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Frauen des FC Bayern scheitern an Wölfe-Keeperin Almuth Schult

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Bayern-Besiegerin: Kathrin Hendrich trifft zum 1:0-Erfolg für Wolfsburg.
Bayern-Besiegerin: Kathrin Hendrich trifft zum 1:0-Erfolg für Wolfsburg. © Imago

Die Frauen des FC Bayern haben ihr Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg knapp mit 0:1 verloren. Trainer Jens Scheuer war mit der Leistung nicht unzufrieden. 

München – Als Profisportlerinnen sind es die Fußballerinnen des FC Bayern gewöhnt, negative Erlebnisse schnell abzuhaken und nicht groß darüber nachzudenken, was hätte sein können. Trotzdem darf man vermuten, dass einige Szenen des gegen den VfL Wolfsburg im Campus-Stadion 0:1 verlorenen Spitzenspiels den Akteurinnen das restliche Wochenende über im Kopf herumspukten.

Denn Chancen, das Duell gegen den großen Rivalen zu gewinnen und sich an der Tabellenspitze der Frauen-Bundesliga abzusetzen, gab es mehr als genug. Etwa als Linda Dallmann nach einer halben Stunde von Klara Bühl freigespielt wurde, mit ihrer Direktabnahme aber ganz knapp am Tor vorbei zielte. Oder das gute halbe Dutzend hochkarätiger Chancen, die allesamt von der überragenden Wolfsburger Torhüterin Almuth Schult vereitelt wurden. Als Schult dann ein einziges Mal von Torjägerin Lea Schüller überwunden wurde, zählte der Treffer nicht, da Schiedsrichterin Karoline Wacker zuvor auf ein Offensivfoul von Viviane Asseyi entschieden hatte.

„Das war für mich das beste Heimspiel, dass wir bis jetzt abgeliefert haben.“

FCB-Coach Jens Schauer nach der Niederlage gegen den VfL Wolfsburg.

Während die Bayern-Frauen an Schult verzweifelten, war es der früheren Bayern-Spielerin Kathrin Hendrich vergönnt, bei einer der wenigen Wolfsburger Chancen den 1:0-Siegtreffer erzielte. „Ich kann mich selten an ein Spiel gegen Wolfsburg erinnern, in dem wir uns so viele Chancen erspielt haben und so wenig zugelassen haben“, wunderte sich Carina Wenninger, die seit 2008 für den FC Bayern verteidigt. „Das war für mich das beste Heimspiel, dass wir bis jetzt abgeliefert haben“, erklärte Trainer Jens Scheuer: „Wolfsburg weiß wahrscheinlich bis jetzt noch nicht, wie sie das Spiel gewinnen konnten. Natürlich bin ich enttäuscht, aber nicht von meiner Mannschaft, sondern vom Ergebnis. Ich glaube, wir hatten 12:2 Torschüsse. Auch wenn Almuth Schult überragend gehalten hat, muss da einfach ein Tor fallen.“

Durch die Niederlage zog Wolfsburg in der Tabelle an den Bayern-Frauen vorbei. Nach knapp einem Drittel der Saison mischen auch Frankfurt und Hoffenheim ganz oben mit, die Frauen-Bundesliga ist spannend wie seit vielen Jahren nicht mehr. Die Bayern-Frauen könnten auf diese Spannung vermutlich aber gut verzichten. Auch wenn die Leistung gegen die mitten in einem Umbruch steckenden Wölfinnen überzeugend war, sind es die Ergebnisse der letzten Wochen nicht.

Champions League und Bundesliga: Noch ist alles drin für die Frauen des FC Bayern München

Mitte Oktober verspielte die Mannschaft durch zwei Gegentore in den Schlussminuten einen schon sicher geglaubten Sieg in Frankfurt, gegen den VfL setzte es nun die zweite Niederlage der Spielzeit. Das ist eine mehr als in der kompletten Meistersaison. Dazu kommt das 1:2 in der Champions League bei Olympique Lyon. „Wir wollen die Tabellenführung so schnell es geht zurückerobern, und ich habe großes Vertrauen, dass wir das schaffen“, gab sich Lineth Beerensteyn kämpferisch.

Noch ist alles drin, die Bayern-Frauen können aus eigener Kraft den Titel in der Bundesliga verteidigen und ins Viertelfinale der Champions League einziehen. Dafür muss die Niederlage gegen Wolfsburg aber schnell abgehakt werden. Denn viele Punkte dürfen die Bayern nicht mehr liegen lassen. (CHRISTIAN STÜWE)

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