Auf dem Weg zur alten Form?

Franz über Schweini: "Es liegt an ihm selbst!"

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Bastian Schweinsteiger führte gegen ZSKA Moskau das Team des FCB als Kapitän aufs Feld. 

München - Bastian Schweinsteiger überzeugte gegen Moskau mit seiner Leistung und führte das Team als Kapitän zum souveränen Sieg. Franz Beckenbauer sieht ihn auf dem Weg zu alter Bestform.

Es war ganz sicher als Lob gemeint, was Thorsten Fink bei Sky in der Halbzeit über Youngster Pierre-Emile Hojbjerg sagte: „Er ähnelt ja Bastian Schweinsteiger sehr, da musste ich von der Tribüne aus manchmal zweimal gucken, um zu sehen, ob er es ist oder Schweini.“ Damit ist eigentlich schon eine Menge gesagt. Zum einen über die Wertschätzung, die der 19-jährige Däne inzwischen bei den Bayern genießt. Zum anderen aber auch über die Position von Weltmeister Schweinsteiger, der das Team als Kapitän aufs Feld führte. Gegen Leverkusen, als es in der Bundesliga richtig zur Sache ging, wurde er von Pep Guardiola erst in der 88. Minute eingewechselt.

Irgendwo dazwischen wird die wahre Leistungsstärke des FCB-Urgesteins anzusiedeln sein, wo genau, das kann selbst ein Fast-Alles-Wisser wie Franz Beckenbauer nur vermuten. „Es liegt an ihm selbst. Wenn er nochmal den inneren Schweinehund überwindet, dann hat er gute Chancen, und dann ist er auch unangefochten. Diesen Respekt muss man ihm zugestehen“, sagte der Kaiser bei Sky.

Fredi Bobic wiederum wollte von einem „Wenn“ nicht viel wissen, er glaubt fest daran, dass es der WM-Held ein weiteres Mal packt. „Bastian Schweinsteiger wird von seinem Charakter und seiner Art auf jeden Fall wieder zurückkommen. Er wird in den großen Spielen sehr wichtig für den FC Bayern und auch für die Nationalmannschaft sein“, sagte der im September entlassene Stuttgarter Sportvorstand. „Seine Präsenz hat man nicht mit 18, 19 oder 20 Jahren. Diese Erfahrung tut jeder Mannschaft gut.“

Presse: Winterspaziergang gegen Moskau

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Womit wir wieder bei Hojbjerg wären – und dem anderen Nachwuchs-Ass, Gianluca Gaudino. Der bekam gegen Moskau mit seinen 18 Jahren den ersten Einsatz in der Königsklasse, was Thorsten Fink völlig richtig fand. „Gaudino und Höjbjerg, diese beiden Jungen, die machen ihre Sache gut, Gaudino geht auch mal in die Spitze rein. Das sind schöne Spiele, um rein zu kommen, auch für Schweinsteiger, denn die Bayern werden da nicht richtig gefordert. Da kann man die Spieler weiterentwickeln, da kannst du sehen, wie weit sie sind.“

Und wie weit ist nun dieser Schweinsteiger? Fink war zufrieden mit dem Leistungsstand seines ehemaligen Kollegen: „Er hatte viele Ballkontakte, forderte den Ball, spielte gut mit Ribéry zusammen und lenkte das Spiel gut. Und so kann sich Höjbjerg gut an seiner Seite entwickeln.“

Alles Dinge, die auch Trainer Pep Guardiola gesehen hat, ob er sie genauso einschätzt? Stichwort: Leverkusen. Aber wenn schon der Kaiser sagt, dass es nur an Schweinsteiger selbst, respektive seinem inneren Schweinehund liegt, dann dürfte es reichen, wenn er nur ansatzweise so viel schuftet wie seine unmittelbaren Chefs. Denn „ich würde nicht sagen, dass Pep Guardiola ein Irrer ist, aber er ist ein Fußball-Verrückter“, sagte Beckenbauer. „Das will er seinen Spielern auch vermitteln. Und er hat dabei einen guten Unterstützer. Der Matthias Sammer ist der gleiche Irre. Die passen perfekt zusammen und lassen keinen Schlendrian aufkommen. Das kann schon anstrengend sein für die Spieler…“

Aber es kann sich lohnen. Vor allem für Bastian Schweinsteiger. Gegen Moskau spielte er auf seinem Weg zurück 90 Minuten – knapp drei Mal so lang wie bisher in der gesamten Saison.

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