Franzose weiter hungrig nach Titeln

Ribéry: Reus ist gut, aber...

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Immer noch nicht satt: Franck Ribéry will mit dem FC Bayern weitere Titel sammeln.

München - Seit Wochen wird um einen möglichen Transfer von Marco Reus zum FC Bayern spekuliert - um auf Dauer Franck Ribéry zu beerben. Doch der Franzose denkt noch lange nicht ans Aufhören.

Ist er fit, ist er für den FC Bayern unverzichtbar. Nicht selten sorgt Franck Ribéry für die entscheidenden Momente im Spiel. Für die entscheidenden Sprints. Für die entscheidenden Zweikämpfe. Gleiches gilt für sein Pendant auf der rechten Seite, Arjen Robben - zusammen sind sie Bayerns gefürchtete Flügelzange. "Es stimmt", sagte der Franzose dem kicker, "wenn Arjen und ich bei 100 Prozent sind, dann ist das ein großer Vorteil für die Mannschaft." Seine Begründung: "Wir suchen das Eins-gegen-eins, versuchen immer wieder aufs Neue, in den Strafraum einzubrechen. Die Mannschaft ist sich unserer Qualität bewusst." Selbstbewusste Worte des 31-Jährigen. Aber sie sollen nicht heißen, dass Ribéry und Robben allein für das erfolgreiche Spiel der Münchner verantwortlich sind. Auch sie seien "auf die Kollegen angewiesen, alleine sind wir nichts".

Kein Wunder, dass Ribéry nach wie vor das Vertrauen von Trainer Pep Guardiola und der gesamten Bayern-Führungsebene genießt. Geht es nach dem Franzosen, dürfte das auch noch einige Zeit so bleiben. "Ich bin immer noch ein wichtiger Spieler. Mit mir muss man immer noch rechnen", beteuerte er - und richtet damit gleichzeitig eine indirekte Kampfansage an Marco Reus. Der Dortmunder wird seit Wochen als möglicher Neuzugang gehandelt - um auf Dauer Ribéry zu beerben. Der Franzose will davon aber nichts wissen. Reus sei "ein guter Spieler", sagte Ribéry, der lange mit Patellasehnenproblemen ausgefallen war. "Aber ich bin noch eine Weile da, auch wenn ich 32 werde. Ich habe mit diesem Verein alles gewonnen, und ich träume davon, noch viele Titel zu gewinnen. Ich weiß, dass ich dabei helfen kann." Will heißen: Der FCB braucht Reus (noch) nicht!

Bei all den Titeln, die Ribéry 2013 gewonnen hat, musste er aber dennoch eine große Enttäuschung hinnehmen. Eine, die er bis heute nicht verdaut hat - als Cristiano Ronaldo im Januar zum Weltfußballer des Jahres gekrönt wurde und nicht er. "Ich hatte ein wunderbares Jahr 2013 gehabt, habe alles gewonnen, was man gewinnen kann, war entscheidend, auch bei vielen Länderspielen in der Quali", sagte er. Ronaldo habe zwar auch gute Partien abgeliefert, "aber im Gegensatz zu mir hat er keine Titel. In den Jahren zuvor war das immer das entscheidende Argument gewesen. Doch plötzlich spiele es keine Rolle. Ich habe das nicht verstanden, viele andere auch nicht."

Ribéry: Nur ein Team kann uns Paroli bieten

Doch Ribéry wirft den Blick nach vorne, will mit Hilfe weiterer Erfolge einen neuen Anlauf starten - und sendete dabei schon einmal eine Kampfansage an die Konkurrenz. Er spiele derzeit in der besten Mannschaft, "in der ich je war", sagte er. "Wenn alles normal läuft, sind wir in der Bundesliga schwer zu stoppen." Und in der Champions League? Da sieht der Franzose nur einen Kontrahenten, der dem deutschen Rekordmeister Paroli bieten könnte: Real Madrid. "Real hat eine tolle Mannschaft", erklärte der Franzose. "Sie sind dort im Gegensatz zu uns schon jetzt richtig top, bei uns fehlen noch wichtige Spieler wie Martinez, Schweinsteiger, Thiago, Badstuber, jetzt Alaba und Lahm. Mit ihnen werden wir uns noch steigern."

Dabei kann sich die Ausbeute in der Königsklasse schon jetzt sehen lassen. Nach vier Siegen aus vier Spielen haben sich die Münchner vorzeitig für das Achtelfinale qualifiziert, den AS Rom dabei mit einem 7:1 förmlich deklassiert. Geht es nach Ribéry, ist das noch längst nicht alles...

mg

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