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Frankfurt – das ist ein Weckruf!

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Bernd Hölzenbein
Bernd Hölzenbein © Getty

München - "In München sollte man jetzt den Ball flach ­halten. Was ist denn schon passiert? 1:2 in Frankfurt verloren, na und?", fragt Bernd Hölzenbein in der tz-Experten-Kolumne:

Das kann passieren, die Bundesliga ist für ihre Leistungsdichte bekannt. Wenn selbst ein Super-System wie das der Bayern mal nicht über 90 Minuten greift, kann man auch mal verlieren. Ich bin nicht dicht genug dran, um genau zu ­wissen, warum die Bayern in den letzten fünf Minuten – zum Glück für meine ­Eintracht – das Spiel noch aus der Hand gegeben haben.

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Aber bitte die Kirche im Dorf lassen: Im Prinzip hätte die Eintracht schon in der ersten Halbzeit in Führung gehen können. Und: Ein Spiel dauert nun mal 90 Minuten – so banal das ist, so richtig ist es auch. Gerade vor den Viertelfinalspielen gegen Manchester ist die Erinnerung an diese Fußballregel gar nicht schlecht. Der FC Bayern sollte das Spiel vor den entscheidenden Wochen als Weckruf ansehen. Die Niederlage in Frankfurt erinnert mich ein wenig an unser Spiel bei der WM 1974 gegen die DDR. Wir verloren 0:1, viele haben uns abgeschrieben. Dabei war es gerade dieses Spiel, das uns so richtig ins Turnier geführt hat. Wir gingen in uns, machten uns klar, worum es eigentlich geht.

Legendäre Fußballer-Weisheiten

Das Ergebnis kennen alle: Plötzlich waren wir eine verschworene Einheit, wurden am Ende Weltmeister. Genau dieser Effekt muss sich jetzt beim FC Bayern einstellen. Das Potenzial, alle Titel zu gewinnen – auch die Champions League –, hat der FC Bayern allemal. Man muss sein Potenzial aber immer zu hundert Prozent abrufen. Gelingt das, wird der FC Bayern ­Meister, Pokalsieger und ist für mich ein Mitfavorit auf die Champions League.

tz

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