertes Verhältnis zu Arjen Robben, seinen Bruch mit Frankreich und den Gedanken Deutscher zu werden.

Seit 2007 trägt Franck Ribéry nun schon das Trikot des FC Bayern. Und er wird es wohl bis zu seinem Karriereende tragen. Der mittlerweile 31-Jährige denkt langsam aber sicher an seine Zukunft ohne aktiven Fußball.

Im Interview mit der Bild verrät er nun seine Pläne. Und überrascht! Franck Ribery liebäugelt mit der deutschen Staatsbürgerschaft! "Warum nicht? Ich kann mir vorstellen, auch nach der Karriere in München zu bleiben. Weil ich ein gutes Gefühl in Deutschland habe. Wenn ich das tue, dann für meine Familie, für die Zukunft. Ich habe ein sehr schönes Haus gekauft, wir leben die deutsche Mentalität. Ich mag das."

Auch seiner Familie tut das Leben in der bayerischen Landeshauptstadt gut. "Meine Kinder sind gut in der Schule, haben deutsche Freunde. Meine älteste Tochter Hiziya lacht immer über mein Deutsch – und ich lache mit! Ich habe es ja nicht in der Schule gelernt, sondern im Alltag, von den Menschen. Und mein Sohn Saif ist in Deutschland geboren. Er kann sogar mal für Deutschland spielen." Ein Ribéry für Deutschland - kein schlechter Gedanke!

Mit seinem Heimatland Frankreich hat der 31-Jährige zumindest sportlich abgeschlossen. Er hatte die WM 2014 verletzt verpasst und nach einem Streit über seine medizinische Behandlung auch seinen Rücktritt aus der Nationalmannschaft bekannt gegeben. "Ich war getroffen. Richtig getroffen von dem, was vor der WM 2014 passiert ist", sagt er traurig. Zwei Jahre hatte ich alles für diese WM getan, hatte die meisten Vorlagen und Tore in der Qualifikation. Frankreich war wegen mir bei der WM. Aber das alles ist endgültig vorbei."

Verstehen sich richtig gut: Franck Ribéry (l.) und Arjen Robben.

Jetzt zählt nur noch der FC Bayern für ihn. Und dort entwickelte sich mittlerweile eine richtige "Fußballer-Liebe" mit einem Kollegen, mit dem es einst etwas Zwist gab. Mit Arjen Robben. "Wir haben beide verstanden, dass es nicht um Ribéry oder Robben geht", erklärt der Franzose. "Sondern, dass wir nur zusammen das Beste für den FC Bayern erreichen können. Er weiß, wie ich funktioniere, ich verstehe ihn. Natürlich treffe ich gerne, aber es macht mich froh, wenn Arjen Tore schießt. Oder ein anderer. So bin ich. Ich bin nicht neidisch. Ich bin glücklich mit dem, was ich erreicht habe."

Und der FC Bayern ist glücklich, diesen Franck Ribéry in seinen Reihen zu wissen.

fw

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