Dortmund besiegt "Fluch von Berlin" - Triumph für Tuchel

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Beckenbauer kritisiert schläfrige Bayern

Kaiser grantelt: "Schlimmer geht es nicht"

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Auch Jerome Boateng (l.) leistete sich einen dicken Patzer.

München - Die Bayern verlieren wegen eigener dicker Fehler das Hinspiel im Champions-League-Viertelfinale in Porto. "Kaiser" Franz Beckenbauer schimpft.

Update vom 20. April 2015: Im Rückspiel der Champions League geht es für den FC Bayern im Viertelfinale um Alles: 2:0 müssen die Roten gegen den FC Porto gewinnen. Anderenfalls droht das Aus in der Königsklasse. Wo Sie das Spiel im TV und im Live-Stream verfolgen können, sagen wir Ihnen hier.

"Kinder, jetzt hört doch verdammt noch mal endlich zu, wenn ich euch was sage!“ Diesen Satz kennen vermutlich alle Eltern. Pep Guardiola und Matthias Sammer haben Kinder. Beruflich haben sie mit Xabi Alonso, Dante, Jerome Boateng & Co. zu tun, aber in der Beurteilung von eigenem Nachwuchs und Kollegen reicht eben manchmal ein und derselbe Satz… „Pep hat den Gegner sehr detailliert beschrieben, die beiden Trainer kennen sich ja gut, und es sind einige Parallelen in der taktischen Ausrichtung erkennbar. Wir müssen sehr wach und aufmerksam sein, vor allem in der Anfangsphase schnelle Entscheidungen treffen“, erklärte Bayerns Sportvorstand Sammer dem interessierten TV-Publikum also vor dem Spiel, was der Trainer seinen Schützlingen mit auf den Weg gegeben hatte. Nach zehn Minuten stand es 0:2, die Bayern hatten den Start total verpennt.

Der "Kaiser" kann nur den Kopf schütteln

Franz Beckenbauer schüttelte darüber bei Sky nur noch den Kopf. „Sie haben das total verschlafen, die ersten 20 Minuten waren eine totale Katastrophe. Bei Alonso kann der Schiedsrichter Foul zwar pfeifen – aber der Fehler geht ganz klar von Alonso aus.“ Aber was war das schon im Gegensatz zum Bock von Dante? Angesichts von dessen Stockfehler, der zum 0:2 führte, flüchtete sich Bayerns oberster Fußballweiser in seinen Kaisersarkasmus: „Ja mei, der Dante. Der braucht nur den Ball stoppen. Wenn das jetzt ein Isländer wäre, oder wenn er vom Nordpol kommt, dann würde ich sagen, gut, der hat seine Skistiefel noch an. Aber so: fürchterlich.“

Überhaupt seien die Bayern „zu Beginn noch im Vollschlaf gewesen, das war viel zu wenig Bewegung, schlimmer kann man es nicht machen“, schimpfte der Kaiser. Von wegen hellwach – auch Oliver Kahn wunderte sich im ZDF über das Zustandekommen der Tore: „Das war ja nichts Neues, dass die die Räume zustellen. Und dann kommt das Pressing, in dem Fall auf Alonso und Dante. Das war ja bekannt.“ Auch Kahn hat Kinder, aber das nur am Rande…

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Als früherer Welttorhüter muss ihm neben Trainer und Vater Pep Guardiola vor allem Manuel Neuer leid getan haben. Der hielt einmal grandios (kurioserweise gegen einen Querschläger von Boateng) und konnte ansonsten von Glück reden, dass er überhaupt länger als zwei Minuten spielen durfte. „Eigentlich wäre es Rot gewesen“, urteilte Kahn über die Szene vor dem Elfmeter, als Neuer Jackson Martinez von den Beinen holte und dafür Gelb sah. So darf er im Rückspiel mithelfen, ein kleines Fußballwunder zu erleben. Hoffentlich wird es kein blaues Wunder…

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