"Er ist ein ewig Unzufriedener"

Freund prognostiziert: Pep Guardiola verlässt den FC Bayern

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Unzufrieden wirkt Pep Guardiola derzeit mit seiner Arbeit beim FC Bayern nicht.

München - Ein Freund von Pep Guardiola prognostiziert: Der Trainer wird den FC Bayern München verlassen. Das könnten die Gründe für seinen Abschied sein.

Das Ende ist nah! Zumindest das Ende des Jahres 2015. Und das bedeutet für den FC Bayern und Pep Guardiola, dass die Gespräche über eine Verlängerung seines Vertrages wohl nicht mehr in allzu weiter Ferne sind. Von der zweiten Jahreshälfte war zunächst die Rede und dann wurde auch dies wieder nach hinten verschoben. Noch sind aber zweieinhalb Monate Zeit um sich zu unterhalten.

Klar ist: Sowohl für als auch gegen eine Verlängerung des im Juni 2016 auslaufenden Kontraktes sprechen einige gute Gründe. Ist es Guardiola wichtiger, dass er mit seinem Verein in allen Wettbewerben erfolgreich sein kann, er bei der Kadergestaltung ein Wort mitreden kann und sich der Klub auch strukturell an seine Wünsche anpasst? Oder reizen ihn doch mehr die (vor allem finanziellen) Möglichkeiten, die er in der Premier League hätte?

Freund von Pep Guardiola: Persönlichkeit entscheidet über Abgang oder Verlängerung beim FC Bayern München

Ein guter Freund von Pep, mit dem er vor allem während seiner Arbeit an der Nachwuchsakademie des FC Barcelona, La Masia, zu tun hatte meint: Vor allem die Persönlichkeit von Guardiola wird über Abgang oder Verlängerung beim FC Bayern München entscheiden. Im Interview mit goal.com sprach Joan Villa i Bosch über den Arbeitsrhythmus seines Freundes. "Ich denke, dass nach drei, vier Jahren das meiste ausgereizt ist", sagte Bosch und meinte damit vor allem "die Ansprache, die Idee des Trainers an sein Team", die sich immer wieder erneuern muss". Ansonsten würde der Hunger verloren gehen.

Beim FC Barcelona war dieser Punkt nach vier Spielzeiten voller Erfolge mit zwei Champions-League-Titeln als Krönung erreicht. Guardiola war der Meinung, dass er seinem Team nicht mehr beibringen konnte und verabschiedete sich in ein Sabbat-Jahr. Laut Bosch ist ihm primär wichtig, sein Team und sich selber immer weiterzuentwickeln und an der Herausforderung zu wachsen. "Er ist ein ewig Unzufriedener, der immer das Optimum sucht", so Villa i Bosch.

Dafür seien die Jahre in der Bundesliga aber wichtig gewesen: Die Spielweise vieler Bundesliga-Teams gegen Bayern mit zwar defensiver Ausrichtung, aber extrem schnellen Gegenpressing habe ihn weitergebracht. Aber auch der deutsche Fußball habe durch Guardiola eine Aufwertung erfahren. Für Villa i Bosch hat Pep auch seinen Anteil am WM-Titel 2014. Seine Spielidee vom ständigen Ballbesitz und schnellem Rückgewinn der Kugel bei Verlust sei bei der Weltmeisterschaft einer der Grundpfeiler des DFB-Teams gewesen.

Bleibt Guardiola also oder verlängert er? Fakt ist: Er dominiert zwar mit seinen Bayern die Bundesliga nach Belieben, in der Champions League scheiterte er aber zweimal im Halbfinale. Pep dürfte dies ziemlich wurmen, das Optimum ist noch nicht erreicht. Einen Hinweis könnten auch die Worte geben, die er bei seiner vorletzten Vertragsverlängerung bei Barcelona sagte: "Ein Trainer hier muss sich einen neuen Vertrag immer wieder verdienen, bei den Spielern und bei den Fans."

bix

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