"Wir haben gemeinsam gelacht"

Ribéry: So war mein Wiedersehen mit Uli Hoeneß

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Franck Ribéry (r.) und Uli Hoeneß.

München - Seit Franck Ribéry 2007 zum FC Bayern wechselte, verbindet den Franzosen ein enges Band mit Ex-Präsident Uli Hoeneß. Jetzt hat der Franzose erzählt, wie das Wiedersehen zwischen beiden verlaufen ist.

Seit Anfang Januar dieses Jahres ist der wegen Steuerhinterziehung zu einer Gefängnisstrafe verurteilte Uli Hoeneß Freigänger und darf unter der Woche bei seinem FC Bayern in der Nachwuchsabteilung arbeiten. Besonders groß ist die Freude über die Rückkehr des Ex-Präsidenten in die "Bayern-Familie" Franck Ribéry, den seit seinem Wechsel zu den Bayern ein enges Vertauensverhältnis zu dem Mann verbindet, der ihn seinerzeit von Olympique Marseille nach München holte. Besonders als Ribéry vor einigen Jahren wegen einer außerehelichen Affäre in die Schlagzeilen geraten war und ihm vom FC Bayern und vor allem von Hoeneß demonstrativ der Rücken gestärkt wurde, entwickelte sich das enge Verhältnis zwischen den beiden.

Dementsprechend groß war jetzt die Freude bei Ribéry, als er seinen alten Freund wieder an der Säbener Straße sehen durfte. "Uli Hoeneß hat mich lange umarmt, richtig fest. Wir standen einige Sekunden so, es war ein richtig gutes Gefühl, ihn wieder dazuhaben. Es war super, aber auch emotional", erzählte der Franzose der "Sport Bild".  Und was passierte dann? "Wir haben ein bisschen gesprochen, gemeinsam gelacht. Ich habe ihm gesagt: ‚Ich bin glücklich, dass du wieder da bist. Du musst kämpfen, so ist das Leben.‘ Ich war sehr froh, ihn zu sehen. Er gehört zum FC Bayern.“

Ribéry war der erste Spieler, der Hoeneß persönlich in seinem Büro besuchte. „Für seine Familie und ihn selbst ist die Situation jetzt viel besser. Es ist wichtig, dass er wieder zurück ist“, meint Europas Fußballer des Jahres 2013: „Für Bayern, aber auch für Uli persönlich. Der Verein ist sein Leben. Ich habe schon im ersten Gespräch gemerkt, wie er die Säbener Straße, die Mitarbeiter, das alles vermisst hat."

Die Beziehung zwischen Hoeneß und Ribéry ist so eng, dass der Franzose den verurteilten Steuerhinterzieher im vergangenen Sommer sogar, gemeinsam mit Trainer Pep Guardiola, im Gefängnis in Landsberg besuchte. Jetzt dürfen sich die beiden endlich wieder regelmäßig treffen und ihre Freundschaft pflegen.

Steuer-Affäre Hoeneß - eine Chronologie

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