Besonders die Kinder halfen ihm

"Das war kein Spaß": Bewegendes Ribéry-Interview

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Franck Ribéry will in der Rückrunde wieder voll angreifen.

München - Franck Ribéry hat beim FC Bayern kein leichtes Jahr hinter sich. Nun sprach er über seine Verletzung, das Comeback und die Unterstützung durch seine Familie.

Neun lange Monate musste Franck Ribéry 2015 seinen Teamkollegen bei seiner Lieblingsbeschäftigung zuschauen. Als er dann im Dezember gegen Mönchengladbach sein Comeback feierte, war das für ihn ein magischer Moment. "Wenn die Fans meinen Namen rufen, bekomme ich immer Gänsehaut", sagte er im Interview mit fcbayern.de, bei dem er viel über die Zeit seiner Verletzung sprach.

"Ich bin jetzt fast neuen Jahre bei Bayern und habe eine besondere Beziehung zu den Fans. Wir haben zusammen gekämpft, zusammen gelacht, zusammen gewonnen", so der Franzose. Unvergessen der Jubel auf dem Marienplatz, als er 2015 seine Vertragsverlängerung bekannt gab und ebenso unvergessen seine Vorlage zu dem Siegtor im Champions-League-Finale 2013. Er ist den Bayern dankbar für die Unterstützung während der langen, langen Verletzungsphase.

Ribéry: "Auf dem Platz ist es einfach"

Umso größer die Freude, als sein Sprunggelenk nach Knochenhautentzündung und Nachwehen endlich wieder in Ordnung war und er bei seinem Comeback gleich traf - selbst wenn es nur das Tor zum 1:3 gegen die Gladbacher war. "Wenn du auf den Platz zurückkehrst, ist es einfach. Du spürst sofort, dass du es noch drauf hast", beschreibt Ribéry seine Gefühle.

Nicht nur der Verein war ihm eine wichtige Stütze, sondern natürlich und vor allem auch seine Familie. "Meine große Tochter hat schon gefragt, ob alles o.k. ist", erzählt der 32-Jährige. Er habe sich in dieser Zeit immer bemüht, den Kopf oben zu halten. Dennoch sei er auch mal traurig gewesen. Aber: "Die Kinder haben mir auch geholfen, die Verletzung mal zu vergessen."

Zwar habe er keine Angst gehabt, dass seine Karriere vorbei sei, doch es habe ihn nicht nur körperlich geschmerzt, den Kollegen in der Arena beim Spielen zu zuschauen. "Ich habe mich natürlich gefreut, wenn die Mannschaft gut gespielt und gewonnen hat - das geht aber nur drei, vier Spiele lang so", gibt er zu. "Wenn man neun Monate lang von der Tribüne aus zusehen muss, tut das weh. Das war kein Spaß."

"Der Muskel war noch schwach"

Durch die Muskelverletzung nach dem Comeback nach seiner Sprunggelenksverletzung will sich der 32-Jährige nicht aus der Bahn werfen lassen. „Mein Kopf war bereit, der Muskel war noch schwach. Aber wichtig ist, dass mein Sprunggelenk keine Probleme mehr macht. Jetzt ist es nur eine Muskelverletzung. Wenn ich wieder fit bin, brauche ich nur Rhythmus und Spiele“, sagte Ribéry.

Für die Rückrunde hat der Offensivstar hohe Ziele. „Ich bin richtig motiviert. Die zwei, drei Wochen, in denen ich Ende der Hinrunde wieder bei der Mannschaft war, waren schön. Da gehöre ich hin. Überhaupt hoffe ich, dass alle Verletzte bald wieder fit sind. Wir wollen zusammen um viele Titel kämpfen“, so Ribéry.

bix/sid

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