Ausbildung erfordert viel Fingerspitzengefühl

Früchtls Auswahl-Coach: "Christian ist den Trainern schon sehr früh aufgefallen"

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Christian Früchtls Talent wurde bereits früh von den BFV-Trainern erkannt.

FC Bayern München (B-Junioren Bundesliga) - Christian Früchtl ist nach seiner Teilnahme im Trainingslager des FC Bayern in Doha in aller Munde. Sein ehemaliger Auswahl-Trainer kennt den 15-Jährigen schon länger und freut sich über dessen Entwicklung.

"Ich würde lügen, wenn ich sagen würde, dass ich nicht überrascht war von der Nachricht", sagt Peter Wimmer, DFB-Stützpunktkoordinator aus Bayern, im Gespräch mit dem Bayrischen Fußball-Verband (BFV). Für ihn und seine Kollegen ist es eine Genugtuung und Bestätigung ihrer Arbeit.

Schon bei seinem Heimatverein SV Bischofsmais war Früchtl kaum zu übersehen. "Christian ist den Trainern in der Region wirklich schon früh aufgefallen. Natürlich noch nicht das neue große Talent, sondern in erster Linie wegen seiner schon damals ungewöhnlichen Körpergröße und weil er nicht nur einfach im Tor stand, sondern auch verhältnismäßig gut kicken konnte", erinnert sich Wimmer.

Schnell war klar, dass der Schlussmann mit etwas Glück einen Weg in Richtung Profifußball gehen könnte. 2011 überzeugte er bei einer Sichtung des BFV, kurz darauf wechselte er in das Nachwuchsleitungszentrum bei der SpVgg Grün-Weiß Deggendorf. "Christian hat von Anfang an ein spezielles Torwarttraining erhalten. Der Herausforderung war dabei sogar eher, ein bisschen auf die Bremse zu treten."

Die Körpergröße des heute 15-Jährigen stellte die BFV-Trainer vor Herausforderungen. "Wenn ein Talent körperlich seinem Alter voraus ist wie Christian damals, neigen wir Trainer auch mal gerne dazu, mit ihm wie mit einem Älteren zu trainieren", erklärt Wimmer. "Das ist viel Fingerspitzengefühl nötig."

Seit 2014 ist Früchtl jetzt im Nachwuchsleistungszentrum des FC Bayern. Auch dort soll er weiter behutsam aufgebaut werden. Im Trainingslager in Doha bekam der Nachwuchsschlussmann verständlicherweise einen Maulkorb verpasst. Nach seiner Rückkehr war für ihn wieder der ganz normale Alltag angesagt: Schule, Training usw.. Der Ausflug zu den Profis war sicher nicht der letzte, aber erfahrungsgemäß wird der Rekordmeister den Youngster in den kommenden Wochen etwas aus der Öffentlichkeit heraushalten.

Quelle: fussball-vorort.de

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