Neue Runde im Mediziner-Streit

Ribéry: Kein besserer Arzt als Müller-Wohlfahrt

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Franck Ribéry und der Mann seines Vertrauens: Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt.

München - Der Ärzte-Zoff zwischen dem FC Bayern München und Bayern-Kult-Doc Hans-Wilhelm Müller Wohlfahrt geht in die nächste Runde. Auslöser ist der erneute Rückschlag im Heilungsverlauf der Verletzung von Franck Ribéry.

Franck Ribéry (32) hält weiterhin zum ehemaligen Bayern-Doc Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt, und das obwohl der Franzose im Heilungsverlauf um sein rechtes lädiertes Sprunggelenk einen erneuten Rückschlag erlitten hat. In der aktuellen Ausgabe der Sport Bild sagt Ribéry: „Ich habe volles Vertrauen zu Dr. Müller-Wohlfahrt, ich habe in meiner Karriere keinen besseren Arzt als ihn erlebt.“

Unterdessen ist der Streit zwischen dem FC Bayern und Doc Müller-Wohlfahrt in eine neue Runde gegangen. Auslöser ist, dass der Verein laut Sport Bild veranlasste, Ribéry von einem anderen Arzt untersuchen zu lassen, ohne Müller-Wohlfahrt darüber zu informieren. Denn eigentlich behandelt der 72-Jährige den Bayern-Star in seiner Praxis in der Münchner Innenstadt. Der neue Arzt, Professor Markus Walther, hat Ribérys rechten Fuß jetzt eingipsen lassen. Der neuen Diagnose zufolge sei sogar der Saisonstart am 14. August in Gefahr.

Als sich Ribéry vor drei Monaten im Achtelfinalspiel der Champions League gegen Donezk verletzte, ging man zunächst von einer leichten Zerrung aus. Doch wie sich erst spät herausstellte, leidet der Franzose an einer Knochenhautentzündung.

Es scheint wieder zu brodeln innerhalb des Vereins beim Thema Müller-Wohlfahrt

Nun scheint es beim Thema Müller-Wohlfahrt innerhalb des Vereins zu brodeln: Nach Informationen von Sport Bild soll beim amtierenden Deutschen Meister intern über "mögliche Fehldiagnosen" gesprochen werden, was die Einschätzung Müller-Wohlfahrts zu Ribérys Verletzung angehe.

Ribéry selbst dagegen verteidigt seinen langjährigen Arzt: „Manchmal ist es eben so wie jetzt in meiner Phase, dass alle ärztlichen Bemühungen nicht weiterhelfen. Ich mache niemandem einen Vorwurf“, sagte er. Spekulationen über seine Verletzungsanfälligkeit tritt der Bayern-Star entgegen: „Eine Verletzung wie ich sie hatte hat auch nichts mit dem Alter zu tun. So etwas kann einem 22-Jährigen genauso wie einem 32-Jährigen passieren. Ich bin überzeugt davon, noch zwei, drei Jahre auf höchstem Niveau spielen zu können.“

Ob Ribéry für den Rest seiner Karriere bei Verletzungen von Müller-Wohlfahrt behandelt werden wird, ist aktuell höchst ungewiss.

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