Ribéry-Steigerung gegen Werder

"Franck wird am Dienstag überragend spielen"

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Stark verbessert gegen Werder: Franck Ribéry.

München - Der zuletzt schwächelnde Franck Ribéry zeigte beim Bayern-Sieg gegen Werder Bremen eine starke Leistung. Von den Kollegen gab es viel Zuspruch.

Es war ein schwerer Gang für Pep Guardiola, das war nicht zu übersehen. Sein dunkelblauer Rollkragenpullover und seine schwarze Hose drückten seine Trauer über den Tod seines Freundes Tito Vilanova ebenso aus wie seine hilflosen Gesten. Doch es blieb nach dem 5:2 (1:2) von Bayern München gegen Werder Bremen keine Zeit, allzu viele Worte über seinen früheren Assistenten beim FC Barcelona zu verlieren.

Sein Herz, sagte Guardiola, sei bei der Familie Vilanova - sein Kopf aber war bereits bei Real Madrid, beim Halbfinal-Rückspiel am Dienstag (20.45 Uhr/ZDF und Sky) in der Champions League. Und auch in seine Gedanken hatte sich eine gewisse Traurigkeit geschlichen.

Guardiola "ein bisschen enttäuscht und traurig "

Es sei „das erste Mal, dass ich ein bisschen enttäuscht und traurig bin“, sagte Guardiola über die erste Halbzeit seiner Mannschaft. Während dieser hatte er wie beim 0:1 am vergangenen Mittwoch in Madrid mit ansehen müssen, wie sich seine Stars in wirkungslosem Ballbesitz verloren und die Abwehr inklusive Nationaltorhüter Manuel Neuer Fehler an Fehler reihte.

Überdies waren die Bayern - auch das ein Spiegelbild der Vorstellung im Estadio Bernabeu - sehr anfällig für Konter. Theodor Gebre Selassie (10.) und Aaron Hunt (36.) bestraften dies mit Toren nach Gegenstößen. „Ja“, sagte Guardiola lapidar auf die Frage, ob ihn das mit Blick auf Real beunruhige. So, muss ihm gedämmert haben, wird das nichts mit dem Einzug ins Endspiel der Königsklasse am 24. Mai in Lissabon und der Triple-Verteidigung.

„In der zweiten Halbzeit waren wir besser“, stellte Guardiola richtig fest, und das, da war er sich mit allen Beteiligten einig, „das ist gut für Madrid, für die Stimmung“. Der Trainer hatte an dieser Verbesserung einen großen, wenn nicht den entscheidenden Anteil.

Guardiolas Umstellung fruchtet

Er zog den plötzlich formverbesserten Franck Ribéry mehr in die Mitte, brachte Kapitän Philipp Lahm, der eine Art zweiten Rechtsaußen gab, und zog Bastian Schweinsteiger etwas weiter nach vorne. Das Resultat war erfrischender, aggressiver Pep-Fußball, wie ihn die Bayern schon seit fast einem Monat nicht mehr geboten hatten - und Real ihn fürchtet.

Nach Ribérys zwischenzeitlichem Ausgleich (20.) drehten die Bayern mit einem Doppelschlag des langjährigen Bremers Claudio Pizarro (53., 57.) und dank eines Kopfball-Geschosses von Schweinsteiger (61.) die Begegnung binnen acht Minuten. Der eingewechselte Arjen Robben machte bei seinem ersten Ballkontakt mit einem tollen Solo alles klar (74.). Sein Bauchgefühl für Madrid sei jetzt „sehr positiv“, betonte Robben, der „viel Bewegung, viel Leidenschaft“ gesehen hatte - in Hälfte zwei.

Viel Zuspruch für Ribéry

Einen starken Ribéry gab es über volle 90 Minuten zu bestaunen. Ribéry nahm wieder mehr teil am Bayern-Spiel, kein Münchner hatte so viele Ballkontakte wie er (106). Selbst äußern über seinen Auftritt wollte sich Europas Fußballer des Jahres nicht - das übernahmen andere.

„Franck hat besser gespielt“, lobte Guardiola. Lahm sagte über seinen sensiblen Mitspieler: „Ich mache mir um Franck überhaupt keine Sorgen und bin davon überzeugt, dass er am Dienstag ein überragendes Spiel machen wird - und wir ins Finale einziehen.“

Um dieses Ziel zu erreichen, versprach Lahm, werde der FC Bayern „Vollgas spielen, mit Leidenschaft und Herz“ - und, natürlich, weiter mit dem so lange erfolgreichen System. „Ich bin froh darüber, wie wir spielen. Es macht sehr, sehr viel Spaß, wenn du die Kontrolle hast“, sagte Lahm.

„Das ist natürlich eine ganz andere Partie“, erklärte Lahm mit Blick auf das Rückspiel gegen Real. Ähnlich sah es Thomas Müller. „Das Spiel ist nicht wichtig, sondern die Stimmung ist wichtig, wir müssen schauen, dass wir bis Dienstag alles Positive freisetzen“, erklärte der WM-Torschützenkönig.

Guardiola betonte erneut, dass er sich und seiner Ballkontrolle-Idee treu bleiben werde. Lediglich etwas mehr Aggressivität auf den letzten Metern wünsche er sich noch. Dann, da habe er vollstes Vertrauen in seine Stars, werde es schon klappen mit Lissabon.

sid/dpa

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Platz 18: Galatasaray Istanbul (161,9 Mio. Euro) © picture alliance / dpa
Platz 17: Inter Mailand (164,0 Mio.) © dpa
Platz 16: SSC Neapel (164,8 Mio. Euro) © dpa
Platz 15: Atlético Madrid (169,9 Mio. Euro) © AFP
Platz 14: FC Schalke 04 (213,9 Mio. Euro) © dpa
Platz 13: Tottenham Hotspur (215,8 Mio. Euro) © picture alliance / dpa
Platz 12: AC Mailand (249,7 Mio. Euro) © picture alliance / dpa
Platz 11: Borussia Dortmund (261,5 Mio. Euro) © picture alliance / dpa
Platz 10: Juventus Turin (279,4 Mio. Euro) © dpa
Platz 9: FC Liverpool (305,9 Mio. Euro) © AFP
Platz 8: Arsenal London (359,3 Mio. Euro) © picture alliance / dpa
Platz 7: FC Chelsea (387,9 Mio. Euro) © dpa
Platz 6: Manchester City (414,4 Mio. Euro) © picture alliance / dpa
Platz 5: Paris Saint-Germain: (474,2 Mio. Euro) © AFP
Platz 4: FC Barcelona (484,6 Mio. Euro) © AFP
Platz 3: FC Bayern München (487,5 Mio. Euro) © picture alliance / dpa
Platz 2: Manchester United (518,0 Mio. Euro) © AFP
Platz 1: Real Madrid (549,5 Mio. Euro) © AFP

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