Rückkehr vor Weihnachten geplant

Ribéry fiebert Comeback entgegen: "Kann kommen, wer will"

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Ribéry soll bald ins Mannschaftstraining einsteigen. 

München - Am 11. März hat Franck Ribery das letzte Mal Fußball gespielt. Langsam kämpft sich der Franzose wieder heran.

Das Lächeln bei Franck Ribery ist zurück. Zwar steht immer noch nicht fest, wann der 32-Jährige wieder für Bayern München auflaufen wird. Doch nach knapp acht Monaten ist zumindest ein Ende der Leidenszeit in Sicht.

Der Franzose übt an der Säbener Straße schon eifrig mit dem Ball, hat inzwischen die Lauf- gegen Fußballschuhe getauscht. Auch eine Rückkehr ins Mannschaftstraining könnte bald bevorstehen. „Wir haben ihn die letzten Tage auf dem Platz gesehen. Wir freuen uns, dass Franck Schritt für Schritt wieder zurückkommt. Ich hoffe, dass er bald wieder dabei ist“, sagte Trainer Pep Guardiola vor dem Champions-League-Spiel am Mittwochabend gegen den FC Arsenal. Möglicherweise könnte der Franzose vor Weihnachten sein Comeback im Bayern-Trikot geben. 

Unter Druck soll Ribery aber nicht gesetzt werden, zu groß ist die Angst beim deutschen Rekordmeister vor einem Rückschlag. „Wichtig ist, dass er fit zurückkommt“, betonte Guardiola. Zumal der Bayern-Trainer in Douglas Costa, Kingsley Coman und Arjen Robben über ausreichend Alternativen verfügt. Vorbei sind die Zeiten, in denen das Bayern-Spiel ohne Ribery krankt. Dennoch sehnt Kapitän Philipp Lahm dessen Comeback herbei: „Wir brauchen ihn, um unsere Ziele zu realisieren.“

"Ich muss trainieren, um glücklich zu sein"

Am 11. März hatte der Offensivspieler zuletzt für die Bayern gespielt. In der 59. Minute war Ribery beim 7:0 in der Champions League gegen Schachtjor Donezk mit einer Blessur am rechten Sprunggelenk ausgewechselt worden. Von einer Pause von nur wenigen Tagen war zunächst die Rede gewesen - daraus sind mittlerweile 34 Wochen geworden, nachdem sich die Knochenhaut entzündet hatte.

Inzwischen ist jedoch der tief sitzende Frust vorsichtigem Optimismus gewichen. Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge hatte unlängst die Hoffnung geäußert, dass Ribery noch in diesem Jahr sein Comeback feiern wird. Es sei wichtig gewesen, so Rummenigge, „dass wir die richtige Diagnose und Behandlung gefunden haben“. Zumal „zu Beginn ein paar Dinge nicht so gut gelaufen sind“, wie Ribery in einem Interview äußerte. Ins Detail wollte er allerdings nicht gehen.

Was seinen Gemütszustand betraf, war der sensible Franzose dagegen auskunftsfreudiger. „Du kannst dir nicht vorstellen, wie sehr das alles nervt. Du weißt nicht, wie schwer das für den Kopf ist. Das ist hart“, verriet der Mittelfeldspieler im August dem kicker. Zuvor hatte er in einem Bild-Interview gar von einer „Katastrophe“ gesprochen und sein ganzes Dilemma offenbart: „Ich habe eigentlich alles, wovon man im Leben träumen kann. Aber ich bin nicht frei. Ich muss trainieren, um glücklich zu sein.“

Jetzt trainiert Ribery wieder. Und bei seinem Comeback werde er stärker zurückkehren, kündigte er schon vor Wochen an. Deshalb mache er sich trotz der Konkurrenz keine Gedanken um seinen Platz: „Wenn ich keine Verletzung habe, hundert Prozent fit bin, dann kann kommen, wer will“.

SID

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