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Andere Taktik und schlechtere Werte

Kovac und „Robbery“: Trainerwechsel könnte die Bayern-Legenden ausbremsen

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Gehören längst zum Inventar beim FC Bayern: Arjen Robben (l.) und Franck Ribery (M.) bereiten sich auf eine weitere Saison in München vor.

Beim FC Bayern wird sich durch den Trainerwechsel hin zu Niko Kovac einiges ändern – möglicherweise zum Leidwesen von Franck Ribery und Arjen Robben. Dem Duo fehlen die Argumente.

München - Wenn die Bayern-Profis derzeit ihre Runden auf dem Trainingsgelände an der Säbener Straße drehen, laufen Franck Ribéry und Arjen Robben vorneweg. Welche Rolle das Flügel-Duo während der neuen Saison einnehmen wird, ist derzeit eine der spannendsten Fragen rund um den Rekordmeister. Bekanntlich scharen mit Serge Gnabry und Kingsley Coman zwei große Talente auf den Außenbahnen mit den Hufen, um das etablierte Gespann zu übertrumpfen.

Zudem ist fraglich, ob der neue Trainer an dem seit Jahren so erfolgreich praktizierten Spiel über die Flügel festhalten wird. Immerhin lag Niko Kovac' Fokus in seiner Zeit bei Eintracht Frankfurt vor allem auf einem dicht besetzten Zentrum. Das war zweifellos dem vorhandenen Personal auf dem Rasen sowie der eher defensiven Ausrichtung geschuldet. Doch der gebürtige Berliner verdeutlichte bereits, die Taktik der Bayern weiterentwickeln zu wollen: „Louis van Gaal hat einen Spielstil geprägt. Den wollen wir weiterhin beibehalten. Das eine oder andere wollen wir modifizieren. Wir wollen aber auch andere Systeme zur Verfügung haben, um auf den Gegner reagieren zu können.“

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Gnabry und Coman flexibler als Ribery und Robben

Das klingt zunächst einmal nicht danach, als würde das Spiel über die Außenbahnen weiter so im Mittelpunkt stehen wie unter seinen Vorgängern Pep Guardiola, Carlo Ancelotti oder Jupp Heynckes. Was wiederum bedeuten könnte, das sich Ribéry und Robben auf der Zielgeraden ihrer Karrieren noch mehr mit Job-Sharing anfreunden müssten als zuletzt. Denn während der 35-jährige Franzose und sein ein Jahr jüngerer Konterpart aus den Niederlanden quasi an der Außenlinie festkleben, hat zumindest Gnabry bei 1899 Hoffenheim bewiesen, dass er auch in zentraler Rolle erfolgreich wirbeln kann. Und der wie der U21-Europameister erst 22 Lenzen zählende Coman hätte gegenüber den beiden Routiniers ebenfalls den Vorteil, fußballerisch noch formbar zu sein.

Diese Flexibilität verlangt Kovac von seinen Profis. Denn auch er hat festgestellt: Mit eintönigem Antraben a la DFB-Auswahl gewinnen selbst individuell besser besetzte Teams keinen Blumenstrauß gegen defensiv bestens geschulte Kontrahenten. Auch deshalb schrieb der 46-Jährige in seiner Kolumne für die FAZ: „Ohne Geschwindigkeit bringt Ballbesitz heute nicht mehr viel. Heute heißt es: Die Schnellen fressen die Langsamen.“

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Gibt beim FC Bayern die Richtung vor: Niko Kovac ist der Nachfolger von Jupp Heynckes.

Niedrigerer Topspeed und schlechte Erfolgsquote bei Dribblings

Rasant unterwegs sind „Robbery“ noch immer. Aber das Gaspedal lässt sich eben nicht mehr so weit durchdrücken wie in ihrer Blütezeit. Laut kicker-Daten ist Riberys Topspeed im Vergleich der Saison 2016/2017 mit der abgelaufenen von 34,45 auf 33,35 km/h gesunken, bei Robben ging es weniger dramatisch bergab - von 32,86 auf 32,55 km/h. Deutlich eklatanter sank dem Sportmagazin zufolge die Erfolgsquote beim Dribbling. Setzte sich der Franzose in der vorvergangenen Spielzeit noch bei 50,7 Prozent seiner Versuche durch, waren es zuletzt nur noch 33,3 Prozent - also exakt jeder dritte. Der Niederländer rauschte in dieser Statistik von 61,8 Prozent auf 39,4 Prozent herunter.

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Kovac wird diese Zahlen kennen. Und er beugt bereits vor: „Ich werde mit beiden sprechen. Aber nicht dahingehend, dass sie nicht sauer sein dürfen, wenn sie mal nicht spielen. Es geht darum, wie wichtig sie sind.“ Denn für den neuen Trainer ist klar: Ohne die beiden Bayern-Legenden läuft es nicht. „Sie sind Führungsfiguren. Die Jungen müssen aufschauen zu diesen Vollprofis, wie sie täglich arbeiten, teilweise auch zu viel“, versteckt er eine kleine Kritik in dem Loblied für die „zwei Weltklassespieler, die Tolles geleistet haben, gerade für den FC Bayern“. In welchem Maß sie das auch in den kommenden zehn Monaten auf dem Platz tun dürfen, lässt sich aktuell nicht wirklich seriös vorhersagen.

Im Video: So krempelt Nico Kovac den FC Bayern um

mg

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