Als Tourist auf Heimaturlaub

Bobic über FCB-Reservist Tasci: "Schon schade für ihn"

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Serdar Tasci spiele erst 53 Minuten für den FC Bayern.

München – Dürftige 53 Minuten hat Serdar Tasci bisher seit seiner Ausleihe beim FC Bayern gespielt – Fredi Bobic sagt trotzdem: „Die Zeit bei Bayern bringt ihn nach vorne.“

Immerhin: Ein Wochenendtrip in die Heimat ist Serdar Tasci sicher. Wer weiß, wie viel Heimweh den ehemaligen Stuttgarter in seiner Zeit bei Spartak Moskau gequält hat, wird sich wie Tasci selbst denken: Besser als nichts. Aber: Mittrainieren, sich in den Mannschaftsbus des FC Bayern setzen und dann auf der Tribüne Platz nehmen – ist das der Anspruch eines 28 Jahre alten ehemaligen Nationalspielers?

Serdar Tasci ist seit Ende Januar in München, zweieinhalb Monate, in denen er den Beinamen „Not-Transfer“ nicht abschütteln konnte. Damals, als Jerome Boateng, Javi Martinez und Medhi Benatia ausfielen, sahen sich die Bayern dazu verpflichtet, 2,5 Millionen Euro in die Hand zu nehmen und Tasci aus Moskau auszuleihen. Nun aber, da Martinez wieder fit ist und Pep Guardiola in David Alaba und Joshua Kimmich eine Ersatz-Innenverteidigung gefunden hat, ist Tasci auf dem besten Weg, der wohl am besten honorierte Bayern-Tourist seit langem zu werden (Bayern gegen Stuttgart bei uns im Live-Ticker).

„Das ist schon schade für ihn“, sagt Fredi Bobic unserer Zeitung. Der ehemalige Sportdirektor, der beim VfB jahrelang mit Eigengewächs Tasci zusammengearbeitet hat, verteidigte den Transfer im Januar vehement. Nun kann er zwar „verstehen, dass viele sagen: Warum hat man ihn geholt?“ Er selbst hält von dieser Ansicht aber nichts. Tasci sei „hintendran geblieben, trotzdem bringt ihn die Zeit beim FC Bayern enorm nach vorne“.

Die Fans sehen Tasci Woche für Woche im Training, im Spiel aber ist sein Platz meist auf der Tribüne und nicht auf der Bank oder gar dem Platz. „Das wurmt ihn“, sagt Bobic, lobt seinen ehemaligen Spieler aber für dessen Professionalität. „Er weiß, wie er sich zu verhalten hat. Ich sehe ihn nie frustriert oder beleidigt“, führt der 44-Jährige: „Er wartet auf seine Chance.“

Die Transfergerüchte rund um den FC Bayern

Dass diese in den verbleibenden sechs Liga-Spielen allerdings kommen wird, ist eher unwahrscheinlich. Tascis bisher einziger Einsatz für die Bayern, in dem er den Gegentreffer beim 3:1 gegen Darmstadt verschuldete, ist noch nicht vergessen. Gegen Benfica saß er als einziger gesunder Spieler unter den Zuschauern der Allianz Arena. Laut Bobic ein Resultat der „Dichte an Qualität im Bayern-Kader“.

So oder so: Tascis Tage in München scheinen gezählt. Bobic ist sich sicher, dass die Verantwortlichen bereits einen Plan haben, wie es „für jeden einzelnen Spielen unter Guardiola-Nachfolger Carlo Ancelotti weitergeht. Für Mario Götze genauso wie für Tasci.“ Beiden droht ein ähnliches Schicksal.

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