Gemunkel um Florenz-Abschied

Franck Ribéry redet Tacheles zur Bundesliga-Rückkehr - Vertragsende in Italien rückt immer näher

Hatte während seiner Zeit in München viel gute Laune: Franck Ribéry (r.) - hier mit Thomas Müller nach dem DFB-Pokalsieg 2019.
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Hatte während seiner Zeit in München viel gute Laune: Franck Ribéry (r.) - hier mit Thomas Müller nach dem DFB-Pokalsieg 2019.

Franck Ribéry ist eine der größten Bayern-Legenden der Neuzeit. Gibt es möglicherweise bald ein Wiedersehen in der Bundesliga?

Update vom 18. März, 12.15 Uhr: Der langjährige Bayern-Profi Franck Ribéry muss nach zwei Jahren beim AC Florenz offenbar die Segel streichen. Der italienische Erstligist wird den auslaufenden Vertrag mit dem Franzosen laut der italienischen Gazzetta dello Sport nicht verlängern, weshalb der 37-Jährige mit einem Wechsel nach Deutschland in Verbindung gebracht wurde.

Franck Ribéry vor Bundesliga-Wechsel? Abstiegskampf in Italien hat Priorität - „Brauchen noch viele Punkte“

Das spanische Sport-Portal Don Balon brachte Eintracht Frankfurt ins Spiel, obwohl sich die Adler den einstigen Superstar der Bayern wohl alleine aufgrund des hohen Gehalts nicht leisten könnten. Im Sommer 2019 gab es hingegen eine Anfrage aus Frankfurt, wie der Profi bestätigte.

Gegenüber dem Sender Sky äußerte sich die Ikone des FC Bayern nun geradeheraus über die derzeitigen Wechsel-Gerüchte um seine Person. „Meine Priorität ist Florenz, ich bin richtig zufrieden, ich bin glücklich“, meinte er trotz seines auslaufenden Vertrags bei der Viola.

„Es sind noch viele Spiele, wir brauchen noch viele Punkte. Für mich ist das eine große Mission“, meinte Ribéry weiter und bezog sich auf die Rest-Saison, in der sein Team einen möglichen Abstieg verhindern muss. Sieben Punkte beträgt der Rückstand der einstigen Spitzenmannschaft auf den ersten Abstiegsplatz. „Ich will immer meiner Mannschaft, meinem Klub helfen. Für die Zukunft kann ich noch nichts sagen. Es ist noch zu früh“, so der neunmalige Deutsche Meister.

Franck Ribéry vor Deutschland-Rückkehr? Namhafter Bundesligist soll interessiert sein

Update vom 17. März, 10.01 Uhr: Zaubert König Franck schon bald wieder in der Bundesliga? Zuletzt kamen Gerüchte auf, dass die Bayern-Legende bald wieder in Deutschland spielen könnte. Denn: Ribérys aktueller Klub AC Florenz möchte den Kader verjüngen. Der Vertrag des 37-Jährigen läuft im Sommer aus, der Franzose sei aber noch nicht bereit für ein Karriereende - also wird unter anderem auch die deutsche Elite-Liga als mögliche Destination genannt.

Die Spekulationen nahmen in den vergangenen Tagen weiter Fahrt auf - angeblich soll Eintracht Frankfurt interessiert sein! Das berichtete zumindest das spanische Portal Don Balon. Die SGE hatte tatsächlich schon einmal Kontakt zu Ribérys Berater aufgenommen, allerdings war das kurz vor seinem Abschied aus München im Jahr 2019.

Damals konnte man sich nicht auf einen Wechsel einigen. Heute wohl auch nicht. Denn auf der Linksaußen-Position ist die Eintracht bereits mit einem der besten Bundesliga-Spieler gesegnet: Filip Kostic. Selbst wenn der begehrte Serbe die Hessen verlassen sollte, hat man in Frankfurt mit Union Berlins Christopher Lenz schon Ersatz für den linken Flügel - wenn auch etwas defensiver - verpflichtet. Ribéry wäre den Adlern wohl auch zu verletzungsanfällig und zu teuer - schließlich streicht der einstige Champions-League-Sieger immer noch ein ordentliches Gehalt ein.

Selbst wenn es für Ribéry und die Eintracht nicht klappen sollte: die Bundesliga soll trotzdem das Ziel des Super-Dribblers bleiben. Und neben den Frankfurtern wären da dann ja noch 17 andere Kandidaten.

Franck Ribéry bald wieder in der Bundesliga? Bayern-Legende muss Florenz wohl verlassen

Erstmeldung vom 15. März, 12.05 Uhr: München - Bayern hat wieder einen König! Zugegeben, dieser Slogan war 2007 schon extrem mutig. Würde er wirklich so einschlagen, wie alle vermuten? Selbst wenn - muss er deshalb gleich so pompös präsentiert werden? Und überhaupt: Bayern hat wenn dann doch nur einen Kaiser namens Franz.

Mehr als ein Jahrzehnt später ist die damalige Mega-Werbung von Nike noch immer legendär und tatsächlich sollte sie recht behalten: Franck Ribéry wurde gleich nach seiner Verpflichtung im Sommer 2007 zum neuen Bayern-König. Er spielte sich in die Herzen der Fans. Er gewann mit den Roten alles, was es zu gewinnen gab*.

Franck Ribéry: Bayern-Legende vor Abschied aus Florenz?

Der Franzose hatte sich 2019 dann verabschiedet, schlug ein neues Kapitel in Italien auf. Es war nicht so, dass er nicht mehr Teil der Bayern-Familie sein wollte. Und auch die Verantwortlichen hätten ihren einstigen König wohl noch gerne gehalten. Aber es griffen dann eben doch die Gesetze des modernen Fußball-Marktes: Neue Spieler, jüngere Spieler - sie sollten auch eine Chance auf goldene Bayern-Zeiten haben. Und so endete die Ära Ribéry/Robben, um Platz zu machen für das folgende Zeitalter mit Gnabry, Coman und letztlich Sané.

Möglicherweise gibt es aber bald ein Wiedersehen mit König Franck? Angeblich soll der Super-Dribbler nämlich vor einem Abschied aus Florenz stehen! Die Violetten wollen, so berichtet es die renommierte italienische Zeitung Gazzetta dello Sport, den Kader verjüngen. Klar, dass ein 37-Jähriger da dann keinen Platz mehr hätte. Ribérys Vertrag läuft im Sommer 2021 aus - was dann? Interesse gibt es angeblich aus der zweiten italienischen Liga vom Berlusconi-Klub Monza. Beim Aufstiegsaspiranten kicken aktuell schon Mario Balotelli und Kevin-Prince Boateng. Das wäre doch ein explosives Trio! Es gibt aber noch eine weitere Option laut Gazzetta: die Bundesliga.

Bundesliga: Franck Ribéry bald wieder in Deutschland aktiv?

Eine Rückkehr nach Deutschland sei angeblich möglich, konkrete Interessenten soll es schon geben - die Zeitung nennt die Vereine aber nicht. Wo könnte Ribéry hinpassen? Beim FC Bayern* wird für ihn wohl eher kein Platz sein. Wenn es um spektakuläre Transfers geht, ist in der jüngeren Vergangenheit vor allem ein deutscher Klub zu nennen: natürlich Hertha BSC. Mit Sami Khedira lockte man erst in der Winterpause einen Altmeister aus der Serie A in die Bundesliga*. Gelingt das auch bei Ribéry? Würde der Franzose nach Berlin passen? Und trifft er womöglich schon bald gegen seine alte Liebe aus München? Schwer zu sagen.

Fakt ist: Er hat es immer noch drauf! Seit seiner Ankunft im Sommer 2019 absolvierte der einstige Nationalspieler 42 Spiele für Florenz. Dabei erzielte er vier Tore und bereitete neun weitere vor. Und wenn es für die Fiorentina reicht, warum dann nicht auch für die Bundesliga? (akl) *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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