Einsatz gegen Dortmund unsicher

Ribéry zwingt sich zur Ruhe

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Beschauliche Tage an der Säbener Straße: Franck Ribery.

München – Es waren ungewöhnlich ruhige Tage an der Säbener Straße, das ist Franck Ribéry auch ganz recht gewesen.

Während die Nationalspieler des FC Bayern in alle Richtungen ausschwärmten, konnte der Franzose ungestört und konzentriert an seiner Fitness arbeiten. Auch heute, knapp drei Wochen nach seiner Sprunggelenksverletzung im Spiel gegen Schachtjor Donezk, ist das eine anspruchsvolle Aufgabe: Was am Anfang ein simpler Schlag auf den Knöchel zu sein schien, hat sich als deutlich hartnäckigere Blessur entpuppt.

So kommt es, dass Ribéry noch immer nicht wiederhergestellt ist. Am Samstag beim Wiedersehen mit Borussia Dortmund, dem Rivalen a. D., würde er zwar gerne wieder mitmischen, aber nicht um jeden Preis. Sein erster Anlauf nach dem Aus gegen Donezk kam zu früh, prompt rebellierte das Gelenk und ließ ein vernünftiges Training nicht zu. „Eine Katastrophe“, erinnert sich Ribéry. „Lieber gebe ich meinem Körper diesmal noch etwas Ruhe, um in der entscheidenden Phase der Saison topfit zu sein“, sagte er „Sport Bild Plus“. Der Besuch in Dortmund mag eine Prestigeangelegenheit sein, aber entscheidend für diese Saison ist er sicher nicht. Da geht es im Pokal in Leverkusen (nächste Woche) und ab Mitte April in der Champions League um ganz andere Einsätze.

Die Verletzungen von Ribéry und Arjen Robben haben sich auf dem Platz bemerkbar gemacht. Deutlicher, als ihnen lieb sein kann, sind die Bayern auf das Thema gestoßen worden, wer den beiden begnadeten Flügelspielern in absehbarer Zeit nachfolgen soll. In diesem Kontext ist es eine bemerkenswerte Aussage, die Jan-Christian Dreesen nun in einem „Kicker“-Interview traf. Man könne „100 Millionen Euro für einen Spieler zahlen“. Das heißt nicht, dass die Bayern in diese Dimension vorstoßen möchten, doch das Wörtchen „nie“ verkneift sich der Finanz-Vorstand lieber: „Weil ich mich ungern irgendwann korrigieren möchte.“

Als seien die Interviews abgesprochen worden, kündigte der Chef des Pay-TV-Riesen Sky, Jeremy Darroch, am Montag in der SZ an, mit „Appetit auf Investitionen“ in die Verhandlungen um die Bundesligarechte ab 2017 zu gehen. Aktuell erhält der deutsche Fußball 2,5 Milliarden Euro für vier Jahre, die Bayern werden kommende Saison 68 der zu verteilenden 810 Millionen Euro einstreichen. In England beträgt der Erlös 6,9 Milliarden für drei Jahre.

Der Blick über die Grenze ist zwar irreführend, weil auf der Insel das Free-TV-Angebot überschaubarer ist, dafür aber zwei Pay-TV-Anbieter um die Fußballrechte streiten. Aber als Verhandlungsargument kommt er einem Manager wie Dreesen gerade recht. „Es kann nicht sein, dass das Land des Weltmeisters mit einer hochattraktiven Liga den schlechtesten TV-Topf der fünf führenden Länder in Europa hat.“

Marc Beyer

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